11.03.2013 10:29
Bewerten
 (0)

Chinas Wirtschaft startet durchwachsen ins neue Jahr

    PEKING/FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Reihe chinesischer Konjunkturdaten vom Wochenende deuten darauf hin, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt durchwachsen ins neue Jahr gestartet ist. Für die beiden Monate Januar und Februar meldete das nationale Statistikbüro bei der Industrieproduktion den geringsten Zuwachs seit mehr als drei Jahren. Zu Beginn des Jahres wuchs die Produktion um 9,9 Prozent und damit so schwach wie seit Oktober 2009 nicht mehr. In einer Analyse vom Montag erkannten Volkswirte der Unicredit in den Konjunkturdaten Hinweise, dass sich Chinas Wirtschaft "insgesamt bescheiden, ungleichmäßig und immer noch fragil erholt".

    Experten hatten zuvor mit einem stärkeren Wachstum der Industrieproduktion von 10,6 Prozent gerechnet. In der gesamten zweiten Jahreshälfte 2012 war die Produktion in der chinesischen Wirtschaft mit einer Rate von 10,0 Prozent oder knapp darüber gewachsen.

    Während die Produktion weiterhin nicht richtig in Schwung kommt, ist die Inflation in China im Februar überraschend stark gestiegen. Die Statistikbehörde in Peking meldete am Wochenende eine Teuerungsrate von 3,2 Prozent. Volkswirte hatte nach einem Januar-Wert von 2,0 Prozent mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent gerechnet. Die Nahrungsmittelpreise legten sogar um sechs Prozent zu. Der Anstieg wurde vor allem mit dem chinesischen Neujahrsfest erklärt, das 2012 im Januar und diesmal im Februar gefeiert wurde.

    Der Erzeugerpreisindex fiel im Februar hingegen um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. China will die Inflation in diesem Jahr höchstens auf 3,5 Prozent steigen lassen, wie die Regierung auf der laufenden Tagung des Volkskongresses in Peking mitgeteilt hatte.

    Wegen der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest hatte die Statistikbehörde die Daten für Januar und Februar zusammengefasst veröffentlicht. Die chinesischen Konjunkturdaten vom Wochenende seien zumeist enttäuschend ausgefallen, hieß es weiter von der Unicredit. Auch der Umsatz im Einzelhandel sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Positiv konnten indes Zahlen zu den Anlageinvestitionen überraschen. Sie stiegen so stark wie seit einem Jahr nicht mehr./jkr/bgf

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX mit Verlust -- Varoufakis tritt zurück -- Merkel: Keine Basis für Verhandlungen über neue Griechenland-Hilfen -- Euklidis Tsakalotos könnte neuer griechischer Finanzminister werden

EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen. Freudensprung nach Ende des Dauerstreiks bei der Deutschen Post. Noyer: Griechen-Schulden bei EZB können nicht umgeschuldet werden. Klares Nein der Griechen zu Sparvorgaben der Gläubiger. ifo-Präsident Sinn rät zur raschen Einführung der Drachme.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Diese Aktien stehen bei Hedgefonds ganz oben

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?