Zürich (aktiencheck.de AG) - Die schweizerische Großbank Credit Suisse Group (
Credit Suisse Group (CS Group) (N)) wurde von einem Schiedsgericht in New York dazu verurteilt, Schadensersatz in Millionenhöhe an STMicroelectronics N.V. (ISIN NL0000226223/ WKN 893438), Europas größten Halbleiterhersteller, zu zahlen.
Wie die Financial Industry Regulatory Authority (Finra), die Selbstregulierungsbehörde der US-Wertschriftenhändler, bekannt gab, muss die Bankgesellschaft dem Schiedsspruch zufolge eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 406 Mio. Dollar für den Kauf wertloser Wertpapiere an STMicroelectronics leisten.
Der schweizerische Halbleiterkonzern hatte Credit Suisse vorgeworfen, für sie statt staatlich gesicherter Studentenanleihen ohne seinen Auftrag sogenannte Auction Rate Securities (ARS) gekauft zu haben. Dies sind langfristige Anleihen, deren Zinssatz in kurzen Abständen bei Auktionen festgesetzt wird. Der Markt für ARS ist während der Finanzkrise zum Erliegen gekommen. Das Schiedsgericht der Finra hat nun entschieden, dass die Credit Suisse die inzwischen wertlosen ARS wieder zurücknehmen und Schadensersatz leisten muss.
Die Schweizer Bankgesellschaft teilte am Montag mit, man sei mit dem Schiedsspruch nicht einverstanden und behalte sich juristische Schritte vor.
Die Aktie von Credit Suisse schloss in Zürich bei 31,20 Schweizer Franken (-4,94 Prozent). Papiere von STMicroelectronics notierten in Paris zuletzt bei 4,37 Euro (-0,46 Prozent). (16.02.2009/ac/n/a)