Diagnose: Obwohl der DAX in den beiden letzten Handelssitzungen massiv einbrach, geriet das mittelfristige Gesamtbild noch nicht in Schieflage. Denn hier schützt bisher die 200-Tage-Linie (aktuell bei 6368 Punkten) sowie der seit Juni bestehende Aufwärtstrend (ausgehend vom Jahrestief bei 5914 Punkte) vor weiteren Abgaben.
Insgesamt lässt sich seit Mitte Mai eine inverse Kopf-Schulter-Formation mit Nackenlinie bei etwa 6440 Zählern erkennen, aus der sich noch immer ein formaltechnisches Kursziel bis auf zirka 6960/70 Punkten ergibt. Das wäre das DAX-Niveau vom Februar dieses Jahres.
Beim S&P 500 sieht die Lage ähnlich aus. Auch hier bildete sich nach dem Tief vom 4. Juni ein Aufwärtstrendkanal heraus, indem der US-Index zuletzt bis in seinen Widerstandsbereich bei 1370 Punkten vordrang und seit Freitag konsolidiert. Die seit Mai gebildete umgekehrte Kopf-Schulter-Formation bleibt ebenfalls aktiviert, da bisher die dazugehörige Nackenlinie bei 1335 Zählern nicht verletzt wurde. So ergibt sich weiterhin übergeordnet Anstiegspotenzial bis in die Region bei rund 1400 Punkten.
Im Gegensatz zum DAX notiert der US-Index seit Anfang des Jahres, abgesehen von einem dreitägigen Ausrutscher Anfang Juni, mit einem komfortablen Abstand über seiner 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1314 Zählern liegt.
S&P 500: 6-Monats-Chart
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Auf der Unterseite bleibt alles beim Alten: Die 1300 Punkte-Unterstützung sowie die 200-Tage-Linie sind als Boden zunächst festzementiert und wurden seit Wochen nicht einmal ansatzweise einem Bestandstest unterzogen. Sollte dieser Doppel-Support jedoch nach unten brechen, so würde dies weitaus mehr Abwärtsdynamik entfachen, als das zuletzt markierte Tief bei 1266 Zählern vom 4. Juni. Wie zuletzt gesehen, macht auch der zusätzliche Support im Bereich bei rund 1335 Punkten eine gute Figur. Auf diesem Niveau liegen die besagte Nackenlinie sowie die 50-Tage-Linie. Aufgrund der noch ungünstigen Indikatorenlage könnte es noch ein paar schwächere Tage geben. Insgesamt aber sollte schon bald ein neuer Versuch anstehen, um die Widerstandzone bei 1370 Punkten zurückzuerobern. Wird sie geknackt, wäre der Weg bis zur nächsten Zielmarke bei 1400 Zählern frei.
Dax: 6-Monats-Chart
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Prognose: Wie eingangs erwähnt, hat sich der DAX nach der doch etwas heftigeren, aber kurzen Konsolidierung über seiner 200-Tage-Linie stabilisiert. Der darunterliegende Aufwärtstrend wäre ein weiterer Notnagel. Da sich die technischen Indikatoren in wenigen Tagen auch wieder in ihrer überverkauften Extremzone befinden, sollte es perspektivisch erneut zu den Widerstandszonen bei rund 6600 und 6800 Punkten gehen. Die Kür wäre im Anschluss dann der Bereich bei 6960/70 bzw. 7000 Zähler.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.
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angelo one schrieb: 25.07.2012 15:10:06 glaube auch, daß wir diese Woche noche noch 6800 sehen, bei den tiefen Indikatoren jetzt...jemand sollte mal was für UNSERE Banken tun...?!Deren Entwicklung ist grauenhaft und die Wirtschaft braucht deutsche Banken,gesunde! |
nabeshima schrieb: 25.07.2012 09:08:40 Hallo Zusammen, ich hab da ein Tipp, es geht hoch dann runter oder erst runter dann wieder hoch! |
benharper77 schrieb: 24.07.2012 22:13:10 6310 aber gehalten |
red zac schrieb: 24.07.2012 21:32:40 Ja die 200 Tage Linie hat dann wohl nicht gehalten. Hatte auch mit etwas mehr Widerstand nach dem Abverkauf gerechnet. Mist. |
McCoyle schrieb: 24.07.2012 21:25:31 Hat heute echt einer mit positiven Vorzeichen gerechnet? Verstehe nicht, warum Frau Szola so positiv eingestellt ist und von KEINEM Bruch der 200 Tage Linie ausgeht/ausging. OK, auch wenns doch passiert ist, kann es kurzfristig sein. Dennoch arm als Analystin, so schlecht zu argumentieren. |
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