Diagnose: Nach dem neuen Zweijahrestief bei 4966 Punkten von vergangener Woche kam es beim DAX zu einem klassischen Reversal, das zu einem schönen Aufwärtsimpuls führte. Das Kurziel der Erholung, das bei 5600 Zählern lag, leitete sich aus der Flaggen-Formation seit 19. August ab. Dabei wurde es mit 5656 Punkten auf Intraday-Basis sogar übererfüllt. Am heutigen Montag heißt die Devise nun erst einmal Konsolidierung, die den Index wieder auf das Niveau um die 5400 Zähler-Marke drückt.
Beim S&P 500 ging’s am Freitag noch einmal 0,57 Prozent aufwärts auf 1216 Punkten. Damit hat auch der US-Index seinen Zielbereich der jüngsten Aufwärtsbewegung knapp abgearbeitet. Dieser ließ sich aus der Mitte der bestehenden Bären-Flagge bei rund 1220 Zählern ableiten. Die Formation wurde, anders als beim DAX, jedoch noch nicht aktiviert. Dies würde geschehen, sobald der Kurs nachhaltig unter den kurzfristigen Aufwärtstrend bei etwa 1157 Punkten rutscht.
S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)
Zunächst ist auch beim S&P 500 von einer Verschnaufpause auszugehen, die sich jedoch auf hohem Niveau abspielen sollte. Insgesamt verbleibt bis Ende des Monats noch ein mögliches Anstiegspotenzial im Rahmen der Flagge bis auf maximal 1250 Zähler. Spätestens im Oktober wird sich dann aber der abwärtsgerichtete Haupttrend wieder durchsetzen, bei dem neue Tiefs aufgelotet werden sollten.
Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)
Prognose: Der DAX hat seinen antizipierten Zielbereich bei 5600 Punkten zum Wochenschluss mustergültig abgearbeitet. Leider verpatzte er die Chance, weiter in seinen ehemaligen Aufwärtstrendkanal (grün eingezeichnet) von Mitte August anzusteigen. Dieser hätte ihm Anschlusspotenzial bis in die Region bei maximal 6100 Zähler eröffnet. Statt dessen prallte er am kurzfristigen Abwärtstrend bei 5625 Punkten nach unten ab und verbleibt so im abwärtsgerichteten Trendkanal. Deutlichere Kursrückgänge sind im Oktober wieder zu erwarten.
Übergeordnet ist der DAX aufgrund der abgeschlossenen Topbildung über die vergangenen Monate stark angeschlagen. Wie ich bereits schrieb, ist das Erholungspotenzial limitiert, denn Aufwärtsbewegungen sind nur technischer Natur. Mittelfristig ändert sich nichts am abwärtsgerichteten Trend. Wirft man einen Blick auf den langfristigen DAX-Chart, so lässt sich ein Aufwärtstrend aus 1982 ermitteln, der aktuell in der Region bei etwa 4600/4700 Punkten verläuft.
Solange der Index seine ehemalige Schlüsselunterstützung über dem 7000 Punkte-Niveau nicht wieder sieht, muss übergeordnet von weiter rückläufigen Notierung ausgegangen werden. Damit sollte auch eine Rückkehr zu den alten Jahreshochs passé sein. Zudem wird die Analogie zur Marktentwicklung in 2007 mit anschließenden starken Kursrückgang immer deutlicher.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.
Weitere Links:
realist1 schrieb: 20.09.2011 15:32:08 @lieberlong, wie erwartet es wäre auch zu einfach in einem nach unten.... |
piter2222 schrieb: 20.09.2011 14:47:15 @taranna nein nicht untergehen aber 20% abgeben so auf 1,20 dann wäre die kaufkraft ausgeglichen behaubte ich mal weiss es aber nicht genau.aber eins weiss ich genau die nächste blase kommt aus china und die trifft uns alle hart.am härtesten japan , australien und chile.europa nicht so sehr. |
Taranna schrieb: 20.09.2011 13:37:22 Piter: Ok, aber die Chinesen werden jetzt die Chance nutzen zu diversifizieren. Dollar bezitzen sie zur Genüge, was auch ein grösseres Risiko darstellt. Daher kann und wird der Euro nicht einfach so untergehen!! |
piter2222 schrieb: 20.09.2011 13:30:39 @taranna ja das kann schon sein, aber ich glaube und hab es schon vor 6wo geschrieben das der dollarraum aus europa ausgestiegen ist,weil der euro schwächer werden wird und die amis haben nicht nur dax nach oben getrieben sondern auch den dollar nach unten.jetzt kommt ide gegenr.. |
Taranna schrieb: 20.09.2011 13:28:22 Negative Prognosen wirken verheerend auf den DAX. Die Haushaltsdefizite hüben und drüben sind vergleichbar, die Reaktion darauf deutlich anders! |
| 21.05.2012 | Die wertvollsten Fußball-Klubs der Welt |
| 24.04.2012 | Die besten Chefs der Welt |
| 12.04.2012 | Welche DAX-Konzerne ihre Anleger überschütten |
| 23.04.2012 | Mit diesen Autos greifen die Deutschen in China an |
| 29.05.2012 | Geheime Einblicke in den Kommunismus |