DAX verabschiedet sich unter 6.000 aus 2009 -- Jahresbilanz deutlich positiv -- Wall Street schließt etwas fester - Chicagoer Einkaufsmanager stützen -- US-Öllager schrumpfen -- Hoffnung für Saab
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago Dezember
- USA: EIA Ölmarktbericht Woche
- MVV Energie: Jahresabschluss
DAX verabschiedet sich unter 6.000 aus 2009 -- Jahresbilanz aber deutlich positivGewinnmitnahmen prägten den letzten Handelstag des Börsenjahres 2009 an den deutschen Börsen. Nach schwachem Start bauten die Indizes ihre Verluste im Verlauf weiter aus und verabschiedeten sich schlussendlich schwächer aus dem Handelstag. Dabei wirkte sich auch die Tatsache belastend aus, dass die Geldmenge M3 in der Eurozone entgegen den Erwartungen gesunken ist. Durchwachsene Vorgaben aus den USA und Asien belasteten zusätzlich. Zudem wollte der Großteil der Anleger am letzten Handelstag des Jahres keine neuen Positionen mehr aufmachen, nachdem das Handelsjahr alles in allem deutlich besser verlaufen war, als ursprünglich gedacht - Anschlusskäufe fehlten daher. Die Nachrichtenlage blieb zum Jahresende dünn, angesichts des verkürzten Handelstages kamen auch aus Übersee keine Impulse.
Der DAX verlor zum Handelsstart am Mittwoch 0,2 Prozent und startete bei 6.002,29 Indexpunkten. Die 6.000-er Marke wurde zunächst hart umkämpft, am Ende ergab sich der Leitindex aber dem Abwärtstrend und verabschiedete sich unterhalb des psychologisch wichtigen Zählerstandes aus dem Börsenjahr 2009. Mit einem Endstand von 5.957 Zählern schloss das Börsenbarometer 0,9 Prozent schwächer.
Der TecDAX verzeichnete unterdessen zunächst ein marginales Plus von 0,1 Prozent, bevor auch hier rote Vorzeichen das Bild prägten. Nach einem kurzen Zwischenhoch gaben die Techwerte ihre Gewinne wieder ab, am Ende stand ein Minus von 0,1 Prozent auf 818 Zähler an den Kurstafeln.
Das Börsenjahr 2009
Nach den Tiefstständen im Monat März hat sich der deutsche Aktienmarkt in diesem Jahr wieder deutlich erholt. Der Leitindex DAX gewann im Gesamtjahr rund 24 Prozent und konnte damit einen Teil seiner 2008 erlittenen Verluste wieder ausgleichen. Gewinner unter den Standardwerten war die Aktie des DAX-Wiederaufsteigers Infineon. Der Halbleiterkonzern hat im Jahr 2009 eine beeindruckende Rallye hingelegt, die Anteilsscheine haben sich nach einem massiven Einbruch im Vorjahr mehr als verdreifacht. Auch die Deutsche Bank gehörte im abgelaufenen Börsenjahr zu den großen Gewinnern. Schlecht lief das Jahr unterdessen für Titel der Commerzbank sowie für die Deutsche Telekom, die zum Jahresende unterhalb ihrer Vorjahresschlusskurse notierten.
Für den Techwerteindex TecDAX lief das Börsenjahr sogar noch besser als für seinen großen Bruder. Innerhalb eines Jahres gewann das Börsenbarometer mehr als 50 Prozent. Eine durchwachsene Entwicklung zeigte sich dabei insbesondere bei den Solartiteln, bei denen einige, wie SMA Solar Technology oder Roth Rau ihren Aktienwert verdoppeln konnten, andere, wie Q-Cells oder Conergy, aber im Vergleich zum Vorjahr einen herben Kurseinbruch verkraften mussten.
Auch für 2010 zeigen sich Experten bezüglich der Entwicklung an den Börsen zuversichtlich. Zwar gehen die Schätzungen darüber, wie weit der Markt bis zum Jahresende steigen wird, weit auseinander, dass viele Investoren aber weiter Geld investieren, darüber ist man sich weitgehend einig.
22:30 Uhr: Wall Street rettet leichtes PlusDie US-Börsen haben sich nach durchwachsenem Handel mit leichten Gewinnen aus dem Mittwochshandel verabschiedet. Der Mangel an Impulsen machte sich deutlich bemerkbar, die Indizes bewegten sich in einer engen Handelsspanne und pendelten über weite Strecken des Handelstages um die Nulllinie. Positive Nachrichten kamen von Konjunkturseite: Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte indes für Dezember einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 60,0 Punkte, nach 56,1 Punkten im Vormonat. Damit wurde der höchste Stand seit August 2008 erreicht. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 55,1 Zähler erwartet. Zudem vermeldete die Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 25. Dezember 2009 einen Rückgang der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Minus von 1,5 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Rückgang von 2,0 Millionen Barrel verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 300.000 Barrel ausgewiesen.
Der Dow Jones gewann zuletzt 0,03 Prozent auf 10.548,51 Punkte. Die Nasdaq Composite zog unterdessen 0,13 Prozent auf 2.291,28 Zähler an.
19:09 Uhr: Hoffnung für Saab bleibt am LebenNoch gibt es Hoffnung auf ein Überleben des schwedischen Autobauers Saab. Der Noch-Mutterkonzern General Motors will offiziell zwar weiterhin bis zum morgigen letzten Tag des Jahres die Abwicklung der angeschlagenen Tochter durchziehen, aus Kreisen verlautete aber, dass es unter Umständen eine Fristverlängerung bis zum 7. