DAX8.019-2,2%  Dow15.112-1,4%  Euro1,3203-0,7% 
ESt502.630-2,0%  Nas3.443-1,1%  Öl104,2-1,4% 
TDax944,2-1,5%  Nikkei13.015-1,7%  Gold1.312-3,0% 

aktualisiert: 12.03.2012 15:18

Senden
€uro am Sonntag

CHARTANALYSE

Candlestick-Experte Salomon: Beim DAX überwiegen die Chancen


In den vergangenen Handelswochen legte der DAX um über 1000 Punkte zu. Doch wie geht es weiter? Ist der plötzliche Kurseinbruch von vergangener Woche ein Hinweis auf eine mögliche Trendumkehr?

von Stefan Salomon, Technischer Analyst

An der Börse geht es nur um eines: Um Geld. Die Bullen und auch die Bären wollen es haben – die einen hoffen auf steigende Kurse, die anderen wetten auf fallende Kurse. Doch eines eint beide Lager: Wer Gewinne gemacht hat, hat in der Regel Angst davor, diese Gewinne wieder abzugeben. Und wer Verluste macht, hat Angst davor, dass diese sich noch ausweiten könnten.

In den letzten Handelswochen konnten die Bullen erkleckliche Gewinne im DAX erzielen. Der deutsche Leitindex kletterte seit dem 20. Dezember um über 1.000 Punkte an. So manch ein Vermögensverwalter oder Fondsmanager hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 schon seine vorgegebenen Performance-Ziele erreicht. So steigt natürlich bei den Bullen die Neigung an, Gewinne mitzunehmen oder zumindest abzusichern. Zur Absicherung bestehender Aktienpostionen vor fallenden Kursen bieten sich DAX-Optionen oder der DAX-Future an. Bei fallenden Kursen entsteht somit auch erheblicher Druck auf den Markt – nicht nur über echte Verkäufe von Aktien – sondern vor allem über Absicherungsgeschäfte der Profis.


DAX: Dreiecksbruch hatte nur kurzfristige Bedeutung

Dieses Marktverhalten ist nach einer ausgeprägten Aufwärtsbewegung nur normal. Eine entsprechende Bewegung, die auch getrieben war von entsprechenden Absicherungsgeschäften, zeigte der DAX am vergangenen Dienstag. Nach einer länger anhaltenden Phase der Unsicherheit, einer Pendelbewegung im DAX zwischen ca. 6.750 bis 6.971 Punkten – sackte der DAX an einem Tag um rund 200 Punkte abwärts.

Charttechnisch war dieses Verhalten durchaus prognostizierbar. Denn die Tageskerzen bildeten ein kleines ansteigendes Dreieck aus. Der Ausbruch aus dem Dreieck nach unten erwies sich als Verkaufssignal. Das Kursziel hierbei war die nach unten, am Ausbruchsniveau abgeleitete Schwankungsbreite des Dreiecks. Damit ergab sich nach Bruch der runden 6.800er-Marke und der unteren Begrenzung des Dreiecks ein Kursziel bis ca. 6.600 Punkten. Hier verläuft eine breite Unterstützungszone zwischen ca. 6.649 bis 6.571 Punkten.

Doch wesentlich für Sie als langfristiger Anleger ist zu wissen, dass dieses kurzfristige Dreieck und der Ausbruch nach unten eben auch nur kurzfristige Bedeutung hatten. Nachdem das Kursziel abgearbeitet war, konnte auch in Verbindung mit dem weiterhin vorhandenen langfristigeren Aufwärtstrends eine Erholung starten. Die Bären, die auf fallende Kurse gewettet hatten, nahmen schnelle Gewinne mit oder mussten nun wiederum an den folgenden Tagen ihre Short-Positionen glattstellen.

Letztlich ist Börse eine recht irrationale Veranstaltung. Und Nachrichten dienen mehr dazu, manche „Bauchentscheidung“ im Nachhinein zu rechtfertigen. Die Charttechnik dagegen verlässt sich nur auf Signale und mögliche Kursverlaufs-Szenarien. So würde sich im DAX erst ein übergeordnetes Verkaufssignal ergeben, sofern die kräftige Unterstützungszone zwischen 6.649 bis 6.571 Punkten auch per Wochenschlusskurs unterschritten wird. Zudem sind Rücksetzer, solange der DAX nicht unter 6.571 fällt, aufzufangen. Denn die Chance nach oben – aus Sicht der langfristigen Perspektive - überwiegt noch. Ein prozyklisches Kaufsignal wird bei einem Ausbruch über die runde 7.000er-Marke mit Ziel 7.300 bis 7.600 Punkten generiert.

Kurzvita
Stefan Salomon ist Technischer Analyst, Börsenbrief-Herausgeber, Seminarleiter und Coach. Er ist der Experte für Candlesticks in Deutschland.
Weitere Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter:
www.candlestick.de

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Trading-Software

Für alle Chartsignal-Trader bietet finanzen.net einen einmaligen Service an:

  • Realtime-Chartsignale
  • Aktien vorm Ausbruch
  • Aussichtsreiche Signale
  • Aktuelle Trefferquoten
  • Handelsempfehlungen
  • Live Trading
Traderfox Video

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Welche Rendite pro Jahr erwarten Sie von einem für Sie attraktivem Anlagezertifikat?
bis 2%
2% bis 4%
4% bis 6%
6% bis 8%
mehr als 8%
 Abstimmen