Zürich (aktiencheck.de AG) - Die schweizerische Großbank Credit Suisse Group AG (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) meldete am Donnerstag, dass sie im vierten Quartal einen Verlust ausweisen musste und die Erwartungen klar verfehlt hat. Dabei war der Berichtszeitraum geprägt durch Restrukturierungskosten und Belastungen aufgrund des Rückzugs aus Geschäftsbereichen und der beschleunigten Reduktion risikogewichteter Aktiven nach Basel III.
Der den Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich demnach auf 637 Mio. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Reingewinn von 841 Mio. CHF in der Vorjahresperiode. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 446 Mio. CHF ausgegangen. Der Vorsteuerverlust (Kernergebnis) betrug 998 Mio. CHF (Vorjahr: +1,31 Mrd. CHF). Er enthält negative Auswirkungen von insgesamt 981 Mio. CHF als Folge von Restrukturierungskosten von 414 Mio. CHF aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen sowie Belastungen von 567 Mio. CHF aufgrund des Rückzugs aus Geschäftsbereichen und der Reduktion risikogewichteter Aktiven im Anleihengeschäft im Investment Banking.
Die den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalrendite lag bei -7,7 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent) und der verwässerte Reinverlust pro Aktie belief sich auf 0,62 CHF. Die Kernkapitalquote (Tier 1) gemäß Basel 2.5 lag per Ende des vierten Quartals 2011 bei 15,2 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent).
Die Aktie der Credit Suisse Group notiert aktuell bei 24,48 CHF (-2,97 Prozent). (09.02.2012/ac/n/a)