19.02.2013 09:51
Bewerten
(2)

Finanzaufsicht: Deutsche Banken noch nicht aus dem Schneider

Commerzbank & Co.: Finanzaufsicht: Deutsche Banken noch nicht aus dem Schneider | Nachricht | finanzen.net
Commerzbank & Co.
DRUCKEN
Die deutschen Banken sind nach Einschätzung der Finanzaufsichtsbehörde Bafin trotz der jüngsten Entspannung noch nicht über dem Berg.
Das Vertrauen unter den Banken sei derzeit von einer "fragilen Stabilität" geprägt, sagte Raimund Röseler, oberster Banken-Aufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) dem "Handelsblatt" (Dienstag). "Es herrschen nicht mehr per se Misstrauen und Angst am Markt, aber das hängt entscheidend von der Entwicklung der Staatsschuldenkrise ab." Wenn sie sich zuspitzen sollte, wirke sich das auch auf die Banken aus.

  Er sieht dabei Sorgenkinder in jedem Sektor des deutschen Bankensystems - also bei den Privatbanken, den Sparkassen und dem Genossenschaftsbereich. Die Branche sei wegen der gesunkenen Margen unter Druck - daher müssten die Institute aber auch der Staat alles auf den Prüfstand stellen. "Die Banken und die Aufsicht müssen ein viel stärkeres Gewicht auf die Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen legen", sagte er. "Nicht jede Bank wird mehr in allen Geschäftsfeldern erfolgreich sein. Banken müssen bereit sein zu schrumpfen, wenn sie überleben wollen."

   Sorge bereitet dem Aufseher, dass es einige Banken wegen der niedrigen Margen bei der sogenannten Fristenkongruenz nicht mehr so genau nehmen. Diese goldene Bankregel bezeichnet ein gesundes Verhältnis der Laufzeiten von Schulden und Einlagen. "Einzelne Banken betreiben massive Fristentransformation", sagte er. "Manche Institute fahren da einen hießen Reifen." Die Aufsicht habe dies aber genau im Blick und zum Teil schon reagiert. "Schon die Ankündigung, dass wir beispielsweise mit Kapitalaufschlägen reagieren werden, hat zu einer Mäßigung geführt", sagte er.

     Deutschland ist in puncto Fristenkongruenz ein gebranntes Kind. Der Sündenfall Hypo Real Estate (HRE) hatte diese nicht befolgt: Ihre Refinanzierung von langfristigen Krediten durch kurzfristige Einlagen war einer der Hauptgründe für den Zusammenbruch der HRE. Zum Beispiel hatte die HRE langfristige Immobiliendarlehen teilweise sogar Wochen- oder Monatsbasis über den Geldmarkt refinanziert. Als dieser infolge der Lehman-Pleite im Herbst 2008 zusammengebrochen ist und die kurzfristigen Zinsen in die Höhe geschossen sind, ist das Geschäftsmodell implodiert. Die Bank musste mit Milliarden von der Regierung gerettet werden und ist seitdem komplett verstaatlicht.

    DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Bildquellen: Commerzbank AG
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.11.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
21.11.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
20.11.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
20.11.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
16.11.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
16.11.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
14.11.2017Deutsche Bank buyHSBC
26.10.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
26.10.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
26.10.2017Deutsche Bank buyequinet AG
21.11.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
20.11.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
16.11.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
10.11.2017Deutsche Bank Equal-WeightMorgan Stanley
03.11.2017Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
21.11.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
20.11.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
16.11.2017Deutsche Bank UnderperformMacquarie Research
27.10.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
26.10.2017Deutsche Bank SellS&P Capital IQ

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Roboter, Geräte mit künstlicher Intelligenz und automatisierte Maschinen sind bereits Teil unseres Lebens. Wie Anleger mit ETFs in diese Megatrends investieren können, erläutert Patrick Doser von BlackRock im "Webinar for professionals" am 27. November.
Hier zum "Webinar for professionals" anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Wall Street im Feiertag -- thyssenkrupp übertrifft Erwartungen -- Jim Rogers: "Bitcoin riecht nach Investment-Blase" -- MorphoSys, Software AG im Fokus

Commerzbank erwartet im DAX für 2017 eine Dividendensumme in Rekordhöhe. Rovio-Aktie bricht zweistellig ein: "Angry-Birds"-Erfinder enttäuscht mit Quartalsverlust. EZB verzichtete auf Enddatum für Anleihekäufe. CTS darf Konzertveranstalter Four Artists nicht übernehmen.

Top-Rankings

Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2017
Welches Geschenk liegt am häufigsten unter dem Baum?
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
KW 46: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Sind Sie in Bitcoins investiert?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
AIXTRON SEA0WMPJ
Daimler AG710000
BP plc (British Petrol)850517
BYD Co. Ltd.A0M4W9
EVOTEC AG566480
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
GeelyA0CACX
CommerzbankCBK100
Infineon AG623100
thyssenkrupp AG750000
Siemens AG723610