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02.08.2012 15:39

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Chartanalyse: DAX - Konsolidierung? Na und!


Nachdem der DAX tagelang am Widerstand bei 6800 Punkten verharrte, geht ihm nun doch die Puste aus. Die angekündigte Konsolidierung setzt mit voller Kraft ein. Von langer Dauer wird sie nicht sein.

Analyse-Datum: Donnerstag, 2. August 2012

Diagnose: Nach knapp 400 Punkten Zugewinn seit dem Test der 200-Tage-Linie in der vergangenen Wochen verharrt der DAX den vierten Tag infolge am massiven Widerstandsbereich bei rund 6800 Zählern (6830/35 Punkte). Damit hat der Index seine anvisierten Kursziele (6600 und 6800 Zähler) mustergültig abgearbeitet.

Beim S&P 500 ergibt sich ein ähnliches Bild. Einziger Unterschied war in der Vorwoche ein Test der 50-Tage-Linie, die sich ebenfalls als Unterstützung bewährte. Im Gegensatz zum DAX notiert der US-Index seit Anfang des Jahres, abgesehen von einem dreitägigen Ausrutscher Anfang Juni, mit einem komfortablen Abstand über seiner 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1320 Zählern liegt.

Zur Wochenmittag lag das Volumen der gehandelten Aktien an den US-Börsen mit 7,3 Milliarden recht deutlich über dem 20-Tagesdurchschnitt von 6,1 Milliarden. Die Tageskursspanne, innerhalb der gehandelt wurde, betrug 12 Punkte.

Nach dem Tief vom 4. Juni entwickelte sich beim S&P 500 ein Aufwärtstrend heraus, indem am Wochenanfang ein neues Verlaufshoch bei 1391 Punkten markiert wurde. Damit ist auch das Kursziel aus der in früheren Analysen besprochenen umgekehrten Kopf-Schulter-Formation fast abgearbeitet. Hierzu schrieb ich: Die seit Mai gebildete umgekehrte Kopf-Schulter-Formation bleibt aktiviert, da bisher die dazugehörige Nackenlinie bei 1335 Zählern nicht nachhaltig verletzt wurde. Übergeordnet ergibt sich aus der Formation Anstiegspotenzial bis in die Region bei rund 1400 Punkten.


S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Auf der Unterseite bleibt alles beim Alten: Die 1300 Punkte-Unterstützung sowie die 200-Tage-Linie sind als Boden zunächst festzementiert und wurden seit Wochen nicht einmal ansatzweise getestet. Sollte dieser Doppel-Support jedoch nach unten brechen, so würde dies weitaus mehr Abwärtsdynamik entfachen, als das bisherige Jahrestief bei 1266 Zählern vom 4. Juni. Wie zuletzt gesehen, macht auch der zusätzliche Support im Bereich bei rund 1335 Punkten eine gute Figur. Auf diesem Niveau liegen die besagte Nackenlinie sowie die 50-Tage-Linie (derzeit bei 1339 Zählern).

Mittlerweile notieren die kurzfristigen Indikatoren in ihren oberen Extremzonen und haben bereits leicht nach unten gedreht, sodass von dieser Seite im Moment kein Auftrieb zu erwarten ist. Eine Fortsetzung der Konsolidierung/Korrektur wäre daher nur verständlich. In diesem Zusammenhang müssen nun die Unterstützung bei 1370 Punkten sowie der seit Juni bestehende Aufwärtstrend bei etwa 1356 Zählern zeigen, was in ihnen steckt. Sehr wahrscheinlich wird aber sein, dass wir im Anschluss der Konsolidierung sogar noch weiter bis zum Märzhoch laufen, das bei 1422 Punkten liegt.

Der Vollständigkeit halber sei noch die Korrelation zwischen dem Dow Jones Index und dem Dow Jones Transport Index erwähnt. Letztgenannter strebt derzeit in Richtung seiner Jahrestiefstände, während sich der Dow Jones andererseits wieder nach oben zu seinem Jahreshoch hangelt. Unter normalen Umständen läuft der Transport Index den Dow voraus und zeigt die übergeordnete Richtung an. Diese Diskrepanz lässt aufhorchen, da dies ein mögliches Alarmzeichen für den Markt bedeutet.


Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Und während ich gerade an dieser Analyse „bastele“, fällt der DAX nach 15 Uhr deutlich ins Minus. Dazu schrieb ich in meiner letzten Analyse vom Dienstag: „Viel geht nun nicht mehr, weil auch die Markttechnik zunehmend heiß läuft. Wie auch beim S&P 500 sollte zum Ende der Woche (Donnerstag?) eine Konsolidierung einsetzen. Im Anschluss wäre der Index dann noch fähig, bis in den Bereich bei 6960/70 bzw. 7000 Zähler vorzustoßen.“ Dabei bleibt es trotz der aktuellen Korrektur. Die Märkte werden sich schnell wieder beruhigen.

Auf der Unterseite bietet die Region bei rund 6400 Punkten eine Dreifach-Unterstützung: Diese setzt sich aus 200- und 50-Tage-Linie sowie dem seit Juni bestehenden Aufwärtstrend (ausgehend vom Jahrestief bei 5914 Punkte) zusammen.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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Kommentare zu diesem Artikel

Bubblebobble9.11 schrieb:
07.08.2012 16:43:51

Wo bleibt die nächste Analyse?

Bubblebobble9.11 schrieb:
03.08.2012 15:50:06

lol...6820 schon wieder...
hat jemand schon wieder die bazooka rausgeholt?

Bubblebobble9.11 schrieb:
03.08.2012 15:20:22

hoffentlich geht nicht gleich wieder die puste aus...
will wieder billig shortz laden...bitte noch 6940-7000

angelo one schrieb:
03.08.2012 14:38:15

...es is so geil! Alles ist gut, weil die Marktkräfte sich noch entwickeln dürfen...die sogenannte Demokratie hat abgewirtschaftet,aber sie läßt einigen noch genug uft,um von dem Wahnsinn zu profitieren...zum Glück gibt es gute Firmen,die man getrost besitzen darf und an deren Gewinnen partizipieren

Bubblebobble9.11 schrieb:
Wertung: 1/5

03.08.2012 13:05:32

Was hat das mit Chartanalyse zu tun? NIX.
Wozu auch? Politiker und ihre Bankenlobby bestimmen die Kurse. Siehe nur wieder das Draghi Beispiel!
Meine Shortz habe ich gestern verkauft.
deep long, highs short besser als Charttechnik...

Seite: 123
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