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02.09.2010 12:50

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Chartanalyse: DAX - Schon wieder Verschnaufpause?


Seite 9 von 1:
Analyse-Datum: Donnerstag, 2. September 2010

Diagnose: Den Einstieg in den berühmt-berüchtigten September bestand der DAX gestern mit Bravour. Explosionsartig katapultierten die Bullen den Index mit Leichtigkeit über das Widerstandsbündel, das sich in den vorangegangenen Tagen aus 200-Tage-Linie, die Kurslücke zwischen 5976/5995 Zählern und der 6000er Punkte-Marke zusammensetzte. Damit konnte sich die längst überfällige technisch bedingte Erholung, die von der Markttechnik seit einer Woche angezeigt wurde, weiter durchsetzen. Das aus dieser Gegenbewegung resultierende Kursziel, der Anstieg bis zur oberen Abwärtstrendlinie bei 6060 Punkten, wurde bereits abgearbeitet. Ein weiterer Impuls bis zur 38-Tage-Linie bei aktuell 6120 Zählern liegt noch im Bereich des Machbaren.

Dax: 6-Monats-Chart.

Prognose: Obwohl der DAX am Donnerstag bereits über die obere Trendlinie seines tertiären Abwärtstrends lugt, ist ein signifikanter Ausbruch über diese Hürde noch nicht entschieden. Da auch die kurzfristigen Trading-Indikatoren ihre oberen Extremzonen erreicht haben, muss von einem nachfolgenden Test der Südseite ausgegangen werden. Hier wäre die Region der psychologisch wichtigen 6000er Marke eine erste Anlaufstelle.

Mit dem nachhaltigen Anstieg über die gebrochene Keillinie bei aktuell 6123 Punkten wäre das aus dieser Formation übergeordnete Kursziel bei 5400 Zählern vom Tisch.

Um das Ruder wirklich herumzureißen, müsste der DAX möglichst rasch die Kurslücke vom 10./11. August bei rund 6250 Punkten schließen und sich auf diesem Niveau stabilisieren. Weiter hinauf würde es erst mit der Überwindung des seit 2009 bestehenden Aufwärtstrends gehen.

Erwartung: Fortsetzung der technisch bedingten Erholungsbewegung bis auf maximal 6120 Punkte, kräftigere Korrektur im September bis in den Bereich bei 5690 Zähler und Schließen des Gaps von Ende Mai. Worst-Case Szenario: weitere Abwärtsbewegung bis auf 5400 Punkte – Kursziel aus bearisher Keilformation, die sich seit Ende April bildete.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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Kommentare zu diesem Artikel

piter2222 schrieb:
02.09.2010 14:19:59

Ja da sind die volkswirte gefragt , was macht man da?
ach ja zinsen senken unter null?
schmarrn der markt wird es richten immobilien fallen um 33%,aktien um 66% in den usa,
und bei uns?

piter2222 schrieb:
02.09.2010 13:58:20

Weitere bullen gesucht?
usa, japan, italien ,spanien, irland alle haben bald ihre schulden abgebaut. frage und wie?
wie werden sie es machen? japan versucht es seit 1990 nikkei225 bei 40000 heute unter 9000.

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