21.12.2012 08:40
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Commerzbank will Staatshilfe vorerst nicht zurückzahlen - Zeitung

   Die Commerzbank hat vorerst keine Pläne, die Staatshilfe zurückzuzahlen. "Wir werden die stille Einlage des Bundes verzinsen, daher gibt es auch keinen Druck sie zurückzuzahlen", sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing der Süddeutschen Zeitung. Die stille Einlage sei ohnehin nur bis Ende 2017 als Eigenkapital anerkannt. Spätestens dann mache sie ökonomisch keinen Sinn mehr.

   Der Bund hatte der Commerzbank in der Finanzkrise eine milliardenschwere Hilfe gewährt und sich gleichzeitig mit gut 25 Prozent an der Bank beteiligt. Aktuell hält der Staat noch eine stille Einlage im Wert von rund 1,6 Milliarden Euro, den Großteil hatte Deutschlands zweitgrößte Bank im Jahr 2011 abgelöst.

   Blessing schloss aus, weitere Filialen aufzulösen. "Weitere Filialschließungen würden unsere Kosten kurzfristig kaum senken." Allerdings sei man in Gesprächen mit dem Betriebsrat wegen flexiblerer Arbeitszeiten. Das könnte den drohenden Arbeitsplatzabbau mildern. Wie viele Stellen das retten könnte, wollte Blessing nicht beziffern.

   In den vergangenen Monaten wurde darüber spekuliert, dass bei der Commerzbank Tausende Stellen wegfallen könnten. Die Bank hatte sich dazu bei der Vorlage ihrer neuen Strategie im November nicht geäußert. Das größte Sorgenkind der Frankfurter ist das Privatkundengeschäft. Das soll nun umgebaut werden, insgesamt soll eine Milliarde Euro investiert werden. Seit der Übernahme der Dresdner Bank wurden über 300 Filialen zusammengelegt. Derzeit gibt es noch etwa 1.200 Filialen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/kla/bam

   (END) Dow Jones Newswires

   December 21, 2012 02:10 ET (07:10 GMT)

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