Von Nico Schmidt
DETROIT--Der Automobilzulieferer Continental richtet sich nach dem Rekordjahr 2012 auf einen holprigen Jahresstart ein. Es sei davon auszugehen, dass das erste Quartal schwierig sein werde, weil sich die Geschäfte in Europa weiter schwach entwickelten, sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer in einem Interview.
In den ersten drei Monaten 2013 rechnet Schäfer mit einem Rückgang der Automobilproduktion auf dem alten Kontinent um 10 bis 12 Prozent. Im Vorjahr sei die schwache Entwicklung in Europa noch durch deutliche Zuwächse in den Vereinigten Staaten kompensiert worden, in den USA seien die Vorjahreszahlen aufgrund der hohen Basis aber immer schwerer zu toppen, sagte Schäfer.
Im Jahresverlauf wird sich die Nachfrage in Europa nach Aussage Schäfers allerdings erholen, so dass am Jahresende ein Minus von nur rund 2 Prozent zu Buche schlagen wird. Da die Automobilproduktion in den USA weiter leicht wachsen werde und in China um voraussichtlich 8 bis 10 Prozent zulege, werde es global gesehen 2013 Wachstum geben.
Schäfer bekräftigte, dass die globale Automobilproduktion um insgesamt 2 bis 3 Prozent zulegen wird. Contis Geschäft werde angesichts der großen Probleme in Europa vor allem in der zweiten Jahreshälfte wachsen.
Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um mehr als sieben Prozent auf 32,7 Milliarden Euro. Der Lieferant von Reifen und Autoelektronik hatte letzten Sommer 32,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Von den Erlösen sind 10,7 Prozent als um Sonderposten bereinigter Gewinn vor Zinsen und Steuern hängengeblieben, nach 10,1 Prozent im Vorjahr.
Für 2013 erwartet Continental ein nicht ganz so starkes Umsatzwachstum von rund 5 Prozent auf mehr als 34 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Rendite soll weiterhin über 10 Prozent liegen, wie Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart ankündigte.
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January 14, 2013 07:45 ET (12:45 GMT)
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