DAX schließt trotz Portugal-Abstufung fest -- Euro deutlich unter Druck -- Korruptionsvorwürfe gegen Daimler -- Nintento, Wacker, General Mills, Adobe, ConocoPhillips, EADS im Fokus
Termine vom 24.03.10:
- ifo Geschäftsklimaindex
- D: Bauhauptgewerbe Januar
- Japan: Leistungsbilanz Februar
- EU: Auftragseingänge Industrie Januar
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Februar
- Agenixx: Jahresabschluss
- DOUGLAS: Hauptversammlung
- Deutsche Beteiligungs AG: Hauptversammlung
- Isra Vision: Hauptversammlung
- Kontron: Hauptversammlung
- LEONI: Jahresabschluss
- Q-Cells: Jahresabschluss
- Starbucks: Hauptversammlung
- Wacker Chemie: Jahresabschluss
DAX schließt trotz Portugal-Abstufung fest
Nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als könnte der deutsche Aktienmarkt seine positive Entwicklung vom Vortag fortsetzen, drehte die Stimmung im Handelsverlauf am Mittwoch. Auch der besser als erwartet ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex konnte nicht verhindern, dass der deutsche Aktienmarkt zwischenzeitlich deutlicher nachgab. Schuld war die US-Ratingagentur Fitch, die die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Portugals herabgestuft hat und zudem einen negativen Ausblick für das Land gegeben hat. Obwohl der Markt mit Entsprechendem gerechnet hatte, löste dies nach dem Griechenlandschock einen kurzfristigen Kursrutsch in Frankfurt aus - der DAX fiel deutlich unter 6.000. In Folge setzten allerdings wieder Erholungstendenzen ein, offenbar kam die Nachricht doch weniger überraschend, als es zunächst den Anschein hatte.
Weitere kursbewegende Daten von Konjunkturseite standen am Nachmittag aus den USA an und fielen durchweg durchwachsen aus. Dem hiesigen Aktienmarkt konnte dies aber kaum noch etwas anhaben.
Auf Unternehmensseite stand der Autobauer Daimler im Fokus, der von der US-Justiz mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert wird. Die Marktteilnehmer nahmen die Nachrichten zum Unternehmen aber verhältnismäßig gelassen auf. Zudem haben Q-Cells und Wacker Chemie einen Ausblick auf 2010 veröffentlicht und beide versprochen, wieder auf den Wachstumspfad zurück zu kehren.
Der DAX stieg mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 6.038,00 Punkten in den Handel ein, und konnte die Gewinnzone im Verlauf verteidigen. Nach einem zwischenzeitlichen Rutsch unter die 6.000-er Marke drehte der Leitindex am Nachmittag wieder auf und schloss mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 6.039,00 Punkten. Die erneuten Sparbemühungen des Börsenbetreibers Deutsche Börse kamen am Markt gut an und halfen der Aktie zu deutlicheren Aufschlägen.
Der TecDAX gewann zum Start unterdessen 0,9 Prozent auf 826 Zähler. Das Börsenbarometer konnte trotz Schwankungen die Gewinnzone verteidigen, am Ende reichte es für ein Plus von 0,7 Prozent auf 825 Zähler. Stützend wirken sich deutliche Aufschläge bei Q-Cells aus - der Konzern konnte mit seinem Ausblick überzeugen. Auch andere Solartitel gehörten zu den Gewinnern am Parkett.
17:03 Uhr: Euro weiter auf Talfahrt
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro setzt ihre Talfahrt auch am späten Mittwochnachmittag weiter fort. Derzeit büßt die Währung 1,08 Prozent auf 1,3346 US-Dollar ein, nachdem der tiefste Tagesstand bei 1,3329 USD markiert wurde. Der besser als erwartet ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex half der Währung nicht auf die Beine. Die Sorgen um eine Hilfe für Griechenland durch den IWF, insbesondere aber die Ratingabstufung von Portugal durch Fitch drücken auf die Stimmung am Devisenmarkt.
16:27 Uhr: CS zahlt Schadensersatz an STMicro
Die Schweizer Großbank Credit Suisse wurde zur Zahlung von Schadensersatz an den Halbleiterhersteller STMicroelectronics verurteilt. Demnach müssen die Schweizer 431 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Ein Gericht gab dem Halbleiterhersteller recht, dass CS für das Unternehmen statt staatlich gesicherter Studentenanleihen unerlaubt sogenannte Auction Rate Securities (ARS) gekauft hatte. Der Markt für ARS war während der Finanzkrise zusammengebrochen.
16:14 Uhr: Rohwedder stellt Insolvenzantrag
Der Automatisierungsspezialist Rohwedder ist zahlungsunfähig und wird noch im Laufe dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. "Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen, die notwendige Finanzierung sicherzustellen", hieß es demnach. Der Konzern hatte im Jahr 2009 tiefrote Zahlen geschrieben und sich daraufhin ein massives Sparprogramm verordnet.
15:52 Uhr: Öl-Lagerbestände steigen
Angaben des US-Energieministeriums zufolge sind die Rohöllagerbestände in den USA in der letzten Woche gestiegen. Demnach wurde ein Plus von 7,3 Millionen Barrel auf 351,3 Millionen Barrel verzeichnet. Die Benzinbestände sanken indes um 2,7 Millionen Barrel auf 224,6 Millionen Barrel.
15:48 Uhr: ConocoPhillips reduziert LUKoil-Anteile
Der US-Ölkonzern ConocoPhillips will sich offenbar von einem Teil seiner Beteiligung am russischen Konkurrenten LUKoil trennen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, soll die Hälfte der zehnprozentigen Beteiligung verkauft werden. Im Gegenzug soll unter anderem ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von fünf Milliarden Dollar aufgelegt werden.
