DAX schließt über 5.800 Punkten -- Auflagen zur Rettung: LBBW wird zur AG -- ZEW-Index sinkt -- MAN gefragt: VW-Übernahmeofferte erwartet -- Wells Fargo, Best Buy, comdirect, Opel, Volvo im Fokus
- D: ifo Konjunkturprognose
- D: ZEW-Konjunkturerwartungen Dezember
- GB: Verbraucherpreise November
- USA: Erzeugerpreisindex November
- USA: NY Empire State Index Dezember
- USA: Industrieproduktion November
- USA: Kapazitätsauslastung November
- Adobe Systems: Jahresabschluss
- Best Buy: Quartalszahlen
- Constantin Medien: Hauptversammlung
- TUI: Jahresabschluss
DAX im Plus - TexDAX verliertDie deutschen Börsen sind trotz durchwachsener Vorgaben zunächst mit Gewinnen in den zweiten Handelstag der Woche eingestiegen. Im weiteren Verlauf fehlten zunächst Impulse, die weitere Kaufanreize lieferten. Die Tatsache, dass das ifo-Institut seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich angehoben hat, brachte nicht die erhofften positiven Effekte für die Börsen. Der gesunkene ZEW-Index drückte den DAX infolge zeitweise deutlicher ins Minus, wirkte aber nicht dauerhaft belastend nach. Am Nachmittag erreichte die Nachricht, dass die größte deutsche Landesbank LBBW zur Rettung ihr Investmentgeschäft aufgeben muss und zur AG umfirmiert, das Frankfurter Parkett. Stärker als erwartet gestiegene US-Erzeugerpreise hielten die wichtigsten Indizes weiter auf rotem Terrain - der Empire State Manufacturing-Index ist im Dezember gar von 23,51 Punkten auf 2,55 Punkte eingebrochen. Im Anschluss konnten die Indizes - die Wall Street reduzierte ihre Verluste - wieder etwas aufatmen, lediglich der DAX schaffte es jedoch ins Plus.
Auf Unternehmensseite rückten weitere Finanztitel in den Fokus. Der Chef der BayernLB hatte am Vorabend seinen Hut genommen und damit die Konsequenzen aus dem Milliardendebakel des Instituts gezogen. Die Deutsche Bank hat sich unterdessen für 2011 ehrgeizige Ziele gesetzt, was an den Parketts gut ankam. Darüber hinaus hatte mit Wells Fargo eine weitere US-Großbank die Rückzahlung der Staatshilfen angekündigt.
Auch der Reisekonzern TUI stand unter Beobachtung - nur dank der Einnahmen durch den Teilverkauf von Hapag-Lloyd hat das Unternehmen in seinem Rumpfgeschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben.
Der DAX stieg mit einem Plus von 0,3 Prozent in den Handel ein und setzte sich damit zunächst deutlicher über der 5.800-er Marke fest. Im Anschluss verlor der Leitindex die wichtige Marke aus den Augen und notierte tiefer im Minus. Aktien von MAN legten zu - die Märkte warten auf ein Übernahmeangebot durch den Wolfsburger Autobauer Volkswagen. Am späten Nachmittag sprang der DAX nochmals auf grünes Terrain und konnte letztlich die psychologisch wichtige Hürde von 5.800 Punkten erneut nehmen. Hier stand zum Schluss ein Plus von 0,2 Prozent auf 5.811 Punkte an der Kurstafel.
Der TecDAX startete ebenfalls mit Gewinnen in den zweiten Handelstag der Woche, konnte sich aber ebenfalls nicht mehr im Plus halten und notierte auf rotem Terrain. Der Techwerteindex konnte zwar seine Tagestiefs hinter sich lassen, musste jedoch ein Minus von 0,1 Prozent auf 812 Zähler hinnehmen.
15:54 Uhr: MediGene konkretisiert JahresprognoseDas Biotechnunternehmen MediGene hat seine Prognose für das EBITDA präzisiert. Die Prognose wurde von minus 20 bis 23 Millionen Euro auf einen Verlust von 20 Millionen Euro reduziert. Die Umsatzprognose bestätigte MediGene bei 40 Millionen Euro. 2008 hatte Medigene bei einem Umsatz von 39,6 Millionen Euro einen EBITDA-Verlust von 24,6 Millionen Euro erzielt.
15:38 Uhr: US-Industrieproduktion zieht an Die US-Industrieproduktion ist im November mit beschleunigtem Tempo gewachsen. Demnach lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Zudem kletterte die Kapazitätsauslastung auf 71,3 Prozent, während die Prognose auf 71,1 Prozent gelautet hatte.
15:36 Uhr: SOLON meldet Eingang ausstehender Forderungen Der Solarmodulproduzent SOLON hat mit dem Eingang von weiteren 34 Millionen Euro, die noch ausstehenden Forderungen aus den im Jahr 2008 realisierten Spanienprojekten nun vollständig erhalten. Dies führe zu einer weiteren Verbesserung des operativen Cashflows.
15:35 Uhr: US-Börsen mit VerlustenAn der Wall Street stehen die Zeichen am Dienstag auf „rot“. Dabei sind zahlreiche Konjunkturdaten von Interesse: So hat sich die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im Distrikt New York massiv verschlechtert. Der entsprechende Empire State Manufacturing Index ist im Dezember gegenüber dem Vormonat von 23,51 Punkten auf 2,55 Zähler eingebrochen, während Volkswirte einen Anstieg auf 24,00 Punkte erwartet hatten. Auch die US-Erzeugerpreise enttäuschten. Die Preise stiegen um 1,8 Prozent, wogegen Volkswirte nur eine Preissteigerung von 0,8 Prozent prognostiziert hatten. Am Mittwochabend entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Erwartungsgemäß sollte dieser bei quasi null verbleiben. Mit Spannung werden indes die Begleitkommentare der Währungshüter erwartet. Ferner will sich nun auch die US-Bank Wells Fargo aus den Fängen des Staats befreien und die erhaltenden Staatshilfen zurückzahlen. Das Institut erklärte am Montagabend, dass die kompletten 25 Milliarden Dollar nach Washington zurück überwiesen werden sollen. Für einen Teil des Geldes soll eine Kapitalerhöhung in Höhe von 10,4 Milliarden Dollar erfolgen.
Der Dow Jones verliert zu Beginn 0,3 Prozent. Die Nasdaq Composite geht ebenfalls mit Abschlägen in die Sitzung.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex eröffnet mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 10.466 Punkten.
15:07 Uhr: Empire State Manufacturing-Index bricht einDie allgemeine Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York hat sich im Dezember deutlich verschlechtert. Der Empire State Manufacturing-Index fiel auf 2,55 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem Zuwachs auf 24,00 Zähler gerechnet hatten. Für November war ein Stand von 23,51 Punkten ausgewiesen worden.


