Diagnose: Am Donnerstag geht es für den DAX wieder ein Stockwerk höher. Aktuell trennen den Index nicht einmal mehr 200 Punkte, um die psychologisch relevante 7000er Zähler-Marke zu erklimmen. Der laufende Kursimpuls wurde mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie am 24. Januar ausgelöst.
Dennoch werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, denn nach dem mehr als 15-prozentigen Kursanstieg seit Jahresbeginn ist der Markt reif für eine Konsolidierung. Diese würde auch den heißgelaufenen technischen Indikatoren Entlastung verschaffen.
Der S&P 500 steht mittlerweile vor seiner nächsten Widerstandszone, die sich zwischen rund 1350 und 1370 Punkten erstreckt. Die Kursmarken resultieren aus diversen Verlaufshochs des vergangenen Jahres und dem Jahreshoch. Diese sollte den Aufwärtsdrang vorläufig stoppen. Auch die kurzfristigen Indikatoren sind inzwischen in ihren überkauften Extremzonen angekommen, die ebenfalls nach einer Verschnaufpause lechzen.
Seit dem Überwinden der 200-Tage-Linie zu Jahresbeginn legte das US-Barometer bis zum neuen Verlaufshoch um knapp sieben Prozent zu. Ausgelöst wurde der Kursgewinn durch ein klassisches Kaufsignal - die Kreuzung des Kurses mit der Durchschnittslinie. Zusätzlich wurde inzwischen ein weiteres übergeordnetes Einstiegssignal generiert.
S&P 500: 12-Monats-Chart
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Hierbei handelt es sich um die Kreuzung der aufsteigenden 50-Tage-Linie mit der 200-Tage-Linie im Bereich bei etwa 1260 Zählern. Dies sollte mittel- bis langfristig zu Notierungen bis in den oberen Bereich des seit Oktober vergangenen Jahres bestehenden Aufwärtstrendkanals bei rund 1420 Punkten führen.
Investoren sollten im Falle einer Korrektur auf den wichtigen Support bei 1300 Punkten achten. Wird er unterschritten, so eröffnet dies Korrekturpotenzial bis in die Region der 200-Tage-Linie bei zirka 1260 Punkte.
Der Vollständigkeit halber seien noch die nächsten Auffangnetze genannt: die erwähnten 1300 Punkte, die 200-Tage-Linie bei rund 1260 Punkten, die 50-Tage-Linie bei 1275 sowie die Niveaus bei 1220 und 1200 Zählern.
Erheblicher Schaden würde entstehen, sobald der US-Index aus seinem Aufwärtstrendkanal bei etwa 1240 Punkten nach unten ausbricht. Diese Region ist aber durch die genannten Unterstützungen gut abgepolstert.
Dax: 12-Monats-Chart
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Prognose: Insgesamt festigte der DAX seine Position im seit Mitte September vergangenen Jahres bestehenden Aufwärtstrendkanal, dessen Unterseite in den letzten Monaten nicht mehr getestet wurde. Vielmehr steuerte er Mitte Januar in die obere Hälfte des Trendkanals (über mittlere Trendlinie). Die kurzfristigen Indikatoren steuern im Moment wieder in ihre neutralen Zonen und verschaffen dem DAX damit noch etwas Luft nach oben. Hierbei könnte der Index noch in Richtung 6900 Zähler laufen. Doch wie ich oben bereits schrieb, wird der Markt nun anfälliger für eine Korrekturbewegung. Diese könnte noch einmal zum Re-Test bis in die Region der 200-Tage-Linie bei aktuell 6323 Punkten laufen.
Kommt es zu einer Übertreibung nach unten wären auch niedrigere Notierungen bis in die Region bei rund 6100 Zählern denkbar (zumindest das Schließen der Kurslücke von Mitte Januar bei 6232 Punkten). Im Anschluss sollte eine neue Aufwärtswelle starten, die den Index bis auf die magische 7000er Zahl führt. Im Anschluss wäre mittelfristig ein weiteres Aufbäumen bis zur oberen Aufwärtstrendbegrenzung bei derzeit rund 7200 Punkten im Rahmen des Möglichen.
Bei einer unvorhergesehenen Überreaktion behalten Anleger das Niveau bei etwa 5900 Punkten im Hinterkopf. Hier liegt jene Unterstützungszone aus Horizontale (5880 Zähler) und Aufwärtstrend, die für den Bestand des aktuell bullishen Bildes ausschlaggebend ist. Mit einem Bruch würde der Chartverlauf deutlich eingetrübt.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.
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Chartprofi schrieb: 09.02.2012 23:21:23 Hi, Taranna, |
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