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07.10.2011 14:10

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CHART-CHECK

Chartanalyse: DAX - 600 Punkte winken


Nach der Wochenrally scheint dem DAX am frühen Freitagnachmittag die Puste auszugehen. Die Weichen sind jedoch gestellt, um aus der aktuell vielversprechenden Konstellation Nutzen zu ziehen.

Analyse-Datum: Freitag, 7. Oktober 2011

Diagnose: Nachdem der DAX am Dienstag deutlich unter Druck kam und unter die Haltezone bei 5150 Punkten tauchte, setzte eine Erholung ein, die bis zum heutigen Freitagvormittag fortwährte. Damit notiert der Index trotz der aktuell eingedampften Kursgewinne deutlich über seinem seit August bestehenden Abwärtstrend (zirka 5400 Punkte) sowie über der markanten Unterstützung bei 5500 Zählern. In der Vorwoche war ihm dieser Ausbruch bereits geglückt. Allein an der Nachhaltigkeit hatte es damals gehapert, der in einem Rutsch zurück in den alten Trendkanal mündete. Auf der Positivseite ist festzuhalten, dass die zuletzt markierten Reaktionstiefs und -hochs über den vorigen liegen. Nun bleibt es abzuwarten, ob der DAX über das jüngste Bewegungshoch vom 29. September bei 5704 Punkten anzusteigen vermag, um die frische Aufwärtstendenz nicht zu gefährden.

Beim S&P 500 sahen wir am Dienstag das angekündigte Tief, das auf 1075 Zähler lautet. Auch hier kam es im Anschluss zu einer technischen Gegenbewegung, die den Index über die Haltezone bei 1120 Punkten zurückschnellen ließ. Der gestartete Aufwärtsimpuls führte am Donnerstag bis auf 1165 Zähler.

Übergeordnet löste der US-Index in der vorvergangenen Woche eine Bären-Flagge auf, die ein formaltechnisches Kursziel bei 1020 Punkten aktivierte. Die im Chart eingezeichnete Kopf-Schulter-Formation mit der Nackenlinie bei 1120 Zählern kommt auf selbiges Kursziel.


S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Auch wenn derzeit vieles für eine Fortsetzung der begonnenen Aufwärtsreaktion spricht (auch Rückenwind durch die kurzfristigen Trading-Indikatoren, ansteigendes Momentum sowie Handelsvolumen), sollten dem Index schon in Kürze einige Konsolidierungstage ins Haus stehen. Dabei wird sich zeigen, ob er sein Unterstützungsniveau bei 1120 Punkten verteidigen kann. In Hinblick auf die Flaggen-Formation bzw. die Kopf-Schulter-Formation ist das Kursziel noch nicht abgearbeitet. Entwarnung würde es hier geben, sobald der Index die untere Flaggenbegrenzung bei aktuell 1190 Zählern zurückerobert. Ein Kaufsignal wird generiert, wenn sich der S&P 500 signifikant über das September-Hoch bei etwa 1196 Punkten setzt.


Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Um weiteres Kapital aus der aktuell vielversprechenden Konstellation zu schlagen, muss der DAX nun das jüngste Verlaufshoch bei 5704 Punkten nachhaltig überwinden. Als Belohnung würden rund 600 Punkte Kursanstieg winken. Zuvor könnte jedoch die 50-Tage-Linie, aktuell bei 5649 Zählern, für Verdruss sorgen und die Klettertour vereiteln. Um sich allerdings weiteren Anstiegsspielraum zu sichern, ist es unbedingt nötig, sowohl die zurückeroberte Unterstützung bei rund 5500 Zählern zu halten, als auch den seit August bestehenden Abwärtstrend bei zirka 5400 Punkten zu verteidigen. Letzteres gelang ihm in der Vorwoche gerade einmal für drei Handelstage. Aus diesem Grund sehe ich im Oktober ein nochmaliges Absacken, das sogar unter die Marke bei 5000 Zählern führen könnte. Dieses Reaktionstief sollte dann aber das Jahrestief markieren. Mit oder ohne neuem Tief sind bis Ende des Jahres Kurse bis in den Bereich bei 6300/6400 Punkten drin. Als Zielregion käme hier auch das März-Tief bei 6483 Zähler infrage.

Übergeordnet ist der DAX aufgrund der abgeschlossenen Topbildung über die vergangenen Monate noch immer stark angeschlagen. Wie ich bereits schrieb, ist das Erholungspotenzial limitiert, denn Aufwärtsbewegungen sind derzeit nur technischer Natur. Mittelfristig sind noch keine echten Anzeichen für eine Änderung des abwärtsgerichteten Trends auszumachen. Wirft man einen Blick auf den langfristigen DAX-Chart, so lässt sich ein Aufwärtstrend aus 1982 ermitteln, der aktuell in der Region bei etwa 4600/4700 Punkten verläuft.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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Kommentare zu diesem Artikel

Taranna schrieb:
10.10.2011 16:16:52

wow, es schneller gegangen mit dem DAX als deine Vorhersage, lausi!
DAX
5.827,50

2,7%

16:15:21

Taranna schrieb:
10.10.2011 15:27:00

und das leben ein bisschen durchschaut zu haben...
bei der börse ist dies viel schwieriger....
ausser man ist lausi!

Taranna schrieb:
10.10.2011 15:23:18

ich wohne diesem menschlichem Drama bei und denke, wie schwer es ist ein mensch zu sein, geworfen wie wir sind in dieses universum.
Trotzdem finde ich es wunderbar dieses bewusstsein für kurze zeit
erlangt zu haben....

lausi one schrieb:
10.10.2011 15:19:21

Nun rauf auf die 5750 und morgen dann die 5800.

Taranna schrieb:
10.10.2011 15:16:32

wir sind fast gleich gesinnt, aber glaub mir, wir können nur zuschauen. Auch todgeweihte wollen zum g.T. nicht wahrhaben, dass sie am ende sind. Es sind Abwehrmechanismen im gange, die man nicht einfach ausschalten kann. Sie kämpfen bis zum letzten Atemzug... so ist es halt eben!!!

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