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Hongkong 06.07.2011 (www.emfis.de) Singapurs staatliche Investment-Holding Temasek hat in erheblichem Umfang Anteile an zwei börsennotierten chinesischen Großbanken abverkauft.
Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtete, stieß die Gesellschaft
Aktien der
Bank of China für 18,84 Milliarden HK$ oder umgerechnet rund 2,4 Milliarden
Dollar ab. Daneben wurden Anteile an der
China Construction Bank für 9,4 Milliarden HK$ abgegeben. An letzterem Institut verfüge Temasek jetzt noch über einen Anteil von rund 6 Prozent. Die Aktienpakete seien über Block-Sales an den Markt gebracht worden, wobei die Nachfrage nach den Anteilen robust gewesen sei.
Sind China-Bankbeteiligungen zu riskant?Beobachtern zufolge dürften die Paket-Verkäufe in Zusammenhang mit den jüngsten Sorgen über Problemkredite stehen, die die Banken in den vergangenen Jahren an chinesische Provinz-Regierungen vergeben haben. Daneben wird vermutet, dass Temasek den Anteil des Finanzsektors am Gesamtportfolio generell zurückfahren will. Die Holdinggesellschaft hatte sich 2005 an den IPOs der beiden China-Banken beteiligt. In die Bank of China wurden seinerzeit 3,6 Milliarden Dollar und in die China Construction Bank über eine Milliarde Dollar investiert.
In Hongkong gaben Bank of China angesichts dessen bisher 3,6 Prozent auf 3,72 HK$ ab, China Construction Bank gingen um 3,1 Prozent nach unten auf 6,28 HK$.