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aktualisiert: 14.01.2012 00:26

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DAX und Dow gehen rot ins Wochenende -- S&P stuft neun Euroländer ab - auch Frankreich betroffen - Unverständnis in Europa-- SAP überrascht mit starkem vierten Quartal -- JPMorgan im Fokus


Lufthansa bietet 3,3% mehr Gehalt. EU-Gipfel zu Schuldenkrise nun doch am 30. Januar. Verhandlungen der Banken mit Athen stocken. Porsche erwägt Bau von Vierzylinder-Motoren. Öl und Edelmetalle unter Druck. Entscheidung über Fusion Deutsche Börse/NYSE am 1. Februar. Airbus-Streit: EU und USA sprechen wieder miteinander. Verkauf von EADS-Anteil frühestens ab Juli.

Termine vom 13.01.12:
- EU: Handelsbilanz November
- USA: Außenhandel November
- USA: Im- und Exportpreise Dezember
- USA: Verbrauchervertrauen University of Michigan
- JPMorgan Chase & Co.: Quartalszahlen
- Material Sciences Corp: Quartalszahlen
- Video Display Corp.: Quartalszahlen

DAX von angekündigten Bonitätsabstufungen belastet
Der DAX ging mit einem deutlichen Plus von 1,02 Prozent bei 6.242,49 Punkte in den Handel, stürzte aber ins Minus nachdem bekannt wurde, dass S&P mehrere Länder der Euro-Zone abstufen will. Zum Handelsende wies der Leitindex ein Minus von 0,58 Prozent bei 6.143 Punkten aus.

Der TecDAX kletterte zum Auftakt um 0,6 Prozent auf 727 Zähler und gab am Nachmittag ebenfalls stark nach. Die Techwerte gingen mit einem Verlust von 0,6 Prozent bei 718 Zählern ins Wochenende.


Nachrichten über eine bevorstehende Abstufung mehrerer Euro-Länder durch S&P belasteten den DAX am Nachmittag und drückten den Leitindex deutlich ins Minus. Angeblich soll auch Frankreich von der Ratingagentur abgestuft werden. S&P hat angekündigt, die neuen Ratings am Freitagabend gegen 21:00 Uhr bekanntzugeben.

Nach der gelungenen Anleiheauktion von Donnerstag gelang es Italien auch am Freitag, sich erneut zu günstigeren Bedingungen am Anleihemarkt zu refinanzieren und hatte damit am Vormittag für gute Stimmung an der Börse gesorgt. Die Zahlen der US-Großbank JPMorgan Chase & Co. brachten unterdessen kaum Bewegung. Das Finanzhaus hat die Eurokrise im Schlussquartal deutlich zu spüren bekommen, konnte das Gesamtjahr aber dennoch mit einem Rekordgewinn abschließen.
Unterdessen meldete Deutschlands größter Flughafenbetreiber Fraport für 2011 einen neuen Passagierrekord. Die Auslastung im Frachtgeschäft ging hingegen zurück. Daneben haben die leidgeprüften Aktionäre der Commerzbank Grund aufzuatmen. Offenbar wird das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut seine Kapitallücke nun tatsächlich ohne neue staaliche Hilfen füllen können.



00:08 Uhr: Österreichs Bundeskanzler: Unverständliche Abwertung durch S&P
Österreichs Regierung hat die Abwertung der Bonität zahlreicher Euro-Länder durch die Ratingagentur Standard & Poor's kritisiert. Bundeskanzler Werner Faymann und Außenminister Michael Spindelegger teilten am Freitagabend mit, es sei unverständlich, wenn sich eine von drei US-Ratingagenturen im Alleingang dazu entschließe, die Bonität von Ländern der Eurozone herabzusetzen oder den Ausblick negativ bewerte. Zur Meldung


23:34 Uhr: Herabstufungen durch S&P nicht nachvollziehbar - Allianz-Ökonom
Die Herabstufungen durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sind nach Einschätzung Allianz-Volkswirt Rolf Schneider nicht gerechtfertigt. "Angesichts der weitreichenden Reformen in vielen Krisenländern der Eurozone sind sie nicht nachvollziehbar", sagte Rolf Schneider, stellvertretender Chefvolkswirt bei der Allianz. Zur Meldung


