DAX & Co fest ins Wochenende -- Wall Street rettet sich ins Plus -- US-Arbeitsmarktdaten nur kurzer Schock -- Analysten treiben Deutsche Bank -- UPS hebt Prognose an - Post-Aktie profitiert
-JP: ESRI Frühindikator November
-D: Außenhandel November
-D: Einzelhandelsumsatz November
-D: Produktion prod. Gewerbe November
-GB: Erzeugerpreise Dezember
-EU: Arbeitslosigkeit November
-EU: BIP 3. Quartal
-USA: Arbeitslosenquote Dezember
-USA: Beschäftigte ex Agrar Dezember
-USA: Verbraucherkredite November
DAX & Co gehen fest ins WochenendeDie deutschen Anleger zeigten sich am letzten Handelstag der Woche in Kauflaune. Nach festem Start setzte sich der Aktienmarkt bei dünnen Handelsumsätzen in der Gewinnzone fest - viele Anleger wollten sich vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aber nicht eindeutig positionieren. Diese fielen am Nachmittag enttäuschend aus - Die US-Arbeitslosenquote hat im Dezember bei zehn Prozent gelegen, während die Zahl der Beschäftigten ohne Berücksichtigung der Landwirtschaft um 85.000 zurückgegangen war. Der deutsche Markt reagierte zunächst mit einem Kursrutsch, erholte sich im weiteren Verlauf aber wieder und konnte sich erneut in die Gewinnzone vorkämpfen, die auch bis zum Handelsende verteidigt wurde.
Auch auf Unternehmenseite standen kaum bewegende Nachrichten auf der Agenda. Daher waren es erneut Analysten, die die Kurse machten. Finanztitel profitierten von Hochstufungen durch die Experten - insbesondere bei der Deutschen Bank machte sich dies positiv bemerkbar, die Aktie eroberte im Leitindex die Spitze.
Der DAX stieg mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 6.029 Punkten in den Handel ein und setzte sich weiter über der 6.000er-Marke fest. Schlechter als erwartet ausgefallene Daten zum US-Arbeitsmarkt sorgten am Nachmittag zwischenzeitlich für Minuszeichen beim Leitindex, die 6.000er-Hürde fiel kurzzeitig, konnte im Verlauf aber zurück erobert werden. Hintergrund der erneut freundlichen Stimmung war die Anhebung der Gewinnprognose durch den US-Logistikkonzern UPS, der damit auch dem Konkurrenten Deutsche Post ins Plus und sogar auf ein neues 52-Wochenhoch verhalf. Am Ende rückten die Standardwerte um 0,3 Prozent vor und verabschiedeten sich bei 6.038 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX konnte die Gewinnzone fast durchgängig verteidigen. Mit Ertönen der Schlussglocke zog das Börsenbarometer 0,5 Prozent auf 863 Indexpunkte an.
22:30 Uhr: Wall Street rettet sich ins PlusDie US-Börsen haben sich nach durchwachsenem Handel schlussendlich doch noch mit Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Dabei kamen von Konjunkturseite mehrheitlich durchwachsene Meldungen. Besonders belastend wirkte sich die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aus. Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Dezember 2009 weiter verschlechtert. So schrumpfte die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 85.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen deutlich geringeren Stellenabbau um 8.000 Beschäftigte erwartet. Zudem verharrte die Arbeitslosenquote bei 10,0 Prozent. Volkswirte hatten dies antizipiert. Darüber hinaus wurde im Handelsverlauf bekannt dass die Lagerbestände im Großhandel im November saisonbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen sind. Marktbeobachter hatten zuvor mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels stiegen gegenüber dem Vormonat um 3,3 Prozent.
Auf Unternehmensseite stand der Logistikkonzern UPS im Fokus. Dieser hat die Gewinnprognose angehoben und ein weiteres Sparprogramm angekündigt. An den Parketts kam dies gut an. Zudem rückte abermals der US-Lebensmittelriese Kraft Foods in den Blick der Anleger, der Presseangaben zufolge in Erwägung zieht, seine Übernahmeofferte für den britischen Süßwarenhersteller Cadbury aufzustocken.
Der Dow Jones verzeichnete nach schwachem Start zum Handelsende ein Plus von 0,11 Prozent auf 10.618,19 Punkte. Die Nasdaq Composite rückte 0,29 Prozent auf 2.317,17 Punkte vor.
21:52 Uhr: US-Verbraucherkredite sinken im NovemberDas Volumen der US-Verbraucherkredite ist im November um 17,4 Mrd. Dollar gesunken. Dies teilte die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) am Freitagabend mit. Volkswirte hatten zuvor im Schnitt einen Rückgang um 3,9 Mrd. Dollar erwartet. Insgesamt sank das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite im November um 8,5 Prozent auf 2,464 Billionen Dollar.
17:52 Uhr: Ölpreise im RückwärtsgangDie Ölpreise haben am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Leichtes US-Öl gibt derzeit um 0,62 Prozent auf 82,09 US-Dollar je Barrel nach, die in Europa führende Nordseesorte Brent verbilligt sich um 56 Cents auf 80,82 US-Dollar. Experten führen die Tendenzen am Rohstoffmarkt auf die schwachen US-Arbeitsmarktdaten zurück. Dies bringt Nachfragesorgen zurück an den Markt.
17:49 Uhr: Trotz US-Arbeitsmarkt: Euro wieder unter 1,44Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro kann die zwischenzeitlich übersprungene Marke von 1,44 Dollar derzeit nicht mehr verteidigen. Aktuell liegt die Währung bei 1,4343 US-Dollar nur noch leicht im Plus. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten hatten für eine kurze Rallye am Devisenmarkt gesorgt, offenbar war der Schock aber nicht von Dauer.
17:24 Uhr: GM macht bei Saab-Abwicklung Druck US-Autobauer General Motors will seine schwedische Tochter Saab offenbar so schnell wie möglich loswerden. Der Konzern hat die Beratungsgesellschaft Alix Partner federführend mit der Abwicklung von Saab beauftragt, hieß es am Freitag. Noch immer gibt es aber Hoffnung für den Konzern, denn aktuell liegen drei Übernahmeangebote vor - darunter von dem niederländischen Sportwagen-Herstellers Spyker.



