04.06.2013 16:08
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Chef von Kabel Deutschland flirtet mit Mobilfunkern

   KÖLN--Inmitten wieder aufgeflackerter Spekulationen um eine Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone flirtet nun der Vorstandsvorsitzende des Kabelnetzbetreibers mit der Mobilfunk-Branche. Kabelnetzbetreiber seien für Mobilfunkunternehmen interessante Assets, meinte Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein. "Mit der steigenden Bedeutung mobiler Datennutzung merken die Mobilfunker, dass sie leistungsfähige Netze brauchen, um die Datenmengen abzuführen," sagte von Hammerstein am Dienstag auf der Branchenmesse ANGA COM in Köln.

   Der Chef der Kabel Deutschland Holding AG wollte sich aber nicht dazu äußern, ob Vodafone tatsächlich beim größten deutschen Kabelnetzbetreiber vorstellig geworden ist.

   Das Wall Street Journal Deutschland hatte am Montag unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet, dass Vodafone die mindestens 6,3 Milliarden Euro schwere Übernahme von Kabel Deutschland wieder auf dem Radar hat. Entsprechende Pläne gab es bereits zu Jahresbeginn, sie wurden aber auf Eis gelegt, nachdem sie an die Öffentlichkeit gelangt waren.

   Viele Analysten hatten den Deal Mitte Mai abgeschrieben, als Vodafone bekannt gegeben hatte, von der Telekom schnelle Breitband-Internet-Leitungen anmieten zu wollen.

   Die Vereinbarung mit der Telekom löst das Problem mit den steigenden Datenmengen aber nur teilweise, meinte ein Branchenkenner, gerade im Geschäftskundenbereich explodiere der Bedarf an Bandbreite. Ursache dafür ist nicht zuletzt die Cloud: Unternehmen lagern Daten in Rechenzentren, um auf sie im Büro wie von unterwegs zugreifen zu können.

   Vodafone ist der weltweit zweitgrößte Mobilfunkanbieter nach China Mobile. Der Konzern ist in Europa, den USA, Afrika und dem Nahen Osten aktiv. Allerdings macht den Briten die wirtschaftliche Schwäche in Europa zu schaffen, wo der Konzern einen Großteil seines Umsatzes erzielt. Kabel Deutschland ist mit 14 Millionen Abonnenten Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber.

   Vodafone-Chef Vittorio Colao hat immer wieder gesagt, an der Marktkonsolidierung in Europa teilnehmen zu wollen, von großen Akquisitionen hat er aber bislang abgesehen. Letztes Jahr haben die Briten den Aktionsradius auf ihrem Heimatmarkt mit der Übernahme von Cable & Wireless Worldwide für gut 1 Milliarde Britische Pfund erhöht. Vodafone ist im Heimatmarkt seitdem kein reiner Mobilfunkanbieter mehr, sondern ist auch im Festnetzgeschäft aktiv. Auch in Deutschland hat Vodafone ein Festnetz, bleibt mit etwas mehr als 3 Millionen Breitband-Internet-Kunden allerdings hinter der Deutschen Telekom und United Internet zurück.

   Im Rest Europas ist Vodafone jedoch fast ausschließlich Mobilfunkanbieter. Wenn der Konzern seinen Kunden also Pakete aus Mobilfunk, Fernsehen und Internet anbieten will, muss er auf die Leitungen der Konkurrenten zurückgreifen.

   Interesse an Kabel Deutschland wird auch Liberty Global nachgesagt. Dem US-Kabelkonzern, der vom Medienmogul John Malone kontrolliert wird, gehört in Deutschland schon Unitymedia KabelBW, die Nummer 2 der Branche hierzulande.

   Dessen CEO Michael Fries sagte auf der ANGA COM, dass es für ihn keinen Sinn ergebe, dass die Kabelindustrie in Deutschland zur Fragmentation gezwungen werde, während Konkurrenten wie Telekom und Vodafone im ganzen Land operierten.

   Jedoch wollte auch Fries nicht sagen, ob Liberty Global Kabel Deutschland übernehmen wolle oder im Falle einer Vodafone-Offerte ein Gegenangebot plant.

   Liberty Global hat unlängst in Großbritannien Mitbewerber Virgin Media für 15 Milliarden Pfund übernommen und sich in den Niederlanden einen Anteil am Konkurrenten Ziggo gesichert.

   Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@wsj.de

   DJG/apr/mgo

   (END) Dow Jones Newswires

   June 04, 2013 09:38 ET (13:38 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 38 AM EDT 06-04-13

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