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Peking 18.11.2011 (www.emfis.de) In China sind die Verkaufspreise neuer Wohnungen erstmals in 2011 zurückgegangen. Der Durchschnitts-Preis in den 70 erfassten Städten verringerte sich im Oktober gegenüber September um 0,2 Prozent. Gleichzeitig ging auch die Preissteigerung im Jahresvergleich auf nur noch 2,8 Prozent zurück, nachdem sich im September noch ein Anstieg um 3,5 Prozent ergeben hatte. Im Monatsvergleich sanken die Preise in 33 der erfassten 70 chinesischen Großstädte; in 23 weiteren Städten blieben die Preise auf Vormonats-Niveau.
Gleichzeitig soll die Bankenaufsicht die chinesischen Banken angewiesen haben, die Vergabe riskanter Kredite an die Immobilienwirtschaft zurückzufahren. Die Behörden sollen angeblich mit deutlich steigenden Kreditanfragen rechnen, da sich der Wohnungssektor merklich abkühle, und somit den Finanzbedarf der Baukonzerne anwachse. Daneben hätten die Regierungsverteter angemahnt, auch weniger Kredite an komunale Baugesellschaften auszureichen und bestehende Kreditportfolios zügig zu restrukturieren. Diese Maßnahme dürfte sich ebenfalls negativ auf die Immobilienbranche auswirken.
Triumph für Peking
Peking bemüht sich bereits seit Jahren, den inflationstreibenden Immobilienpreisanstieg in den Großstädten durch verschiedene Maßnahmen einzudämmen. Die neuesten Entwicklungen legen nahe, dass die Drosselungsbemühungen der Regierung jetzt zu greifen beginnen. Gleichzeitig scheint die Führung noch nicht gewillt zu sein, ihren Druck auf die Branche bereits wieder zu verringern.
Banken- und Immobilienwerte gehörten an der
Börse Hongkong angesichts dessen heute zu den größten Verlierern. ICBC verbilligten sich um 3,1 Prozent und
Bank of China ebenfalls um 3,1 Prozent;
Bank of Communications knickten um 3,9 Prozent ein.
China Resources Land wiederum rutschten um 4,0 Prozent und China Overseas Land um 5,2 Prozent ab.