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aktualisiert: 12.02.2010 23:13

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China-Sorgen: DAX und Dow Jones im Minus, Techwerte fest ins Wochenende -- ThyssenKrupp wieder mit Gewinn -- VW: Absatzsprung im Januar -- freenet, Ford, Motorola, Infineon im Fokus


Chinas Geldpolitik belastet DAX & Co. Euro rutscht ab. Buffett erhöht Anteil an Munich Re. US-Verbraucherstimmung trübt sich ein.Deutsches BIP stagniert in Q4. Michelin brechen die Gewinne weg. LEONI schreibt wie erwartet rote Zahlen. Carl Zeiss Meditec: Schwacher Jahresstart. Erneuter Sesselwechsel bei SAP. Einbruch der Steuereinnahmen im Januar? Opel-Sanierungspläne vor EU-Prüfung. Agilent toppt Erwartungen. Q-Cells verliert nach Analystenkommentar.

Termine vom 12.02.10:
- D: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Dezember
- D: BIP 4. Quartal
- EU: Industrieproduktion Dezember
- EU: BIP 4. Quartal
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar
- Carl Zeiss Meditec: Quartalszahlen
- Michelin: Quartalszahlen
- Eni: Quartalszahlen
- Ingersoll Rand: Quartalszahlen
- Jetter: Quartalszahlen
- REpower: Quartalszahlen
- ThyssenKrupp: Quartalszahlen

DAX geht auf Vortagesniveau ins Wochenende
Nach zunächst deutlichen Gewinnen im frühen Handel drehte die Stimmung am deutschen Aktienmarkt im Handelsverlauf. Die Gewinne bröckelten, die Indizes schlugen zunächst unterschiedliche Richtungen ein, am Nachmittag standen die Zeichen in Gänze auf rot. Dabei hatten sich die Marktteilnehmer nach den Hilfszusagen für Griechenland zunächst erleichtert gezeigt und waren vermehrt in den Handel eingestiegen. Offenbar genügten die Hilfszusagen für das südeuropäische Land den Anlegern nicht, zumal wenig Konkretes zu vernehmen war. Darüber hinaus wirkten sich auch Nachrichten aus China belastend aus: Die chinesische Zentralbank hat den Satz für Einlagen, die bei der Notenbank zu halten sind, zum 25. Februar um 0,50 Prozentpunkte angehoben. Der abermalige Zinsschritt nach oben wurde am Markt mit dem gestiegenen Kreditvolumen begründet. Am Nachmittag halfen stärker als erwartet gestiegene US-Einzelhandelsumsätze nur kurzzeitig aufwärts, die schlechter als erwartet ausgefallene US-Verbraucherstimmung sorgte im Anschluss wieder für fallende Kurse.
Zusätzlicher Gegenwind für den deutschen Aktienmarkt kam hierzulande auch von Konjunkturseite: Am Morgen wurde das deutsche BIP veröffentlicht, das im vierten Quartal überraschend stagnierte. Dies wirkte sich im frühen Handel kaum aus, wurde am Mittag aber doch negativer bewertet.
Auf Unternehmensseite zog am heutigen Freitag der Stahlriese ThyssenKrupp das Hauptaugenmerk der Anleger auf sich - der Konzern hat wieder schwarze Zahlen geschrieben. Auch der Halbleiterkonzern Infineon Technologies stand unter Beobachtung, nachdem die Aktionärsrevolte um die Besetzung des Aufsichtsratsvorsitz auf der gestrigen Hauptversammlung gescheitert war. Darüber hinaus hatten LEONI und Carl Zeiss Meditec Zahlen vorgelegt, die mehrheitlich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren.

Der Leitindex DAX stieg mit einem Plus von 0,93 Prozent bei 5.550,45 Punkten in den Handelstag ein und setzte sich damit weiter über der 5.500er-Marke fest, die am Vortag nur knapp verteidigt werden konnte. Der Leitindex musste seine Tageshöchststände zwar hinter sich lassen, konnte im Anschluss aber dank positiver US-Konjunkturdaten deutlichere Gewinne einfahren. Später rutschte der DAX allerdings mit negativen Vorzeichen von der Wall Street ins Minus. ThyssenKrupp verhinderte ein deutlicheres Abrutschen des Gesamtmarktes - der Gewinnsprung im vierten Quartal wurde von den Anlegern positiv aufgenommen. Letztlich schloss der DAX mit einem marginalen Abschlag von 0,1 Prozent auf Vortagesschlussniveau bei 5.500 Punkten.


