DAX & Co. schließen im Plus -- Chrysler meldet Insolvenz an -- Krise trifft BASF und Dow Chemical -- Wacker Chemie: Gewinneinbruch -- Infineon tiefrot -- Motorola baut Verlust aus
Heute anstehende Termine:
- Japan: Industrieproduktion März
- USA: Persönliche Einkommen und Auslagen März
- USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- USA: Arbeitskosten 1. Quartal
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago April
- ARQUES Industries: Quartalszahlen
- BASF: Quartalszahlen
- Beiersdorf: Hauptversammlung
- Delticom: Quartalszahlen
- Deutsche Lufthansa: Quartalszahlen
- Deutsche Telekom: Quartalszahlen
- Dow Chemical: Quartalszahlen
- Fresenius Medical Care: Quartalszahlen
- Fresenius: Quartalszahlen
- Infineon Technologies: Quartalszahlen
- MAN: Quartalszahlen
- Motorola: Quartalszahlen
- Procter & Gamble: Quartalszahlen
Frankfurt: Pluszeichen zum langen Wochenende
Die Kauflaune der Anleger setzte sich auch am Donnerstag weiter fort - die Börsen in Frankfurt gewannen deutlich zu. Enttäuschende Meldungen vom Arbeitsmarkt wurden weitgehend ignoriert - die übliche Frühjahrsbelebung blieb aus. Erneut sorgten reihenweise Bilanzen für Bewegung am Frankfurter Parkett. Der Chemieriese BASF hat massiv unter der Krise zu leiden, was sich in einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im ersten Quartal manifestiert. Dennoch kauften sich Anleger in die Aktie ein. Auch bei dem LKW-Bauer MAN schlug die schwache Nachfrage auf die Bilanz durch, während die Geschäfte bei Fresenius und seiner Tochter Fresenius Medical Care gut liefen. Das Augenmerk der Anleger richtete sich darüber hinaus auf die Deutsche Telekom. Bei dem Bonner Konzern fand heute die Hauptversammlung statt, die nach der Gewinnwarnung der vergangenen Woche unter besonderer Beobachtung stand.
Der DAX stieg mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent in den Handel ein, baute seine Gewinne aber zwischenzeitlich kräftig aus. Der Leitindex setzte sich zunächst deutlich über der 4.700-er Marke fest und nahm sogar die 4.800-er Marke in Angriff. Letztlich stand ein Kursplus von 1,4 Prozent auf 4.769 Punkte an der Kurstafel.
Der TecDAX notierte mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf 590 Zähler ebenfalls erneut mit grünen Vorzeichen.
18:12 Uhr: Chrysler meldet Insolvenz an
Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler ist pleite. Dies bestätigte soeben US-Präsident Barack Obama. Der Konzern werde ein Verfahren mit Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts eröffnen. Der italienische Autohersteller Fiat steigt zudem zunächst mit 20 Prozent bei Chrysler ein. Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Einigung erzielt, teilte die US-Regierung weiter mit. Chrysler werde dafür weitere drei Milliarden Dollar an US-Staatshilfen erhalten.
16:14 Uhr: Chicago Einkaufsmanagerindex legt zu
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte für April 2009 einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 40,1 Punkte, nach 31,4 Punkten im Vormonat. Hierbei handelt es sich um die stärkste Zunahme seit 1983. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs auf 35,0 Punkte erwartet.
15:51 Uhr: Rückläufige Ölpreise drücken Exxon-Gewinn um die Hälfte
Der US-Ölriese Exxon Mobil hatte im ersten Quartal unter rückläufigen Ölpreisnotierungen zu leiden. Der Gewinn brach zum Jahresauftakt um rund die Hälfte auf 4,6 Milliarden Dollar ein. Auch die Erlöse gaben deutlich nach und sanken um 45 Prozent auf 64 Milliarden Dollar. Damit dürfte es unwahrscheinlich sein, dass der Konzern sein Rekordergebnis aus dem Vorjahr in 2009 erneut erreichen kann.
15:35 Uhr: Wall Street profitiert von Arbeitsmarktdaten
Die US-Börsen knüpfen an ihre positive Vortagesentwicklung an und steigen erneut mit Aufschlägen in den Handel ein. Dabei zeigen sich die Anleger insbesondere nach besser als erwartet ausgefallenen Daten vom US-Arbeitsmarkt in Kauflaune: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 14.000 auf 631.000 gesunken - Experten hatten mit einem Anstieg um 5.000 gerechnet. Gegenwind kommt unterdessen ebenfalls von Konjunkturseite: Die persönlichen Ausgaben sanken im März um 0,2 Prozent, während Volkswirte mit einem geringeren Rückgang gerechnet hatten. Auf Unternehmensseite rückt der Autobauer Chrysler in den Fokus. US-Medien zufolge, die sich auf das Weiße Haus berufen, beantragt der Konzern heute Insolvenz. Zudem sorgen einmal mehr Quartalsbilanzen für Bewegung. Motorola enttäuschte unter anderem mit seinem Zahlenwerk.
Der Dow Jones legt zum Handelsstart am Donnerstag 0,7 Prozent zu. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls freundlich erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet fest
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Plus von 0,7 Prozent in den Donnerstagshandel ein.
15:14 Uhr: US-Einkommen und Ausgaben gehen zurück
Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben wiesen im März 2009 einen Rückgang aus. So schrumpften die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent, während im Vormonat eine Abnahme um 0,2 Prozent verbucht worden war. Gleichzeitig fielen die persönlichen Konsumausgaben um 0,2 Prozent, wogegen sie im Vormonat um revidiert 0,4 (vorläufig: 0,2) Prozent zugelegt hatten.
14:53 Uhr: Medien: Chrysler geht in die Insolvenz
Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler wird Medienberichten zufolge Insolvenz beantragen. Diverse US-Medien berufen sich bei dieser Information direkt auf das Weiße Haus in Washington. Die Auswirkungen auf eine mögliche Kooperation mit dem italienischen Autobauer Fiat, der eine bereits erfolgte Einigung dementiert hat, bleiben unklar. Spekulationen zufolge würden die Italiener im Zuge des Insolvenzverfahrens zugreifen.



