17.12.2012 05:59
Bewerten
 (0)

Cromme lehnt Rücktritt als ThyssenKrupp-Chefaufseher ab

Chefaufseher will bleiben: Cromme lehnt Rücktritt als ThyssenKrupp-Chefaufseher ab | Nachricht | finanzen.net
Chefaufseher will bleiben

ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme lehnt trotz der Milliardenverluste beim größten deutschen Stahlkonzern persönliche Konsequenzen kategorisch ab.

Er werde nicht zurücktreten, sagte Cromme dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Ich bin keiner, der vor Verantwortung wegläuft." Unterstützung bekam der 69 Jahre alte Chefaufseher erneut von ThyssenKrupp-Patriarch Berthold Beitz. Cromme und ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger hätten sein Vertrauen, bekräftigte Beitz im "Spiegel".

   Die Aktionärsvereinigung DSW hatte in der vergangenen Woche eine "offene Diskussion auch über die Rolle von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme" verlangt. Die DSW, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, will Vorstand und Aufsichtsrat bei der nächsten Hauptversammlung nur dann entlasten, "wenn die notwendige Transparenz geschaffen wurde". Das Aktionärstreffen ist für den 18. Januar in Bochum geplant.

   Mit Blick auf das Milliardendebakel beim Bau von Stahlwerken in Brasilien und den USA räumte Cromme im "Spiegel" zwar ein, als Aufsichtsrat ständig informiert worden zu sein. "Nur hat sich jetzt gezeigt, dass viele Informationen über Jahre hinweg deutlich zu optimistisch waren und sich später als falsch herausgestellt haben", sagte Cromme.

  Der Chefaufseher verteidigte die Entscheidung des Kontrollgremiums, dass drei Vorstände und damit der halbe Vorstand vorzeitig ihren Posten räumen. Der Aufsichtsrat habe damit den Weg für einen Neuanfang unter ThyssenKrupp-Chef Hiesinger ebnen wollen.

     Der Essener Stahlkonzern muss ein Rekordminus von fünf Milliarden Euro für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011/2012 (30. September) verkraften. Hintergrund sind vor allem die massiven Verluste beim Bau der Stahlwerke. Nachdem der Konzern bereits im vorigen Geschäftsjahr 2,1 Milliarden Euro abschrieb, kamen nun weitere 3,6 Milliarden hinzu. Cromme sprach von Fehlern im Projektmanagement, von denen der Aufsichtsrat bis zum Jahr 2008 vom zuständigen Vorstand nicht informiert worden sei. "Wir bekamen immer nur die Information, dass alles in bester Ordnung sei", sagte Cromme dem "Spiegel".

    Neben den Verlusten machen ThyssenKrupp Kartellvorwürfe zu schaffen. Dabei geht es um unerlaubte Absprachen im Edelstahlsektor, bei Rolltreppen und bei Schienen. In Bezug auf die Kartellvorwürfe sagte Cromme: "Vieles von dem, was hochkam, regt mich wahnsinnig auf. Vor allem, weil der Aufsichtsrat wirklich alles unternommen hat, um solche Verstöße zu verhindern." Dazu zähle auch der Schritt, Hiesinger von Siemens an die Spitze von ThyssenKrupp geholt zu haben. "Einen Kulturwandel schaffen Sie nur durch Leute von außen."

 Besorgt zeigt sich dem "Spiegel" zufolge auch der Chef der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz. "Was ich fühle, ist eine große Enttäuschung über die eingetretene Entwicklung", habe der 99-Jährige auf Anfrage dem Magazin mitgeteilt. Auf die Frage, ob Cromme und Hiesinger sein Vertrauen hätten, habe Beitz knapp mit "Ja" geantwortet. Dem "Handelsblatt" hatte Beitz zuvor gesagt: "Cromme bleibt". Cromme und Hiesinger seien ein gutes Gespann.

 Cromme gilt als designierter Nachfolger von Beitz für den Vorsitz in der Krupp-Stiftung. Sie ist mit gut 25 Prozent der Anteile wichtigster Aktionär des Dax-Konzerns und hat maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik.

    ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: ThyssenKrupp AG

Nachrichten zu Siemens AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Siemens AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.02.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
15.02.2017Siemens Equal weightBarclays Capital
15.02.2017Siemens buyCitigroup Corp.
14.02.2017Siemens OutperformBNP PARIBAS
13.02.2017Siemens buyBaader Bank
15.02.2017Siemens buyCitigroup Corp.
14.02.2017Siemens OutperformBNP PARIBAS
13.02.2017Siemens buyBaader Bank
08.02.2017Siemens buyUBS AG
03.02.2017Siemens kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
15.02.2017Siemens Equal weightBarclays Capital
08.02.2017Siemens Equal weightBarclays Capital
07.02.2017Siemens Equal-WeightMorgan Stanley
02.02.2017Siemens Equal-WeightMorgan Stanley
02.02.2017Siemens NeutralOddo Seydler Bank AG
17.02.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
07.02.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
01.02.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
20.01.2016Siemens UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen -- Gerüchte über Fusion von Sprint und T-Mobile US beflügeln Telekom-Aktie -- Covestro, Kraft Heinz, Unilever im Fokus

TOTAL und OMV sollen helfen: Der Iran hat bei der Ölförderung Großes vor. Schweizerische Nationalbank gibt erneut Milliarden für stabilen Franken aus. Umstrukturierung von Saudi Aramco könnte Riesen-Börsengang verzögern. Borussia Dortmund kann Ergebnis und Umsatz deutlich steigern. Facebook kommt bald auch im Fernsehen - Direktangriff auf YouTube.
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So haben sich Apple, SAP, Zalando und Co. entwickelt
Jetzt durchklicken
Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Wer verzeichnet den höchsten Umsatz?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern ist die Korruption besonders hoch
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Die USA fordern von ihren Nato-Verbündeten, wie vereinbart 2 Prozent ihres BIP für das Militär auszugeben. Sollte Deutschland deshalb seine Verteidigungsausgaben erhöhen??
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
GAZPROM PJSC (spons. ADRs)903276
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
Allianz840400
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Unilever N.V.A0JMZB
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
BMW AG519000
BASFBASF11
Siemens AG723610
Covestro AG606214
TeslaA1CX3T