DAX nach erfolgreicher Handelswoche kaum verändert -- Wall Street fest --US-Verbrauchervertrauen steigt -- VW: Absatzplus -- Motorola & RIM legen Streit bei -- BP, Goldman Sachs, GM, Swiss Re im Fokus
- FR: OECD Frühindikator April
- USA: Einzelhandelsumsatz Mai
- USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan Juni (vorläufig)
- USA: Lagerbestände April
- Advanta: Quartalszahlen
- Interhyp: Hauptversammlung
- Patheon: Quartalszahlen
- Sun International: Quartalszahlen
DAX schließt nach erfolgreicher Handelswoche kaum verändert Der deutsche Aktienmarkt fand am letzten Handelstag der Woche über weite Strecken keine klare Richtung und begab sich seitwärts. Die Anleger zeigten sich angesichts widersprüchlicher Signale und fehlender Impulse unentschlossen. Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro rutschte am Nachmittag wieder unter die Marke von 1,21 Dollar, was die Stimmung im späten Handel belastete. Zudem erwies sich ein Bericht der "Financial Times Deutschland" als bremsend, nach dem sich die Euroländer auf Notkredite für Spanien einstellen. Spanien hat infolge bereits eine Kreditanfrage dementiert. Auch aus den USA kamen durchwachsene Meldungen. Die US-Einzelhandelsumsätze sind unerwartet gefallen. Das US-Verbrauchervertrauen zog unterdessen deutlicher an, als erwartet.
Auf Unternehmensseite stand unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport im Fokus. Das Unternehmen hat sich bei Passagier- und Frachtzahl im Mai weiter erholt und konnte sogar ein Rekord-Frachtaufkommen erzielen. Darüber hinaus gab es kaum kursbewegende Nachrichten.
Der DAX stieg mit einem Plus von 0,35 Prozent bei 6.082,90 Punkten in den Handel ein. Im Anschluss pendelte der Leitindex wieder um die Nulllinie. US-Konjunkturdaten sorgten zwischenzeitlich für ein Auf und Ab, der Leitindex konnte aber keine klare Richtung einschlagen. Am Ende stand nach einer erfolgreichen Handelswoche ein leichter Abschlag von 0,14 Prozent auf 6.082,90 Punkte an den Kurstafeln.
Der TecDAX gewann zum Start 0,7 Prozent auf 759 Zähler und verteidigte die Gewinnzone im Verlauf weiter. Mit Ertönen der 764 Zählern aus der Handelswoche.
22:30 Uhr: US-Börsen: Fest ins WochenendeDie US-Börsen haben nach schwachem Start im Handelsverlauf am Freitag die Gewinnzone erobert und konnten mit leichten Gewinnen schließen. Dabei hatten die Anleger durchwachsene Konjunkturdaten zu verdauen: Laut Angaben des US-Handelsministeriums hat sich der Einzelhandelsumsatz in den USA im Mai unerwartet reduziert. Auf Monatssicht verringerten sich die Umsatzerlöse um 1,2 Prozent, wogegen sie im April um revidiert 0,6 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld hingegen einen Zuwachs um 0,2 Prozent prognostiziert. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen darüber hinaus im April 2010 einen Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. Gute Nachrichten kamen aus Michigan: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut der Universität Michigan im Juni 2010 verbessert. So lag der Gesamtindex im Berichtsmonat bei 75,5 Punkten. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 74,5 Punkten ausgegangen.
Die US-Börsenaufsicht sorgte darüber abermals für Schlagzeilen: Die SEC wirft dem Computerhersteller Dell eine fehlerhafte Buchführung vor. Außerdem rechnet die US-Bank Goldman Sachs nicht damit, die Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht kurzfristig ad acta legen zu können.
Des Weiteren könnte der Autobauer General Motors laut US-Finanzministerium noch in diesem Jahr an die Börse zurückkehren. Nachdem der Chiphersteller National Semiconductor für das vierte Quartal einen Gewinn vorgelegt hat, rückten zudem Wettbewerber in den Fokus.
Der Dow Jones ging 0,38 Prozent fester bei 10.211,07 Punkten aus dem Handel. Auch die Nasdaq Composite schloss fester und verbesserte sich um 1,12 Prozent auf 2.243,60 Punkte.
20:39 Uhr: Presse: VW ruft 16.000 Fahrzeuge zurückDer Autobauer Volkswagen steht Presseangaben zufolge vor einer massiven Rückrufaktion in den USA. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, habe das Unternehmen die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA über eine umfangreiche freiwillige Rückrufaktion informiert. Rund 16.000 Minivans müssen in die Werkstätten zurück, weil ein Problem mit der Verkabelung zu Kurzschlüssen führen könne.
17:20 Uhr: US-Daten lassen Euro zurückkommenDie Europäische Gemeinschaftswährung Euro kann die Marke von 1,21 Dollar am Freitagnachmittag nicht mehr verteidigen. Aktuell notiert die Währung bei 1,2055 US-Dollar und damit 0,45 Prozent unter dem Vortageswert. Hintergrund sind enttäuschend ausgefallene Einzelhandelsdaten aus den USA, die an den Devisenmärkten negativ aufgenommen werden.
16:07 Uhr: US-Lagerbestände steigenDie Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im April einen Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände im Berichtsmonat um 0,4 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,5 Prozent erwartet.
16:04 Uhr: US-Verbrauchervertrauen bessert sichDie Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni vorläufigen Zahlen zufolge verbessert. Nach einem Bericht der Uni Michigan lag der Gesamtindex bei 75,5 Punkten, während Volkswirte von einem Wert von 74,5 Punkten ausgegangen waren.



