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10.03.2011 16:11

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Chartanalyse: DAX - Unterstützung vor dem Bruch?


Seite 4 von 1:
Analyse-Datum: Donnerstag, 10. März 2011

Diagnose: Bisher konnte sich der DAX auf seine massive Unterstützungszone, die sich aus dem Jahreshoch aus 2010, bei 7087 Punkten, und dem Reaktionshoch von Anfang Dezember 2010, bei zirka 7040 Zähler, speist, verlassen. Doch langsam wird es eng, der Bestandstest dehnt sich nach unten aus. So wurde heute ein neues mehrwöchiges Tagestief markiert, das die bisherige Seitwärtstendenz in Frage stellt und eher auf die Etablierung eines Abwärtstrends schließen lässt.

Eine interessante Entwicklung ist auch beim S&P 500 zu beobachten, der nach seinem 52-Wochenhoch bei 1344 Zählern den Konsolidierungskurs einschlug. Hier hat sich ein symmetrisches Dreieck gebildet, das kurz vor der Auflösung steht. Obwohl bisher die Unterstützung bei 1300 Punkten nicht nachhaltig verletzt wurde, könnte sich das Blatt doch temporär wenden. Wird das Dreieck nach unten aufgelöst, ergibt sich ein rechnerisches Kursziel bei etwa 1265 Punkten. Dagegen werden neue Aufwärtskräfte aktiviert, wenn der Index über die obere Dreiecksbegrenzung bei 1328 Zählern sowie das Bewegungshoch bei 1332 Punkten, vom 1. und 3. März, nach oben ansteigt. Beim Dow Jones ergibt sich ein ähnliches Bild. Nach dem neuen Hoch bei 12.391 Zählern vom 18. Februar ging es erst einmal gen Süden bis zur Unterstützung bei 12.000 Punkten, die ebenfalls, wie gesehen, eine starke Bastion bildet. Seitdem hangelt sich der amerikanische BlueChip- Index ebenfalls seitwärts.


S&P 500: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Trotz der zuletzt gesehenen Kursrückgänge blieb das konstruktive Gesamtbild bei den US-Indizes intakt, denn bis zu den Aufwärtstrends ist noch genügend Spielraum. Die Marken zum weiteren Luftholen beziffere ich für den S&P 500 maximal bis zum Support bei 1250 Punkten. Beim Dow Jones ist die wichtige Haltezone bei 11.800 Zählern anzusiedeln. Übergeordnet bleiben meine Kursziele für die Indizes bis Anfang April weiter bestehen. Diese liegen für den S&P 500 bei rund 1450 Punkten, beim Dow Jones bei zirka 12.700 Zähler.


Dax: 6-Monats-Chart
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Um einen kräftigen Kursrückgang zu verhindern, sollte die ehemalige Widerstandszone zwischen dem Jahreshoch aus 2010, bei 7087 Punkten, und dem Reaktionshoch von Anfang Dezember 2010, bei zirka 7040 Zähler, nicht mehr unterschritten werden. Dies würde das positive Basisszenario deutlich gefährden.

Sollte sich der Abwärtstrend manifestieren, so liegen die nächsten sinnvollen Haltezonen bei 6900 (Reaktionshoch vom 22. November) und 6835 Punkten (Tagestief vom 10. Januar). Beim nachhaltigen Bruch wäre ein Wiedersehen mit der Unterstützung bei etwa 6670 Stellen vorprogrammiert.

Neue Anstiegsphantasie entsteht, wenn es dem DAX gelingt, über den massiven Widerstand bei 7232 Punkten nach oben auszubrechen. Um dann in Richtung des neuen Dreijahreshochs bei 7442 Stellen vom 21. Februar weiter anzusteigen, muss noch der gebrochene Aufwärtstrend bei aktuell 7385 Punkten nach oben überwunden werden.

Erwartung: Fortsetzung der Konsolidierung, kurzzeitig auch unter die 7000er Marke möglich. Im Anschluss Erholungsbewegung über 7232 Punkte. Falls die Höchststände der US-Indizes in den kommenden Wochen nicht nachhaltig übersprungen werden können, ist ein stärkerer Rücksetzer zu erwarten. Dies gilt dann auch für den DAX (6835 / 6655 Punkte). Auf Jahressicht Allzeithoch und Überschießen drin.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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Kommentare zu diesem Artikel

Koboldo schrieb:
10.03.2011 18:24:40

Finde es schon erstaunlich, dass grade alles runtergeht. Wo gehen denn die Gelder aus Öl- und Goldspekulationen hin?

Azetod schrieb:
10.03.2011 17:54:31

Einen schönen Urlaub und Libyen selbst ist nicht so wichtig, nur sein Öl. Das Öl entscheidet die Richtung vom Dax/DOW. Bei hohe Kosten schwindet der Gewinn bedeutend.

Koboldo schrieb:
10.03.2011 17:44:51

@piter, habe bestimmt zuviel gewollt und bin zu hohe Risiken eingegangen, jetzt warte ich halt ab und gehe erst mal für ein paar Wochen in Urlaub. Solange die Lage in Libyen nicht geklärt ist, kann mE eine Richtung nur schwer ausgemacht werden

piter2222 schrieb:
10.03.2011 17:34:22

nein liegenlassen macht nur buffet und co.der zeitraum kann auch nur min. sein, wenn es nicht in deine richtung läuft.bei hohen hebelprodukten sollte man nie über nacht halten und nur dann mit garantiertem stop-loss.ich handle nur mit 2xshort.

Chartprofi schrieb:
10.03.2011 17:28:12

Its a Bit Late to Go Long, Nenner Says
Zitat,leider ohne Sonderzeichen,da wird man hier ja kriminalisiert... von yahoo finance
an alle Bullen



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