Der TecDAX konnte zum Start unterdessen ein Plus von 0,6 Prozent auf 785 Indexpunkte vorweisen. Doch auch der Techwerteindex musste im Verlauf Abschläge hinnehmen. Größter Verlierer war Q-Cells nach einer Herabsetzung des Kurszieles sowie des Ratings von Analystenseite. freenet stützte mit Aufschlägen den Gesamtmarkt. Die Führungsebene hatte für 2010 eine deutliche Anhebung der Dividende in Aussicht gestellt. Das Aktienbarometer ging mit 781 Zählern und damit auf dem Schlussstand von Donnerstag aus dem Handel.

22:30 Uhr: US-Börsen mit uneinheitlichem Wochenausklang
Belastet durch neuerliche Nachrichten rund um die restriktive Geldpolitik von China haben die US-Börsen am Freitag einen volatilen Handelstag hingelegt, der uneinheitlich endete. Obwohl am Vortag noch die angekündigten Hilfen für Griechenland Kauflaune an die Parketts in New York brachten, machte sich diesbezüglich am Freitag wieder etwas Unsicherheit breit.
Belastend wirkten sich zudem enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten aus: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar 2010 verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So sank der Gesamtindex auf 73,7 Punkte. Volkswirte waren von einem Anstieg auf 75,0 Punkte ausgegangen. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Dezember 2009 einen Rückgang aus. Laut US-Handelsministerium lagen die Lagerbestände um 0,2 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.
Gut kamen Nachrichten von Motorola an. Der Technologiekonzern will seine Aufspaltung nun doch offensiv angehen und sich im ersten Quartal 2011 in zwei unabhängige, börsennotierte Gesellschaften aufspalten. Dies wurde mit Kursgewinnen belohnt.
Am Montag findet an den US-Parketts feiertagsbedingt kein Handel statt, so dass sich die Wall Street uneinheitlich in ein langes Wochenende verabschiedete.
Der Dow Jones verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 10.100,43 Punkte und konnte sich damit von seinen Tagestiefstständen nach vorn arbeiten. Die Technologiebörse Nasdaq Composite schaffte es nach schwachem Start sogar ins Plus und gewann am Freitag 0,28 Prozent auf 2.183,53 Zähler hinzu.

21:06 Uhr: Bovespa stockt bei CME auf
Die brasilianische Börse Bovespa hat ihre Beteiligung an dem US-Konkurrenten CME aufgestockt. Wie am Freitag bekannt wurde, halten die Lateinamerikaner statt wie bislang 1,8 Prozent nun fünf Prozent. Dafür wurden 620 Millionen Dollar investiert, was den Gegenwert der Beteiligung auf rund eine Milliarde US-Dollar anhob.

20:42 Uhr: Ford für 1. Quartal zuversichtlich
Der Autobauer Ford geht davon aus, dass sich die Nachfrage nach Fahrzeugen des Unternehmens im ersten Quartal stabil halten wird. Fords Vice President für Marketing und Verkauf, Ingvar Sviggumm, hofft dabei auch auf die immer noch bestehenden Abwrackprämnien auf einzelnen Märkten. Die anziehende Konjunktur reduziere das Risiko, dass der Markt im Gesamtjahr einbrechen wird, so der Manager weiter.

17:21 Uhr: US-Öllagerbestände steigen
In den USA sind die Öllagerbestände in der vergangenen Woche erneut gestiegen. Die Rohöllagerbestände sind um 2,4 Millionen Barrel auf 331,4 Millionen Barrel geklettert, teilte das US-Energieministerium mit. Die Benzinbestände erhöhten sich ebenfalls.

17:05 Uhr: Buffett erhöht Anteil an Munich Re
Der US-Investor Warren Buffett hat den Aktien-Anteil an der Munich Re auf mehr als fünf Prozent ausgebaut. Laut dem im DAX notierten Rückversicherer hielt der Investor am 4. Februar 5,073 Prozent der Stimmrechte.

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Kommentare zu diesem Artikel

xse schrieb:
12.02.2010 11:21:35

wir haben keinen selbsttragenden aufschwung, die kreditkrise kommt.

Tom schrieb:
12.02.2010 09:22:11

Das ist Deutschland, immer den Yankees hinterher. Für mich ist der nächste Crash vorgezeichnet, das BIP sehe ich nicht als überraschend an. Der private Konsum wird sinken, der LEH in Deutschland sieht für 2010 keinen Aufwärtstrend, die Automobilhersteller werden alt aussehen usw...

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12.02.10ThyssenKrupp AG
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Wirtschaft

DatumWirtschaft
12.02.10
DE; Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Dezember
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DE; Schlachtungen und Fleischerzeugung 2009
12.02.10
08:00: DE; Schnellmeldung BIP 4. Quartal
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08:45: FR; Beschäftigung 4. Quartal
12.02.10
10:00: IT; BIP 4. Quartal
12.02.10
11:00: EU; Industrieproduktion Dezember
12.02.10
11:00: EU; BIP 4. Quartal
12.02.10
15:55: US; Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar
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