23:30 Uhr: S&P stuft neun Euroländer ab - Deutschland bleibt verschont
Die mächtige Ratingagentur Standard & Poor's hat den Daumen gesenkt: In einem Rundumschlag stufte sie am späten Freitag unter anderem die Bonitätsnoten von Frankreich, Österreich, Italien und Spanien herab. Deutschland kam ungeschoren davon und behält sein Top-Rating. Auch Portugal, Zypern, Malta, die Slowakei und Slowenien erhielten schlechtere Noten. Zur Meldung


22:15 Uhr: Lufthansa bietet Boden- und Kabinenmitarbeitern 3,3% mehr Gehalt
Zum Auftakt der Tarifverhandlungen hat die Deutsche Lufthansa ihren 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine eine Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent angeboten. Zur Meldung


22:05 Uhr: Wall Street begrenzt Verluste
Alle Augen waren nach Europa gerichtet, wo sich in einem Fall die Spekulation bereits bestätigte: Wie der französische Wirtschaftsminister François Baroin Abend sagte, verliert das Land seine Top-Bonität bei S&P. Damit wackelt auch das "Triple-A" des europäischen Rettungsschirms EFSF. Darüber hinaus wurden in Finanzkreisen die beiden Euro-Schwergerichte Italien und Spanien sowie Belgien und Portugal als mögliche Abstufungskandidaten genannt. Obendrein passte in die Mollstimmung, dass der internationale Bankenverband IIF die Gespräche mit Griechenland nach "nicht konstruktiven Antworten" vertagt hat. Eine unerwartet deutliche Aufhellung des von der Universität Michigan ermittelten Konsumklimas im Januar kam dagegen kaum an.

Der Dow Jones verliert bis zum Handelsschluss 0,39 Prozent auf 12.422,06 Punkte.
Auch die Nasdaq Composite schließt um 0,51 Prozent tiefer auf 2.710,67 Zählern.




21:50 Uhr: EU-Gipfel zu Schuldenkrise nun doch am 30. Januar in Brüssel
Das Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs zur Schuldenkrise soll nun doch wie ursprünglich geplant am 30. Januar in Brüssel stattfinden. Zur Meldung


21:35 Uhr: Wirtschaftsforscher Horn sieht Bedeutung von Länder- Ratings schwinden
Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, hält die Sorgen über eine unmittelbar bevorstehende Herabstufung der Kreditwürdigkeit mehrerer Euro-Länder für überzogen. Unter Marktteilnehmern spreche sich allmählich herum, dass der "Informationsgehalt von Ratings gering" sei. "Insbesondere ist aber nunmehr klar, dass die EZB aus dem Hintergrund die Kurse durch hohe Liquiditätszufuhr an Banken und durch Aufkäufe von Staatsanleihen stabilisiert", sagte Horn "Handelsblatt Online" am Freitag. " Zur Meldung


20:51 Uhr: Ratingabstufung durch S&P - Volkswirte: Folgen der Abstufung Frankreichs überschaubar
Führende Volkswirte sehen die Herabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) gelassen. Auch Japan habe seine Topbonität von "AAA" längst verloren, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Frankreichs Wirtschaftsminister François Baroin hatte am Abend bestätigt, dass das Land seine Top-Bonität bei S&P verliert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa steht auch Österreich vor dem Verlust des "AAA". Zur Meldung


20:50 Uhr: Porsche erwägt Bau von Vierzylinder-Motoren
Porsche erwägt den Bau und den Einsatz von Vierzylinder-Motoren. "Porsche war immer ein Unternehmen, in dem ökologische Themen einen hohen Stellenwert haben. Zur Meldung


Bildquellen: iStock/JacobH
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14:30: US; Außenhandel November
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14:30: US; Im- und Exportpreise Dezember
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14:30: US; Verbrauchervertrauen University of Michigan

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