Ausländer sollen leichter A-Aktien kaufen können
China testet die weitere Öffnung seiner Aktienmärkte. Die Regierung plane testweise weitere ausländische Investoren auf dem streng reglementierten Markt für A-Aktien zuzulassen. Das berichten mehrere chinesische Medien am Dienstag übereinstimmend.
A-Aktien werden in Renminbi (RMB) gehandelt. Ursprünglich waren sie chinesischen Investoren vorbehalten. Seit 2002 dürfen einige wenige 'qualifizierte' institutionelle Investoren aus dem Ausland (qualified foreign institutional investor, QFII) mit A-Aktien handeln.
Künftig sollen mehr ausländische Investoren in den Markt für A-Aktien investieren können. Dies könnte 50 Millionen RMB (rund sechs Millionen Euro) an ausländischem Kapital in das Reich der Mitte spülen.
Auf dem Asian Financial Forum, das derzeit in Hongkong stattfindet, sagte der Chef der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde, Shang Fulin, die Regulatoren planten ein so genanntes „Mini-QFII“-Programm. Demnach sollen Investoren über den Umweg eines Fonds oder Brokers aus Hong Kong in A-Aktien investieren können. Damit will Peking auch die Kooperation mit dem Finanzplatz Hongkong verstärken. Shang nannte keinen konkreten Termin für den Test. Analysten gehen jedoch davon aus, dass das Programm Anfang Februar, wenn das chinesische Neujahrsfest stattfindet, offiziell angekündigt wird.
China will seine Währung zunehmend als internationale Reservewährung etablieren. Allerdings ist der RMB stark reguliert. Zum einen ist er an den Dollar gekoppelt und Schätzungen zufolge um bis zu 30 Prozent unterbewertet. Zum anderen ist der Zugang zur Währung stark eingeschränkt. Bislang dürfen außerhalb von China nur in Hong Kong Finanzgeschäfte in RMB abgewickelt werden.
Das Asian Financial Forum wird von der Regierung von Hong Kong und dem Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ausgerichtet. Das Gipfeltreffen der Finanzbranche in Asien findet zum vierten Mal statt.
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