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01.04.2010 10:28

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DAX-KONZERN

MAN bekräftigt Ziele für 2010 - Aktie unverändert

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Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Die Aktie notiert unverändert auf Vortagesniveau.

Beim ersten Auftritt auf einer Hauptversammlung als Vorstandschef stimmte Georg Pachta-Reyhofen die Aktionäre am Donnerstag in München aber auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. "MAN bleibt auch in der Durststrecke 2010 stabil und verlässlich", sagte der Manager, der seit Ende November an der Konzernspitze steht.

    Bei den Nutzfahrzeugen gebe es erste zaghafte Anzeichen für eine Erholung des Marktes. Das Geschäft werde 2010 aber auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Das erst im vergangenen Jahr übernommene Südamerikageschäft soll dagegen weiter wachsen. Die Geschäftszahlen der ersten Monate seien "sehr vielversprechend". Für die Sparten Turbo und Diesel stellt sich der Konzern auf einen moderaten Umsatzrückgang ein. Die Rendite soll dabei deutlich über 8,5 Prozent liegen. ROTE ZAHLEN 2009

    2009 hatte die wegbrechende Nachfrage den Münchnern die Bilanz verhagelt. Der Umsatz schrumpfte um 20 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Sonderbelastungen wegen Abschreibungen auf die Beteiligung am schwedischen Konkurrenten Scania sowie für die Aufklärung der Schmiergeldaffäre drückten das Ergebnis ins Minus. Unterm Strich fiel ein Fehlbetrag von 258 Millionen Euro an. "2009 war ein Ausnahmejahr für MAN", räumte Pachta-Reyhofen ein, der nach dem Rücktritt des früheren Vorstandschefs Hakan Samuelsson die Konzernführung übernahm. Auf operativer Ebene erwirtschaftete MAN ein Ergebnis von einer halben Milliarde Euro und erreichte damit eine Rendite von 4,2 Prozent.

    Trotz des angefallenen Verlusts sollen die Aktionäre für das vergangene Jahr eine Dividende von 25 Cent je Anteilsschein erhalten, nach 2,00 Euro im Vorjahr. Zudem will sich der Konzern verschiedene Instrumente zur Kapitalbeschaffung genehmigen lassen. Hierzu gehört die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, ein Vorratsbeschluss zur Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 188 Millionen Euro sowie zur Begebung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro.

    Die Entlastung des zurückgetretenen Vorstandschefs Samuelsson, des ehemaligen Finanzvorstands Karlheinz Hornung und dem früheren Nutzfahrzeugchef Anton Weinmann soll wegen der anhaltenden Ermittlungen vertagt werden. Als neues Aufsichtsratsmitglied soll der Einkaufsvorstand der VW-Tochter (Volkswagen St (VW)) Audi (AUDI), Ulf Berkenhagen, ins Gremium einziehen. Volkswagen ist mit knapp 30 Prozent einziger Großaktionär von MAN.

WEICHEN FÜR KÜNFTIGES WACHSTUM GESTELLT

    Für künftiges Wachstum sieht der Vorstandschef wesentliche Weichenstellungen vollzogen. Im Fokus stehe nun die Ausweitung der Geschäfte auf den globalen Märkten. Hierzu soll neben dem Brasiliengeschäft die Kooperation mit dem chinesischen Marktführer Sinotruk sowie das neue  Gemeinschaftsunternehmen mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall beitragen. Zudem erwartet das Unternehmen durch die Fusion der Sparten Diesel und Turbo zum neuen Geschäftsfeld "Power Engineering" jährliche Synergien von 60 Millionen Euro.

    Der eingeleitete Sparkurs soll nach Angaben von Pachta-Reyhofen fortgesetzt werden. Zu einer höheren Profitabilität solle auch eine verstärkte Baukasten- und Plattformstrategie beitragen. Sie ermögliche es, Komponenten über die internationalen Märkte hinweg einzusetzen und damit die Fahrzeuge einfacher den jeweiligen lokalen Gegebenheiten anzupassen.

    Am Etat für Forschung und Entwicklung werde aber nicht gespart, sondern er werde eher steigen, sagte Pachta-Reyhofen. Herausforderungen ergäben sich vor allem aufgrund der strengeren Umweltgesetzgebungen in allen Bereichen. Mit den beiden Säulen Nutzfahrzeuge und Power Engineering will sich der Dax-Konzern (DAX) künftig auf die Bereiche Transport, Energie und Umwelttechnik konzentrieren. (dpa-AFX)

Bildquellen: MAN SE 2009

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