26.02.2013 16:11
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Chartanalyse: DAX - Noch ist es nur eine Konsolidierung!

Chart-Check

Anleger fahren dieser Tage Achterbahn: Während es gestern locker 2,5 Prozent aufwärts geht, verliert der DAX heute 1,5 Prozent. Was die Entwicklung bedeutet.

Analyse-Datum: Dienstag, 26. Februar 2013

Diagnose: Das Jahreshoch bei knapp 7872 Punkten von Ende Januar bleibt weiterhin das Maß aller Dinge. In der gestrigen Euphorie der Italien-Wahl schnellte der DAX im Tagesverlauf in Richtung der Rekordmarke, verfehlte sie aber mit einem Höchststand bei 7860 Zählern. Zur Schlussglocke war dann „Schluss mit lustig“ – das Aktienbarometer tauchte wieder in seinen nach dem Jahreshoch gebildeten Abwärtstrendkanal ein. Am heutigen Dienstag notiert der Index erneut deutlich tiefer und verursachte eine frische Abwärtskurslücke, die nun zwischen 7683 und 7726 Punkten klafft.

Auch beim S&P 500 ging es zu Wochenbeginn zur Sache: Der US-Index rauschte 1,83 Prozent oder knapp 28 Punkte abwärts und büßte damit die leichte Unterstützungszone bei 1500/1495 Zählern ein. Damit scheint nun endlich die benötigte Korrekturbewegung gestartet zu sein, die nach dem Jahreshoch bei 1531 Punkten vom 19. Februar längst überfällig war.


S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

So zeigte sich die Markttechnik schon einige Zeit völlig erschöpft. Einige Indikatoren, wie der Slow Stochastik, notieren bereits seit Anfang Januar in ihren überkauften Extremzonen. Ziel der Konsolidierung sollte das Unterstützungscluster zwischen 1460 und 1450 Punkten sein. Dieses resultiert aus der unteren Aufwärtstrendlinie seit Mitte November sowie aus Horizontalen, die sich im vergangenen Jahr zunächst als Widerstände unbeliebt gemacht hatten.

Sollte es zu keiner bearish motivierten Überreaktion unter die 200-Tage-Linie bei 1409 Zählern kommen, wird der S&P 500 im Anschluss seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen und im Jahresverlauf neue Bestmarken stemmen.


Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Der DAX sitzt also aktuell in einer sogenannten Konsolidierungsflagge fest, die noch keine Gefahr heraufbeschwört. Bedenklicher dagegen wäre, aber auch noch kein Beinbruch, die Ausdehnung der Konsolidierung bis in die Region bei 7000 Punkten. Solange die Marke nicht nachhaltig unterschritten wird, bleiben die mittelfristigen Perspektiven weiterhin gut. Auf Sicht der nächsten sechs bis sieben Monate wäre dann ein Anstieg bis zum Allzeithoch bei 8151 Punkten und darüber hinaus vorstellbar.

Ein Abgleiten bis zur psychologisch bedeutsamen 7000 Zähler-Marke kann aus aktueller Sicht nicht antizipiert werden, da die Verschnaufpause bereits vorher beendet sein sollte (7400/7250 Zähler). Ein letzter Puffer und Rettungsanker stellt auf dem Weg gen Süden die 200-Tage-Linie bei derzeit 7096 Punkten dar.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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