Aus Sicht der
Allianz ist die Finanzkrise noch nicht ausgestanden. "Möglicherweise kriegen wir als Finanzindustrie noch den einen oder anderen Schlag ab", sagte Finanzvorstand Oliver Bäte der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). 2010 könnte vom wirtschaftlichen Umfeld her möglicherweise sogar schwieriger werden als 2009. Die Finanzkrise habe sich in eine realwirtschaftliche Krise verwandelt, deren Auswirkungen mit zeitlicher Verzögerung zu Tage kämen. "Wir erwarten potenziell eine steigende Arbeitslosigkeit, außerdem gibt es Probleme mit der Nachhaltigkeit von Investitionen. Die Auftragslagen haben sich zwar gebessert, sie sind aber immer noch signifikant unter dem, was wir hatten."
Eine Prognose für den zu erwartenden Geschäftsverlauf der Allianz im kommenden Jahr wollte Bäte nicht geben. Auch für 2009 hatte der Versicherer keinen Ausblick gewagt. Einen Aktienrückkauf, wie ihn der Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) gestartet hat, wird es bei der Allianz vorerst ebenfalls nicht geben. "Derzeit geben unsere Aktionäre ganz klar das Feedback, dass ihnen Dividendenkontinuität wichtiger ist."
Wachsen will die Allianz laut Bäte in erster Linie organisch. "Wir haben zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine größeren Akquisitionen geplant, werden aber ein wachsames Auge auf den Markt haben."/she/tw