15.01.2013 06:06
Bewerten
 (0)

China könnte bei Altmaiers Energiewende-Club mitmachen

    ABU DHABI (dpa-AFX) - Bei dem von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) geplanten Club der Energiewendestaaten könnte auch der derzeit größte Klimasünder China mitmachen. "Wir haben eine exzellente bilaterale Zusammenarbeit mit China und die werden wir in Zukunft auch weiter ausbauen", sagte Altmaier am Montagabend nach einem ersten Gespräch mit sieben Staaten über die Grundlagen eines solchen Vorreiter-Bündnisses in Abu Dhabi. An dem Treffen nahmen neben China auch Großbritannien, Frankreich, Südafrika, Tonga, Marokko und Dänemark teil. Allerdings wurde Stillschweigen und Vertraulichkeit über die konkreten Verabredungen vereinbart. In den nächsten Wochen sollen die konkreten Teilnahmebedingungen nun festgezurrt werden.

 

    Altmaier verteidigte das Schweigen - auch zu Knackpunkten wollte er sich nicht äußern. Die Minister und Vertreter der anderen Staaten verließen ebenfalls wortlos das Treffen in einem Restaurant. Er sei doch "mit dem Klammerbeutel gepudert", wenn er aus vertraulichen Gesprächen Details nennen würde, betonte Altmaier. Zuvor hatte China mit Deutschland bereits eine Absichtserklärung zu einer stärkeren Kooperation beim Ausbau erneuerbarer Energien unterzeichnet und so Bereitschaft für mehr Zusammenarbeit gezeigt. Das Land leidet derzeit auch wegen vieler Kohlekraftwerke unter starkem Smog.

 

    "Es gab ein vertrauliches Abendessen mit Ländern aus allen wesentlichen Regionen der Welt, die beim Ausbau erneuerbarer Energien vorangehen", sagte Altmaier. "Ich bin optimistischer denn je, dass es uns gelingen kann, das Thema erneuerbare Energien weltweit gemeinsam voranzubringen." Er wies die Befürchtung zurück, dass das Ganze nur ein Plauderrunde werde. Der Club würde parallel zur internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) arbeiten, zu deren Vollversammlung Vertreter von 136 Staaten in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kamen. Daher gilt es, mögliche Interessenkonflikte mit IRENA-Mitgliedern zu vermeiden.

 

    "Es geht auch darum, dass wir hier neue Märkte erschließen und unsere Industrien in diesem Bereich unterstützen", betonte Altmaier. Sein Ziel sei, dass sich besonders wichtige Länder mit dem Club diesem Thema noch mal besonders stark verschreiben.

 

    Der Grünen-Energiepolitiker Hans-Josef Fell sagte am Rande der Konferenz, es sei eine wichtige Botschaft, dass sich China stärker engagieren wolle. "Der Energiesektor ist der Hauptemittent von Kohlendioxid". Erneuerbare Energien seien daher der entscheidende Ansatz im Kampf gegen den Klimawandel. "Sie sind heute schon oft günstiger als Kohle und Atom bei Neuinvestitionen", sagte Fell, der in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz unter Rot-Grün mit erarbeitet hatte. "Wenn man sieht, dass die Klimaschutzverhandlungen nicht vorankommen, dann kann es eine gute Aktion sein." Es sei wichtig, die Abhängigkeit von Kohle und Öl zu beenden, sagte Fell./ir/DP/zb

 

Nachrichten zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

E.ON Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX um Nulllinie -- Asiens Börsen schließen uneinheitlich -- IBM erneut mit weniger Umsatz -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen sieht US-Geldpolitik auf Kurs

Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Commerzbank CBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Bayer BAY001
E.ON SE ENAG99
Nordex AG A0D655
Apple Inc. 865985
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Deutsche Lufthansa AG 823212
Siemens AG 723610
Tesla A1CX3T
Facebook Inc. A1JWVX