NEW YORK (dpa-AFX) - Die staatlich gestützte
Citigroup besorgt sich frisches Geld. Sie verkauft ihre Immobilientochter und zapft den Kapitalmarkt an. Die Immobiliensparte Citi Property Investors geht nach mehreren Medienberichten vom Mittwoch an den Finanzinvestor Apollo Management. Die 65 Gebäudekomplexe in 26 Ländern sind mit 12,5 Milliarden
Dollar (9 Mrd Euro) in den Büchern der US-Großbank bilanziert. Die Schulden abgezogen, liegt der Wert nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg noch bei 3,5 Milliarden Dollar.
Weitere bis zu 2 Milliarden Dollar will sich die Citigroup laut Bloomberg über die Ausgabe von neuen Anleihen beschaffen. Nachdem sich die Lage an den Finanzmärkten beruhigt hat, sind Investoren wieder bereit, den Banken ihr Geld zu leihen. Die Investoren dürfen sich dafür auf einen satten Ertrag von rund 9 Prozent freuen. Die Citigroup muss deshalb so tief in die Tasche greifen, weil sie zu den Verlierern der Finanzkrise gehört, was ein höheres Risiko für die Geldgeber bedeutet.
Der Staat hatte die Bank in der Krise mit 45 Milliarden Dollar stützen müssen und ist mit 27 Prozent immer noch der größte Anteilseigner. Über Spartenverkäufe und eine Kapitalerhöhung hat die Citigroup einen Teil ihrer Schulden bereits getilgt. Branchenkenner erwarten in den kommenden Monaten weitere Verkäufe. Die Citigroup teilt dieses Schicksal mit dem einst weltgrößten Versicherungskonzern American International Group (AIG) (American International Group), der sich ebenfalls von Filetstücken trennen muss, um seine Rechnung beim Steuerzahler zu begleichen./das/DP/wiz