Die Fluglinie meldete rote Zahlen und begründete dies mit Flugausfällen aufgrund der Aschewolke aus Island. Nun will Lufthansa weiter an der Kostenschraube drehen. Am Vormittag verloren die Titel 3,24 Prozent auf 12,38 Euro und waren damit Schlusslicht im
Dax (
DAX), der zeitgleich um 0,64 Prozent auf 6.218,41 Punkte vorrückte. Am Vortag hatte das Lufthansa-Papier allerdings im Zuge der positiven Zahlen des Konkurrenten
Air France-KLM starke Kursgewinne verbucht. Daher dürften einige Marktteilnehmer die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen nutzen, sagte ein Händler.
Ungeachtet der Belastungen durch die Aschewolke liege das Betriebsergebnis der Fluggesellschaft für das abgelaufene Vierteljahr über den Markterwartungen, schrieb LBBW-Analyst Per-Ola Hellgren in einer aktuellen Studie. Zudem habe Lufthansa die Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt, was wohl bedeute, dass das operative Ergebnis am Ende bei rund 400 Millionen Euro liegen dürfte. Hellgren erhöhte daraufhin sein Kursziel von 14 auf 15 Euro. Er empfiehlt die Anteilsscheine weiterhin zum Kauf.
Jochen Rothenbacher, Analyst bei Equinet, sprach ebenfalls von soliden Zahlen, wenngleich das Betriebsergebnis auf Konzernebene etwas unter seinen Schätzungen liege. Im Passagiergeschäft hätten die Zahlen seine Erwartungen sogar deutlich verfehlt. Die neu formulierten Ziele für das diesjährige Betriebsergebnis seien jedoch klar positiv zu werten. Rothenbacher blieb vorerst bei seiner "Buy"-Einstufung mit Kursziel 14,50 Euro. (dpa-AFX)
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