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aktualisiert: 21.11.2009 00:39

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DAX schließt leichter -- US-Börsen im Minus -- VW & Porsche machen Weg für neuen Auto-Giganten frei -- Deutsche Bank: Renditeziel in Gefahr? -- Dell, Telekom, HOCHTIEF, Karmann im Fokus


Die deutschen Börsen schließen uneinheitlich. Wall Street mit moderatem Minus. Nokia vor Milliardenabschreibung? Sal. Oppenheim in Gesprächen über Spartenverkauf. Merck nach Erbitux-Rückschlag im Fokus. HOCHTIEF: Preisspanne für Tochter-IPO festgelegt. Dell-Gewinn bricht um die Hälfte ein. Foot Locker schreibt rot. Intuit besser als erwartet. Japans Leitzins bleibt unverändert. Deutsche Bahn offenbar vor Milliarden-Auftrag.

Heute anstehende Termine:
- D: Erzeugerpreise Oktober
- Japan: BoJ Ratssitzung
- D: Verfall Aktien-Optionen




Uneinigkeit in Frankfurt
Nach den deutlichen Verlusten vom Vortag herrschte am Freitag zunächst wieder positivere Stimmung am deutschen Aktienmarkt - die Börsen starteten trotz mehrheitlich schwacher Vorgaben mit Gewinnen. Auch im weiteren Verlauf dominierten grüne Vorzeichen das Bild in Frankfurt, am Mittag ließen die Indizes ihre Tageshöchststände aber hinter sich und rutschten ab. Schuld waren die schwachen Aussichten für den Handelsstart in den USA, die Futures ließen bereits auf rote Vorzeichen an der Wall Street schließen. Die Nachrichtenlage blieb am heutigen Freitag übersichtlich. Kursbewegende Meldungen standen weder von Unternehmens- noch von Konjunkturseite auf der Agenda. Auch der Optionsverfall an der Terminbörse konnte am Nachmittag keine Bewegung in den Handel bringen. Im Anlegerfokus stand der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank - Konzernchef Josef Ackermann sieht sein Renditeziel in Gefahr. Zudem hat der VW-Aufsichtsrat der Verschmelzung mit dem Sportwagenbauer Porsche endgültig zugestimmt. Daneben steigen die Wolfsburger beim insolventen Cabriofabrikanten Karmann ein.

Der DAX gewann zum Handelsstart 0,4 Prozent und hielt sich auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone. Nach einer zwischenzeitlichen Seitwärtsbewegung schrumpften die Gewinne, der Leitindex notierte folglich im Minus. Die Merck KGaA-Aktie geriet unter Druck und lastete auf dem Gesamtmarkt. Der Konzern hatte zuvor einen erneuten Rückschlag bei seinem Hoffnungsträger Erbitux hinnehmen müssen. Auch die Deutsche Bank bremste den Markt aus. An die Spitze im Leitindex setzte sich unterdessen erneut der Anteilsschein von K+S, der weiterhin von Spekulationen um einen Einstieg von Warren Buffett profitierte. Zum Börsenschluss büßte der DAX 0,7 Prozent auf 5.663 Punkte ein.

Der TecDAX startete ebenfalls fester in den Handelstag und konnte seine Gewinne im Verlauf zeitweise sogar etwas ausbauen. Der Technologiewerteindex verteidigte seine positiven Vorzeichen mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 762 Zähler.

22:30 Uhr: Moderate Abschläge an der Wall Street
Nach den zuletzt deutlichen Verlusten an den New Yorker Aktienmärkten gingen die wichtigsten Indizes am Freitag mit vergleichsweise moderaten Minuszeichen aus der Sitzung. Bereits zum Start hatten die Börsenampeln auf rot gestanden. Insbesondere drückte Dell auf die Performance. Der US-Computerhersteller bekam die schwache Marktsituation im dritten Quartal deutlich zu spüren und musste einen Gewinneinbruch um nahezu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert vermelden. Der Branchenriese blieb damit klar hinter den Erwartungen zurück. Auch der wieder erstarkte US-Dollar und die damit einhergehenden schwächeren Rohstoffmärkte trübten die Stimmung an den Parketts. Kursbewegende Daten von Konjunkturseite blieben am Freitag aus.

Der Dow Jones verzeichnete zu Beginn bereits einen Abschlag von 0,3 Prozent und pendelte sich im Verlauf auf rotem Terrain ein. Nach einem kurzen Aufbäumen gegen Handelsschluss verlor das Aktienbaromter letztlich moderate 0,1 Prozent auf 10.318 Indexzähler. Die Technologiebörse Nasdaq Composite ging mit einem Abschlag von 0,5 Prozent und damit 2.146 Punkten ebenfalls leichter ins Wochenende.

22:26 Uhr: Deutsche Börse AG übernimmt Need to Know News
Der Frankfurter Börsenbetreiber Deutsche Börse AG hat die Übernahme des US-Finanznachrichtenservices Need to Know News angekündigt. Eine entsprechende Vereinbarung ist bereits unterzeichnet worden. Für einen einstelligen Millionen-Dollar-Betrag inklusive einer erfolgsabhängigen Vergütung wird das Unternehmen zu einer 100-prozentigen Tochter des Deutsche Börse-Unternehmens MNI. Gemeinsames Ziel ist es, eine führende Rolle in der Lieferung von Echtzeitdaten für die wachsende Zahl der Marktteilnehmer mit automatisierten Handelsanwendungen einzunehmen.

19:27 Uhr: Porsche-AR macht Weg für VW frei
Der Aufsichtsrat des Sportwagenherstellers Porsche hat der Übernahme durch Volkswagen zugestimmt. Im Vorfeld hatte bereits der Aufsichtsrat der Wolfsburger die Fusionsverträge zwischen den beiden Autokonzernen abgesegnet und damit den Weg für einen neuen Auto-Giganten freigemacht. VW und Porsche hatten sich nach einem beispiellosen Übernahmekampf bereits im August in einer Grundlagenvereinbarung auf einen integrierten Autokonzern geeinigt.

17:03 Uhr: Kühne: Auch 2010 kein Gewinn bei Hapag-Lloyd
Der Miteigentümer Klaus-Michael Kühne erwartet bei der Reederei Hapag-Lloyd auch im kommenden Jahr keine Gewinne. "Meiner persönlichen Auffassung nach wäre es charmant, wenn sich Hapag-Lloyd später mit einer anderen großen Reederei zusammenschließen könnte", äußerte sich Kühne zur Zukunft des Konzerns gegenüber der „Welt am Sonntag“.

16:45 Uhr: Porsche tagt zur VW-Verschmelzung
Der Aufsichtsrat des Sportwagenbauers Porsche tagt aktuell zur Verschmelzung mit dem Autokonzern Volkswagen. Der VW-Aufsichtrat hat bereits endgültig zugestimmt. Es gilt als sicher, dass die Stuttgarter die Verträge für das Zusammengehen der beiden Konzerne ebenfalls absegnen werden.

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