DAX schließt unter 6.000 -- US-Verbrauchervertrauen fällt deutlich -- Euro unter 1,22 US-Dollar -- Presse: Bund will Pleitebanken zerschlagen -- 3M, GESCO, RWE, P7S1, Karstadt im Fokus
- EU: Geschäftsklimaindex Eurozone Juni
- JP: Arbeitsmarktdaten Mai
- JP: Industrieproduktion Mai
- USA: Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
- USA: State Street Investor Confidence Index Juni
- Accor : Hauptversammlung
- Baader Wertpapierhandelsbank: Hauptversammlung
- ProSiebenSat.1 Media : Hauptversammlung
- GESCO: Quartalszahlen
- REpower Systems: Jahresabschluss
DAX bricht am Dienstag ein - Sorgen um Chinas Wachstum belastenDie deutschen Börsen gaben nach positiver Vortagesentwicklung am Dienstag kräftig nach. Dabei waren es Sorgen über eine Wachstumsabschwächung in China, die bereits die asiatischen Aktienmärkte unter Druck gesetzt hatten und auch hierzulande besonders auf konjunkturabhängigen Werten lasteten.
Als zusätzlicher Belastungsfaktor erwieß sich ein weiteres Mal die Europäische Gemeinschaftswährung Euro. Diese rutschte am Dienstag unter die Marke von 1,22 Dollar.
Im Blickpunkt der Anleger stand am Dienstag darüber hinaus insbesondere der Finanzsektor. Presseangaben zufolge will die Bundesregierung eine Insolvenzordnung beschließen, die die Zerschlagung und Abwicklung von Pleite-Banken vorsieht.
Auf Unternehmensseite rückte zudem der Halbleitersektor in den Fokus, nachdem Micron Technology die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gemeldet hatte. Der Ausblick des Unternehmens fiel allerdings enttäuschend aus - die Aktie des deutschen Konkurrenten Infineon Technologies gab daraufhin kräftiger nach.
Auf Konjunkturseite schockierte die Anleger am Nachmittag der Einbruch beim US-Verbrauchervertrauen.
Der DAX startete mit einem Abschlag von 1,55 Prozent bei 6.061,68 Punkten in den Handel. Auch im weiteren Verlauf hatten die Bären weiter das Ruder in der Hand. Zwischenzeitlich geriet die 6.000-er Marke in Gefahr und konnte nach dem überraschenden Einbruch beim US-Verbrauchervertrauen nicht mehr gehalten werden. Der deutsche Leitindex geht mit einem kräftigen Minus von 3,33 Prozent bei 5.952,03 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX verlor zum Start daneben 0,5 Prozent auf 753 Zähler und baute seine Verluste den Tag über aus. Die Technologiewerte beenden den Tag mit -3,1 Prozent bei 733 Punkten.
16:39 Uhr: Accor spaltet sich aufDie Hotelkette Accor spaltet sich in zwei getrennte Unternehmensbereiche auf: Die Hotelsparte und die Servicegutschein-Sparte mit dem Namen Edenred. Durch diesen Schritt will das Unternehmen sein Service-Geschäft für weiteres Wachstum im Ausland rüsten.
16:30 Uhr: E.ON erwägt den Tausch von Gazprom-AktienDer Energiekonzern E.ON denkt darüber nach seinen Anteil von 3,5 Prozent der Gazprom-Aktien gegen Anteile an russischen Förderstätten einzutauschen. Der Konzern bezeichnet sein Investment in Gazprom-Aktien als finanzielles Engagement.
16:04 Uhr: US-Verbrauchervertrauen fällt überraschend deutlichDas US-Verbrauchervertrauen ist im Juni auf 52,9 Punkte gefallen. Volkswirte hatten mit einem deutlich besseren Wert von 62,0 Punkten gerechnet. Im Vormonat notierte der Index noch bei 62,7 Punkten.
15:45 Uhr: Tesla mit ZeichnungsgewinnDer Elektroautobauer Tesla kann seine Aktien an seinem ersten Börsentag mit Gewinn unter den Anlegern ausgeben. Trotz der Sorgen um die Konjunktur in China legt der Konzern damit einen erfolgreichen Start hin.
15:35 Uhr: Wall Street mit sattem MinusBei den Anlegern an der Wall Street herrscht heute Krisenstimmung. Der Grund sind Nachrichten darüber, dass sich das Wirtschaftwachstum in China deutlich abschwächen könnte. Dow und Co beginnen den Handelstag deshalb mit kräftigen Abschlägen.
Auf der Konjunkturseite konnte der S&P Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex positive Daten liefern. Die Anleger bleiben aber skeptisch. Nun wartet man an den Börsen gespannt auf die Daten zum Verbrauchervertrauen und den State Street Investor Confidence Index. Sollten die Zahlen überraschend gut ausfallen, könnte das der New Yorker Börse heute doch noch Auftrieb verleihen.
Bei den Unternehmen steht heute unter anderem Micron Technology im Fokus. Der Speicherchipverkäufer konnte zwar im dritten Quartal den Umsatz verdoppeln und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen, allerdings sind die Anleger vom schwachen Ausblick des Konzerns enttäuscht. Auch der US-Mischkonzern 3M lieferte vorbörslich Zahlen: Demnach konnte das Unternehmen den Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern. Trotzdem notiert der Wert aktuell im Minus – die Sorgen um China lassen bei den Anlegern keine Kauflaune aufkommen.
Der Dow Jones eröffnet den Handelstag mit deutlichem Verlust bei 10.010 Punkten. Auch die Nasdaq Composite kann sich dem Abwärtssog nicht entziehen.


