
Diagnose: Zum Wochenauftakt arbeitet der DAX am „Projekt Kurslückenschließung“, die aber bisher nur auf zwei Punkte verkleinert werden konnte. Gemeint ist das Gap vom vergangenen Dienstag zwischen 5976/5995 Zählern. Dies beweist einmal mehr, wie massiv das vor dem Index liegende Widerstandsbündel ist. Das besteht zum einen aus der erwähnten Kurslücke, der 200-Tage-Linie bei 5957 Punkten und der verlorenen 6000er Punkte-Marke.
Erschwerend kommt hinzu, das es sich beim jüngsten Gap in Verbindung mit dem am 10. August noch offenen Gap um ein sogenanntes Runaway-Gap handeln könnte. Diese Kurslücken-Variante tritt in der Regel in der Mitte eines Bewegungsimpulses auf. Dies würde für den DAX weiteres Abwärtspotential bis in den Bereich bei etwa 5700 Punkten bereithalten.
Dax: 6-Monats-Chart.
Prognose: Seit dem Jahreshoch von Anfang August unterliegt der DAX seinem tertiären Abwärtstrend, der am vorvergangenen Donnerstag via Fehlsignal bestätigt wurde. Zudem hat sich das Chartbild mit dem Fall unter die 6000er Marke und der 200-Tage-Linie deutlich verschlechtert. Hilfe sollte nun vor allem vonseiten der kurzfristigen Markttechnik kommen. Hier notieren die Indikatoren weit in ihren unteren Extremzonen, die für eine technisch bedingte Erholungsbewegung sprechen. Damit stehen die Chancen nicht schlecht, die zuletzt gerissene Kurslücke zu schließen und die wichtige Durchschnittslinie zurückzuerobern. Ob der Index auf diesem erhöhten Niveau mehr Kapital daraus schlagen kann, bleibt jedoch fraglich. Dennoch halte ich einen Anstieg bis zur oberen Abwärtstrendkanallinie bei derzeit 6111 Punkten sowie der 38-Tage-Linie bei aktuell 6123 Zählern für denkbar.
Um das Ruder wirklich herumzureißen, müsste der DAX möglich rasch nachfolgend die Kurslücke vom 10./11. August bei rund 6250 Punkten schließen und sich auf diesem Niveau stabilisieren. Weiter hinauf würde es erst mit der Überwindung des seit 2009 bestehenden Aufwärtstrends gehen.
Erwartung: Einsetzen einer technisch bedingten Erholungsbewegung bis auf maximal 6125 Punkte, da kurzfristige Trading-Indikatoren Gegenbewegung anzeigen, danach Fortsetzung der Konsolidierung, nach dem Auslaufen der Quartalssaison kräftigere Korrektur im September.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.
Buffett One schrieb: 31.08.2010 18:12:07 @Koboldo |
Koboldo schrieb: 31.08.2010 17:14:53 von müssen ist gar keine Rede gewesen, die tuns ganz gern freiwillig aus den gen Gründen! Aber was den Psychotherapeuten angeht - vielleicht solltest selbst mal einen aufsuchen.... |
Buffett One schrieb: 31.08.2010 16:17:09 Mittlerweile muss man wirklich sagen, dass hier einige Schreiber einen Psychotherapeuten aufsuchen sollten, um dann in Selbsterkenntnis gewisse paranoiden Anwandlungen aufzudecken und sich helfen zu lassen!!!!! |
Bubblebobble9.11 schrieb: 31.08.2010 15:53:38 @Koboldo |
Koboldo schrieb: 31.08.2010 15:42:30 Im übrigen hast du hier immer nur von langfristigen Engagements, Zertifikaten, Gold und blue chips erzählt und nichts von Währungsspekulationen.... Woher dieser Sinneswandel? |