- ifo Geschäftsklimaindex
- D: Bauhauptgewerbe Januar
- Japan: Leistungsbilanz Februar
- EU: Auftragseingänge Industrie Januar
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Februar
- Agenixx: Jahresabschluss
- DOUGLAS: Hauptversammlung
- Deutsche Beteiligungs AG: Hauptversammlung
- Isra Vision: Hauptversammlung
- Kontron: Hauptversammlung
- LEONI: Jahresabschluss
- Q-Cells: Jahresabschluss
- Starbucks: Hauptversammlung
- Wacker Chemie: Jahresabschluss
DAX schließt trotz Portugal-Abstufung fest Nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als könnte der deutsche Aktienmarkt seine positive Entwicklung vom Vortag fortsetzen, drehte die Stimmung im Handelsverlauf am Mittwoch. Auch der besser als erwartet ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex konnte nicht verhindern, dass der deutsche Aktienmarkt zwischenzeitlich deutlicher nachgab. Schuld war die US-Ratingagentur Fitch, die die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Portugals herabgestuft hat und zudem einen negativen Ausblick für das Land gegeben hat. Obwohl der Markt mit Entsprechendem gerechnet hatte, löste dies nach dem Griechenlandschock einen kurzfristigen Kursrutsch in Frankfurt aus - der DAX fiel deutlich unter 6.000. In Folge setzten allerdings wieder Erholungstendenzen ein, offenbar kam die Nachricht doch weniger überraschend, als es zunächst den Anschein hatte.
Weitere kursbewegende Daten von Konjunkturseite standen am Nachmittag aus den USA an und fielen durchweg durchwachsen aus. Dem hiesigen Aktienmarkt konnte dies aber kaum noch etwas anhaben.
Auf Unternehmensseite stand der Autobauer Daimler im Fokus, der von der US-Justiz mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert wird. Die Marktteilnehmer nahmen die Nachrichten zum Unternehmen aber verhältnismäßig gelassen auf. Zudem haben Q-Cells und Wacker Chemie einen Ausblick auf 2010 veröffentlicht und beide versprochen, wieder auf den Wachstumspfad zurück zu kehren.
Der DAX stieg mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 6.038,00 Punkten in den Handel ein, und konnte die Gewinnzone im Verlauf verteidigen. Nach einem zwischenzeitlichen Rutsch unter die 6.000-er Marke drehte der Leitindex am Nachmittag wieder auf und schloss mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 6.039,00 Punkten. Die erneuten Sparbemühungen des Börsenbetreibers Deutsche Börse kamen am Markt gut an und halfen der Aktie zu deutlicheren Aufschlägen.
Der TecDAX gewann zum Start unterdessen 0,9 Prozent auf 826 Zähler. Das Börsenbarometer konnte trotz Schwankungen die Gewinnzone verteidigen, am Ende reichte es für ein Plus von 0,7 Prozent auf 825 Zähler. Stützend wirken sich deutliche Aufschläge bei Q-Cells aus - der Konzern konnte mit seinem Ausblick überzeugen. Auch andere Solartitel gehörten zu den Gewinnern am Parkett.
17:03 Uhr: Euro weiter auf TalfahrtDie Europäische Gemeinschaftswährung Euro setzt ihre Talfahrt auch am späten Mittwochnachmittag weiter fort. Derzeit büßt die Währung 1,08 Prozent auf 1,3346 US-Dollar ein, nachdem der tiefste Tagesstand bei 1,3329 USD markiert wurde. Der besser als erwartet ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex half der Währung nicht auf die Beine. Die Sorgen um eine Hilfe für Griechenland durch den IWF, insbesondere aber die Ratingabstufung von Portugal durch Fitch drücken auf die Stimmung am Devisenmarkt.
16:27 Uhr: CS zahlt Schadensersatz an STMicroDie Schweizer Großbank Credit Suisse wurde zur Zahlung von Schadensersatz an den Halbleiterhersteller STMicroelectronics verurteilt. Demnach müssen die Schweizer 431 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Ein Gericht gab dem Halbleiterhersteller recht, dass CS für das Unternehmen statt staatlich gesicherter Studentenanleihen unerlaubt sogenannte Auction Rate Securities (ARS) gekauft hatte. Der Markt für ARS war während der Finanzkrise zusammengebrochen.
16:14 Uhr: Rohwedder stellt InsolvenzantragDer Automatisierungsspezialist Rohwedder ist zahlungsunfähig und wird noch im Laufe dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. "Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen, die notwendige Finanzierung sicherzustellen", hieß es demnach. Der Konzern hatte im Jahr 2009 tiefrote Zahlen geschrieben und sich daraufhin ein massives Sparprogramm verordnet.
15:52 Uhr: Öl-Lagerbestände steigenAngaben des US-Energieministeriums zufolge sind die Rohöllagerbestände in den USA in der letzten Woche gestiegen. Demnach wurde ein Plus von 7,3 Millionen Barrel auf 351,3 Millionen Barrel verzeichnet. Die Benzinbestände sanken indes um 2,7 Millionen Barrel auf 224,6 Millionen Barrel.
15:48 Uhr: ConocoPhillips reduziert LUKoil-AnteileDer US-Ölkonzern ConocoPhillips will sich offenbar von einem Teil seiner Beteiligung am russischen Konkurrenten LUKoil trennen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, soll die Hälfte der zehnprozentigen Beteiligung verkauft werden. Im Gegenzug soll unter anderem ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von fünf Milliarden Dollar aufgelegt werden.


