02.02.2013 15:17
Bewerten
 (1)

DAX: Sind die Anleger zu optimistisch?

EMFIS.COM - So manchem Anleger wurde es offenbar etwas mulmig angesichts der Tatsache, dass die Kurse wieder Vorkrisenniveau erreicht haben, die Eurokrise jedoch immer noch nicht vollständig überwunden ist. So muss die Frage erlaubt sein, ob die Anleger zu optimistisch waren und/oder dies auch noch sind.


Die Risikowahrnehmung schwankt

Da hilft es, die Psychologie zu Rate ziehen, denn die Risiken der Eurokrise waren während der letzten Monate ja nicht verschwunden. Einzig in der Wahrnehmung der Anleger traten die Risiken einmal mehr, einmal weniger in Erscheinung. Fakt ist aber auch, dass die größten Risiken der Eurokrise – ein Auseinanderbrechen der Eurozone mit unkontrollierbaren Folgen – verhindert wurden. Fakt ist genauso, dass die Refinanzierungsbemühungen der Krisenstaaten deutliche Fortschritte gemacht haben. Italien beispielsweise kann sich zu solch niedrigen Zinsen Geld leihen, wie seit Oktober nicht mehr. Fakt ist aber auch, dass viele Länder der EU – nicht nur der Eurozone – sich immer noch in der Rezession befinden und unter hoher Arbeitslosigkeit leiden.


Risiko Währungsaufwertung

Für die Kurse an der Börse muss dies aber nicht schlecht sein, denn am Aktienmarkt wird die Zukunft gehandelt. In Italien hat Monti gute Arbeit geleistet, hier verunsichern im Moment noch die bevorstehenden Neuwahlen. In Spanien hat sich die Rezession im vierten Quartal stark bemerkbar gemacht, doch auch hier gibt es Signale für einen Aufschwung 2013. Auch Griechenland macht Fortschritte, wie auch Irland und Portugal. Nicht umsonst befindet sich der Euro deshalb wieder auf dem Vormarsch und das nicht nur gegen den Dollar, sondern auch in Relation zum Schweizer Franken. Doch gerade diese Stärke des Euro macht es der Wirtschaft in der Eurozone schwerer. Von der Europäischen Zentralbank ist im Moment keine Hilfe zur Schwächung des Euro zu erwarten. Doch man kann dieses Problem auch positiv umkehren. Rohstoffimporte, z. B. beim Öl, werden durch den starken Euro billiger.


Fazit

Die Anleger sind nicht zu optimistisch, denn die verhaltene Kursreaktion des Dax seit dem 4. Januar zeigt, dass am Aktienmarkt mitnichten eine überbordende Euphorie herrscht. Der langfristige Aufwärtstrend ist weiterhin intakt, kurzfristige Kurskorrekturen sind daher als normale technische Reaktionen einzustufen, die nicht überbewertet werden sollten. In Euroland, den USA und auch in Schwellenländern wie China schreitet die Konjunkturerholung, teils zwar nur langsam, voran. Die langfristigen Aussichten für Aktien bleiben daher gut.



Erfolgreiche Investments wünscht

Ihr
Stefan Böhm

Chefredakteur DaxVestor

http://www.dax-vestor.de



Konkrete Empfehlungen für Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate sowie hochwertige Basiswissenserien. Testen Sie den DaxVestor: https://www.dax-vestor.de/abo.php

Heute im Fokus

DAX startet mit kleinem Plus -- Asiens Börsen ziehen an -- Apple lädt zu Neuheiten-Präsentation am 9. September -- Facebook: Eine Milliarde Nutzer an einem Tag

Tariflöhne steigen sechsmal so stark wie die Verbraucherpreise. Russland vernichtet Lebensmittel für BMWs DTM-Rennteam. UBS zahlt 1,7 Mio Dollar nach Verstoß gegen US-Sanktionen. Informelle Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole. Postbank läuft sich für Börsengang warm. Fiat-Chef Marchionne führt Ferrari laut Insidern an die Börse.
Die niedrigsten Neuzulassungen

Wer brilliert in der Wirtschaftswelt?

Diese Firmen patentieren am meisten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Was verdient man bei Google?

Welcher Darsteller verdient am meisten?

Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?

Produkte von Google, die keiner kennt

Heute sind sie Milliardäre

mehr Top Rankings

Umfrage

Der deutsche Leitindex kann die Marke von 10.000 Punkten zum Wochenauftakt vorbörslich nicht mehr verteidigen. Wo sehen sie den DAX in einem Monat?