DAX schließt nach Achterbahnfahrt im Plus -- Nokia senkt Prognose für Sparte -- FedEx Ausblick enttäuscht -- VW hebt Prognose an -- Lufthansa, Krones, Celesio, BP, RWE im Fokus
- JP: Dienstleistungsindex April
- JP: Bank of Japan (BoJ) – Monatsbericht Juni
- GB: Arbeitsmarktdaten Mai
- EU: Inflation (HVPI) Mai
- EU: Arbeitskostenindex 1. Quartal
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Erzeugerpreisindex Mai
- USA: Wohnbaubeginne Mai
- USA: Wohnbaugenehmigungen Mai
- USA: Kapazitätsauslastung Mai
- USA: Industrieproduktion Mai
- USA: EIA US-Öllagerbestände Woche
- FedEx: Quartalszahlen
- J. Sainsbury: Quartalszahlen
- Krones: Hauptversammlung
- Phoenix Solar: Hauptversammlung
- SOLON: Hauptversammlung
- Hamburger Hafen und Logistik AG: Hauptversammlung
DAX rettet PluszeichenDer Frankfurter Aktienmarkt eröffnete den Mittwochshandel zunächst mit festen Tendenzen. Grüne Vorgaben aus Asien und New York unterstützten die abflauenden Sorgen um die europäische Schuldenkrise. Im Verlauf ging der DAX jedoch auf Richtungssuche, deutliche Kaufimpulse blieben aus. Der Euro kehrte indes von seinen morgendlichen Gewinnen zurück und notiert schwächer - Risikoaufschläge spanischer Anleihen steigen erneut. Am Nachmittag sorgten schwache Zahlen zum amerikanischen Häusermarkt zunächst für Abschläge, während die Zahlen zur US-Industrieproduktion im Anschluss besser ausgefallen waren als erwartet, was den Börsen kurzzeitig wieder etwas auf die Beine half.
Auf Unternehmensseite stand RWE im Blick der Marktteilnehmer, nachdem der Finanzvorstand eine Kürzung der Dividende nicht ausschließt, falls die Bundesregierung die Einführung eine Brennelementesteuer beschließen sollte. Außerdem reißen die Hiobsbotschaften um den britischen Ölkonzern BP nicht ab. Die Ratingagentur Fitch hatte am Vorabend die Bonität des Konzerns um sechs Stufen auf BBB gesenkt - die zweitniedrigste Bonitätsstufe über Ramschniveau. Der Autokonzern Volkswagen hat unterdessen seine Jahresprognose aufgrund hoher Nachfrage in Westeuropa, China und Nordamerika angehoben.
Der DAX eröffnete die Sitzung zur Wochenmitte mit einem Kursplus von 0,5 Prozent bei 6.203 Zählern. Im Anschluss ging es mit dem Leitindex auf und ab, DAX-Anleger zeigten sich bei einem dünnen Handelsvolumen unentschlossen. Am Ende konnte das Börsenbarometer ein Plus von 0,3 Prozent auf 6.191 Punkte verteidigen.
Der TecDAX startete mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent auf 781 Punkte durch und setzte sich zunächst weiter in der Gewinnzone fest. Im Verlauf schrumpften die Pluszeichen, der Techwerteindex gab deutlicher nach. An der Kurstafel stand letztlich ein Minus von 0,3 Prozent auf 774 Zähler.
16:58 Uhr: US-Rohölbestände gestiegen In den USA sind die Rohöllagerbestände im Vergleich zur letzten Woche um 1,7 Millionen Barrel auf 363,1 Millionen Barrel gestiegen. Die Benzinbestände nahmen dagegen im gleichen Zeitraum um 0,6 Millionen Barrel ab und befinden sich nun auf einem Stand von 218,3 Millionen Barrel.
16:26 Uhr: ThyssenKrupp erhöht Stahlpreise Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp will seine Stahlpreise zum 1. Juli um rund 200 Euro je Tonne erhöhen. Hintergrund sind die drastisch gestiegenen Rohstoffkosten. Branchenkreise melden, dass der Stahlriese bereits zum Jahresbeginn seine Preise um 50 bis 60 Euro je Tonne erhöht habe.
15:47 Uhr: Nokia senkt Ausblick für SparteDer finnische Mobiltelefonhersteller Nokia hat seinen Ausblick für seine Sparte Devices & Services gesenkt. Der Konzern rechnet in dieser Sparte für das zweite Quartal nun nur noch mit einem Umsatz am unteren Ende oder leicht unter der bisherigen Planspanne von 6,7 bis 7,2 Milliarden Euro. Auch die operative Marge würde dementsprechend bei neun bis zwölf Prozent liegen. 9 bis 12 Prozent liegen.
15:40 Uhr: US-Industrieproduktion stärker als erwartetDie US-Industrieproduktion ist im Mai deutlich gestiegen. Der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger lag um 1,2 Prozent über seinem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Steigerung um 0,8 Prozent in Aussicht gestellt hatten.
15:35 Uhr: Schwacher Start an New Yorker BörseDie Wall Street hat zum Auftakt der Sitzung mit einer regelrechten Konjunkturdatenflut zu kämpfen. Weitgehend enttäuschende Daten zum US-Immobilienmarkt lassen die Kurse in New York vermehrt fallen. So sind weniger Baugenehmigungen sowie Wohnbaubeginne gezählt worden. Die Zahl der US-Hypothekenanträge ist in der vergangenen Woche daneben ebenfalls gefallen. Neben den zusätzlich veröffentlichten, gesunkenen US-Erzeugerpreisen, kann eine höher als prognostiziert gestiegene US-Industrieproduktion den Abwärtsdruck an den Märkten etwas bremsen. Ferner verschärft sich die Entwicklung an den spanischen Rentenmärkten weiter, was sich in erhöhten Risikoaufschlägen für Spaniens Staatsanleihen niederschlägt.
FedEx lässt auf Aktienseite Federn. Zwar hat der US-Logistikriese das letzte Quartal mit einem Gewinn abschließen können, der zudem noch über den Erwartungen der Analysten gelegen hat, dennoch enttäuschte der Konzern mit seinem verhaltenen Gewinnausblick für 2011 von 4,40 bis fünf Dollar je Aktie. Am Markt war bisher ein EPS von 5,07 Dollar erwartet worden.
Der Dow Jones verliert aktuell 0,4 Prozent auf 10.354 Punkte und rutscht damit unter die am Vortag errungene 10.400er-Marke. Die Nasdaq Composite dürfte ebenfalls schwächer beginnen.
15:30 Uhr: Dow Jones ausgebremst
Der US-Leitindex muss nach seiner Rallye vom Vortag zunächst einen Verlust von 0,6 Prozent auf 10.340 Punkte hinnehmen.


