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20.12.2011 10:42

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Fresenius Medical Care im Minus - kassiert Umsatzprognose

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Fresenius Medical Care im Minus - kassiert Umsatzprognose
Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care hat seine Umsatzprognose kassiert. Die Aktie notiert am Dienstag leichter.

BAD HOMBURG/FRANKFURT (Dow Jones)--Der starke US-Dollar macht dem DAX-Konzern einen Strich durch die ambitionierten Ziele für das Jahr 2011. Die Erlöse dürften 1% bis 2% unter der Zielmarke von 13 Mrd USD liegen. Das strahlt auch auf die Umsätze der Mutter Fresenius aus, nicht aber auf deren Ergebnis, das am oberen Punkt der Prognosespanne liegen soll.

   Fresenius Medical bilanziert in Dollar. Da aber unter anderem auch Kosten in Dollar gebucht werden, sind die Effekte von Währungsschwankungen auf der Ergebnisseite nicht ganz so stark.

   Spekulative Anleger hatten zuletzt immer heftiger gegen den Euro gewettet. An den Derivatebörsen in den USA setzten sie darauf, dass die Schuldenkrise in der Eurozone die Gemeinschaftswährung zum Dollar weiter auf Talfahrt schickt.

   Den Gewinnausblick für das fast abgelaufene Jahr bekräftigte der Bad Homburger DAX-Konzern am Dienstag, sieht aber das Ergebnis nun am unteren Ende der Bandbreite von 1,070 Mrd und 1,090 Mrd USD. Zusätzliche Einmalaufwendungen aus Akquisitionen würden im laufenden Jahr belasten.

   Ganz unerwartet kommt die Prognosesenkung von FMC nicht. Bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal Anfang November war bereits klar, dass es für FMC schwierig werden könnte, die Ziele zu erreichen.

   Fresenius Medical hatte sich zum Ziel gesetzt, die Gewinnentwicklung in den letzen drei Monaten des Jahres noch zu beschleunigen, um damit auch die anspruchsvollen Jahresziele zu erreichen. Zwar wurde das Unternehmen weiter von der Einführung einer neuen Pauschalvergütung in den USA belastet. Kostensenkungen und die getätigten Zukäufen sollten aber das erhoffte Gewinnplus bringen, zeigte sich Vorstandsvorsitzender Ben Lipps seinerzeit optimistisch.

   Auf den Markt dürfte sich die Mitteilung kaum auswirken. "Profit- und Umsatzwarnung haben nur ein geringes Ausmaß", sagte ein Händler. Außerdem seien lediglich Währungseffekte für die Warnung verantwortlich. "Mit der Gefahr des Credit Crunch werden Anleger weiterhin auf Safe Havens setzen", so der Händler. Dazu zählt auch die Aktie von FMC.

   Die schlechter als erwartete Umsatzentwicklung bei FMC macht sich auch bei dem Mutterkonzern Fresenius SE bemerkbar. Der ebenfalls in Bad Homburg ansässige Konzern geht für 2011 nunmehr von einem Umsatzwachstum von leicht unter dem Ziel von 6% aus, käme damit gerundet aber immer noch auf den angepeilten Wert. Neben der schwächer als erwarteten Entwicklung bei FMC seien auch die Geschäfte bei Fresenius Vamed leicht schlechter gelaufen, hieß es. Dagegen lägen Fresenius Kabi und Helios "voll im Rahmen ihrer jeweiligen Prognose".

   Den Gewinn sieht Fresenius SE dagegen währungsbereinigt etwa 18% höher. Anfang November hatte das Unternehmen bereits seine ursprüngliche Prognose für das Ergebniswachstum von 15% bis 18% auf die obere Hälfte dieses Bereichs verbessert.

-von Stefanie Haxel, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/sha/kla (END) Dow Jones Newswires

   December 20, 2011 03:37 ET (08:37 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 37 AM EST 12-20-11

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