Diagnose: Nach einem Verschnauftag gestern setzt der DAX bis zum Donnerstagmittag seine Aufwärtsbewegung weiter fort. Das erstaunt umso mehr, da die US-Börsen ja gestern aufgrund des Feiertags als Impulsgeber fehlten, die US-Futures aktuell auf Vortagesniveau (Dienstag) tendieren und viele asiatischen Märkte heute leicht im negativen Terrain schlossen.
Mittlerweile ist der DAX in der nächsten Widerstandszone bei 6600 Punkten angekommen. Dem war in der Vorwoche ein Test der Unterstützung bei rund 6100 Zählern vorausgegangen, der dem Index schlussendlich zu einem Schub gen Norden verhalf. Insgesamt lässt sich seit Mitte Mai eine inverse Kopf-Schulter-Formation mit Nackenlinie bei etwa 6440 Zählern erkennen, aus der sich ein formaltechnisches Kursziel bis auf zirka 6960/70 Punkten ergibt. Das wäre das DAX-Niveau vom Februar dieses Jahres.
Auch der S&P 500 konnte in den vergangenen Tagen Kapital aus seiner ebenfalls seit Mai entwickelten umgekehrten Kopf-Schulter-Formation schlagen und am Dienstag in den Widerstandsbereich zwischen 1365/1370 Punkten ansteigen. Hier ergibt sich mit dem Ausbruch über die Nackenlinie bei 1335 Zählern (erfolgte am vergangenen Freitag) weiteres Anstiegspotenzial bis in die Region bei rund 1400 Punkten. Im Gegensatz zum DAX notierte der US-Index in den vergangenen Wochen trotz Kursabschlägen immer mit einem komfortablen Abstand über seiner 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1301 Zählern liegt.
S&P 500: 6-Monats-Chart
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Auf der Unterseite bleibt die Lage aus meiner Sicht unverändert: Die 1300 Punkte-Unterstützung sowie die 200-Tage-Linie sind als Boden zunächst festzementiert und wurden zuletzt nicht einmal einem Bestandstest unterzogen. Sollte dieser Doppel-Support jedoch nach unten brechen, so würde dies weitaus mehr Abwärtsdynamik entfachen, als das zuletzt markierte Tief bei 1266 Zählern vom 4. Juni. Wie schnell nun der erreichte Widerstand bei 1370 Punkten geknackt werden kann, werden die bereits in der oberen Extremzone tendierenden überkauften Indikatoren zeigen. Daher könnten noch eins, zwei Tage Konsolidierung nicht schaden. Im Anschluss sollte es dann weiter in Richtung der nächsten Zielmarke bei 1400 Zählern gehen.
Dax: 6-Monats-Chart
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Prognose: Hinter dem DAX liegen rund 500 Punkte harter Kursanstieg, der zudem mit dem Überwinden der 200-Tage-Linie bei 6308 Zählern und dem Abwärtstrend nach dem Jahreshoch verbunden war. Nun macht auch dem deutschen BlueChip-Index die überkaufte Markttechnik zu schaffen, sodass ich davon ausgehe, dass wir noch weitere Konsolidierungstage sehen werden. Anschließend sollte es perspektivisch weiter in Richtung 6800/7000 Punkten gehen.
Mögliche rasante Abwärtstendenzen könnten dann allerdings ab Mitte, Ende Juli wieder für Kursverwerfungen sorgen. Anleger achten daher auf die genannten Unterstützungsmarken.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.
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angelo one schrieb: Wertung: /5 08.07.2012 11:01:29 Das wird 1spannende Woche mit 1.Ergebnissen Mo Abend...sollten die europäischen Chaoszeiten nicht die Bilanzen der Großen verhageln,dann kann es wirklich weiter rauf gehen,aber, nur dann! |
seher1 schrieb: 05.07.2012 22:58:27 und die post geht jetzt erst mal wieder ab und das ist wichtig, im mopreise nach oben, stabilisiert den ganzen pfandbriefscheiss und bringt wegen der zinsen die konjunktur zum laufen..... |
seher1 schrieb: 05.07.2012 22:56:06 o.k. das öffentlichen bankensystem ist ja wohl schon gerettet, oder wie heißt die westlb jetzt..... |
Chartprofi schrieb: 05.07.2012 19:49:54 Der Realwirtschaft -Produzenten und Dienstleister- dürfte das das Atmen auch schwer machen. Es gibt nur eine Möglichkeit: EU-weit ab sofort |
Chartprofi schrieb: 05.07.2012 19:46:35 Da die Politik, statt den Euro und die Prosperität Europas zu retten,lieber in den A... der Privatbanken kriecht, wird die EU und ihre Währung scheitern. Da die Schulden unbezahlbar hoch sind, wird in der Folge das Privatbankensystem und die Versicherer crashen. |
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