17.01.2013 13:32

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Chartanalyse: DAX - Trendwende-Gefahr nicht in Sicht


Der DAX konsolidiert seit dem fulminanten Jahresauftakt auf hohem Niveau in einer Flaggenformation. Eine Trendwende kann nicht ausgemacht werden.

Analyse-Datum: Donnerstag, 17. Januar 2013

Diagnose: Mit einem neuen Fünfjahreshoch bei knapp 7790 Punkten startete der DAX ins neue Jahr. Hiernach ist eine Konsolidierung auf hohem Niveau zu beobachten, die in Form einer Flagge verläuft. Das zwischen dem Jahreswechsel gerissene Gap zwischen 7665 und 7689 Zählern wurde mittlerweile geschlossen. Die Unterstützung bei 7600 Punkten blieb bisher unberührt.

Der S&P 500 nutzte die Handelstage über den Jahreswechsel, um ordentlich Punkte gutzumachen. Am gestrigen Mittwoch erreichte er das Jahreshoch aus 2012, das bei 1474 Punkten liegt. Allerdings gibt es hier einen kleinen Schönheitsfehler, denn das Handelsvolumen lag mit 5,6 Milliarden acht Prozent unter dem 20-Tagesdurchschnitt von 6,1 Milliarden. Daher kann von echter Nachfrage keine Rede sein. Der Widerstand bei 1474 Zählern scheint ebenfalls ein zäher Bursche zu sein.

Trotz einer nahenden Konsolidierung sieht der Chart des US-Index vielversprechend aus. So konnte der aus dem Jahreshoch 2012 resultierende Abwärtstrendkanal (blau) nach oben überwunden werden. Weiter Bestand hat außerdem die inverse (also bullishe) Kopf-Schulter-Formation, die sich seit Oktober vergangenen Jahres bildete und dessen Kopf die negative Übertreibung Mitte November mit einem Tief bei 1343 Punkten darstellt. Die Formation wurde im Dezember mit dem Anstieg über die geneigte Nackenlinie bei etwa 1410 Punkten aktiviert. Aus ihr lässt sich ein rechnerisches Kursziel bei rund 1485 Zähler ableiten. Im Chart ebenfalls gut zu erkennen: der neue, seit Mitte November gebildete, Aufwärtstrendkanal (grün), der dem Index allerdings nicht mehr allzu viel Spielraum nach oben eröffnet, ist intakt und gibt übergeordnet die Richtung vor. Ebenfalls erwähnenswert sind die zuletzt gebildeten Kerzen, eine sogenannte Hanging-Man-Reihe, die ein mögliches Ende der Aufwärtsbewegung anzeigen.


S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Das deckt sich mit den langsam sehr reif werdenden kurzfristigen Trading-Indikatoren, die bereits in ihren oberen Extremzonen leicht nach unten drehen. Das heißt mit anderen Worten: Noch könnte es (muss aber nicht!) zu einem finalen Anstieg über das Jahreshoch aus 2012 kommen (der Aufwärtskanal ist bis zirka 1485 Punkte frei – hier liegt auch das Kursziel der inversen Kopf-Schulter-Formation), spätestens nach Erreichen sollte eine echte Konsolidierungsphase für Abkühlung sorgen. Hier gilt die untere Aufwärtstrendbegrenzung bei etwa 1415 Zählern als gesundes Maß. Im Anschluss wird sich die übergeordnete freundliche Tendenz fortsetzen. Perspektivisch wären dann sogar 1500 Punkte und einige mehr möglich.

Anleger achten bei einer heftigeren Konsolidierung unbedingt auf den Unterstützungsbereich bei 1400 Punkten sowie auf die 200-Tage-Linien bei 1393 Zählern. Ein Bruch dieser Zone könnte ein ernstzunehmendes Indiz für eine gröbere Korrektur darstellen, denn das Auftreten einer weiteren Bärenfalle, wie im November 2012, ist eher unwahrscheinlich.


Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Wie bereits in der letzten Analyse geschrieben: Im Markt herrscht Unsicherheit – gut zu sehen an den vielen Doji-Tageskerzen, die mehr oder weniger einem Kreuz ähneln, auf jedem Fall aber kleine Kerzenkörper aufweisen. Der DAX hat eine Konsolidierungsflagge gebildet. Das erste Ziel der Konsolidierung bildete die Aufwärtskurslücke zwischen 7665 und 7689 Zählern, die zwischen dem alten und neuen Jahr gerissen wurde und nun abgearbeitet ist. Um eine Ausdehnung der Korrektur nach unten zu verhindern, muss die horizontale Unterstützung bei 7600 Punkten halten. Tut sie das nicht, droht eine herbere Abwärtsbewegung bis in den Bereich bei 7300 und später 7000 Zähler.

Auf Sicht der nächsten sechs bis sieben Monate stehen die Chancen relativ gut, dass sich der DAX bis zum Allzeithoch bei 8151 Punkten, vom Juli 2007, hocharbeiten wird.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

Bildquellen: Andrey Burmakin / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Buffett One schrieb:
01.02.2013 16:53:30

...ich weiß, ewig die gleiche Leier. Aber Szola ist auch nicht besser. Ich verdiene mit meiner Leier aber zu jeder Zeit Geld. Für mich und nicht für die Bangster und Betrüger!

Buffett One schrieb:
01.02.2013 16:51:57

Und? Was hat uns der Quatsch des Chart-Gequatsches gebracht? Nix! Wir sind genauso schlau wie vorher. Die Shorties haben den Banken Knete geschenkt und die Longies genauso! Wer richtig investiert wird früher oder später seinen Profit machen. Wer auf Ch.-ANALyse setzt bringt Banken Profit! Ich weiß..

Credit Default Swap schrieb:
Wertung: 1/5

31.01.2013 16:19:54

4000milliarden euro liegen in der schweiz auf schwarzkonten! griechenland, portugal u spanien haben 750milliarden schulden. 15 prozent vom schwarzgeld würden also ausreichen um die schulden auf null zu setzten in den 3 krisenländern. das problem ist lächerlich!!!!

Chartlord schrieb:
18.01.2013 11:33:27

Schlechtes Futter für Zocker. Einfach meine Prognose vom 16.1. im Postforum lesen und begreifen, warum es nicht abwärts gehen wird. Der Analyse von K.S. kann ich nichts abgewinnen, denn entweder wir sind in 6 Monaten viel höher oder nicht weiter oben.

Credit Default Swap schrieb:
Wertung: 1/5

18.01.2013 10:09:48

gülleanalyse! jetzt alles auf short!!!!!! mal sehen wer recht hat nächste woche, ich oder der analyseschrott. wir texten uns...

Seite: 12
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