16.11.2012 16:24
Bewerten
 (0)

Chef von Euro-Rettungsfonds sieht Fortschritte in Krisenländern

    BERLIN (dpa-AFX) - Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, sieht Erfolge bei der Rettung der Krisenländer in der Währungsunion. "Die Probleme werden abgebaut", sagte Regling am Freitag in Berlin. In den Problemländern stiegen Exporte, die Lohnstückkosten und Leistungsbilanzdefizite gingen zurück. Es gehe schon jetzt in die richtige Richtung: "Die Strategie funktioniert, und wir kommen da raus", sagte Regling. "Es tut sich überall etwas in Südeuropa."

 

     Dies bedeute aber nicht, dass die Anpassung beendet sei. Irland wäre ohne den Rettungsschirm nicht mehr in der Euro-Zone, Griechenland sei ein Sonderfall. Ein Austritt der Problemländer aus der Währungsunion würde richtig teuer für die anderen Euro-Staaten und zu Verelendung auch in Griechenland führen.

 

    Ein anderes Bild zeichnete beim Führungstreffen Wirtschaft der "Süddeutschen Zeitung" der Ökonom Hans-Werner Sinn. Der Chef des Münchner Ifo-Instituts bescheinigte lediglich Irland Fortschritte. Er habe nichts gegen Liquiditätshilfen an Krisenländer, sagte Sinn: "Ich befürchte aber in Wahrheit Konkursverschleppung." Das Hinausschieben der Lösungen verschlimmere die Probleme nur.

 

    Sinn sprach sich unter anderem für Schuldenschnitte im großen Umfang für die Krisenländer aus. Bei Ländern, die nicht wettbewerbsfähig sind, müsse über einen Austritt aus der Euro-Zone nachgedacht werden. Aus Sicht des Ifo-Chefs werden gemeinsame Staatsanleihen der Euro-Länder, sogenannte Eurobonds, nächstes oder übernächstes Jahr kommen - "wenn Frankreich in die Krise rutscht"./wn/sl/DP/jkr

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

träger

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?