17.02.2013 09:06
Bewerten
 (0)

DAX: BIP-Zahlen schwach – nach vorne schauen!

EMFIS.COM - Die BIP-Zahlen fielen zwar in den südeuropäischen Ländern schwächer aus als erwartet, richtig überrascht ist man von dieser Meldung aber nicht wirklich. Vor allem in Italien gab es einen schweren Einbruch der Wirtschaftsleistung. Insgesamt sank das BIP der Eurozone im vierten Quartal um 0,6 Prozent. Im Schnitt hatten Volkswirte mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet. Der Blick richtet sich bereits wieder nach vorne.


Vorlaufindikatoren wieder positiv

Auch in Deutschland schrumpfte das BIP mit minus 0,6 Prozent etwas stärker als vorhergesagt. In Frankreich betrug das Minus dagegen nur 0,3 Prozent. Dennoch sollte man sich vom Blick zurück nicht täuschen lassen. Zumindest in Deutschland dürfte es im ersten Quartal wieder aufwärts gehen, darauf weisen die vorauslaufenden Indikatoren hin. Zudem sind die Euro-Ängste nicht mehr so stark wie noch im letzten Jahr verbreitet, was sich positiv auf die Investitionen auswirken sollte. Für die Euro-Zone insgesamt sind 2013 aber keine Wunderdinge zu erwarten. Die EU-Kommission erwartet ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.


Langsame Erholung am US-Arbeitsmarkt

Wenigstens vom US-Arbeitsmarkt kamen gute Nachrichten. So gab es mit 341.000 Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe weniger Anträge als vorhergesagt. Für viele US-Unternehmen hat sich die Nachfragesituation inzwischen verbessert, so dass kein Personalabbau mehr betrieben wird. Dies ist ein erster Schritt hin zu einem stärkeren Arbeitsmarkt, der dann in einem zweiten Schritt auch den wichtigen Konsum unterstützen wird. Für eine wirkliche Initialzündung der US-Wirtschaft reicht das aber noch nicht. Im Moment sehen wir nur eine langsame Erholung der US-Wirtschaft – aber wir sehen eine Erholung. In Japan ist davon noch nichts zu spüren, trotz der Geldschwemme der japanischen Notenbank. Das BIP sank im vierten Quartal überraschend um 0,1 Prozent – Japan verharrt in der Rezession. Nur einige Exportunternehmen wie Sony und Toyota hatten dank des schwächeren Yen positiv überrascht. Doch das sind im Moment noch Einzelfälle und zu wenige, um Japans Wirtschaft anzustoßen.


Fazit

Auch wenn die Kurse nach der Veröffentlichung der BIP-Zahlen einknickten, so dürfte dies nur temporärer Natur sein. Schon das erste Quartal wird in Deutschland wieder Wachstum bringen. In den USA setzt sich die zugegeben wenig dynamische Konjunkturerholung ebenfalls fort. Insgesamt bleiben die Voraussetzungen für steigende Kurse am Aktienmarkt intakt, nicht zuletzt auch, weil sich die Unternehmensgewinne im vierten Quartal angesichts des schwierigen Umfelds besser als erwartet entwickelten.



Erfolgreiche Investments wünscht

Ihr
Stefan Böhm

Chefredakteur DaxVestor

http://www.dax-vestor.de



Konkrete Empfehlungen für Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate sowie hochwertige Basiswissenserien. Testen Sie den DaxVestor: https://www.dax-vestor.de/abo.php
Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigem Plus -- US-Börsen im Minus -- Griechenland kommt Gläubigern entgegen -- Commerzbank mit überraschendem Gewinnsprung -- VW, Deutsche Bank, Nokia, Apple im Fokus

Sinn: Chance für Grexit 50:50. Commerzbank will mit Kapitalerhöhung 1,4 Milliarden Euro einsammeln. Klaus Schäfer wird Chef der neuen E.ON-Gesellschaft namens Uniper. VW vor großen Weichenstellungen - bleibt Piëch Eigner?. Russischer Oligarch lässt mit Klage gegen RWE nicht locker. olarworld schreibt rote Zahlen.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die schlechtesten Index-Performer

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

VW-Patriarch Piëch legt sein Aufsichtsratsmandat nieder. Hätten Sie damit gerechnet?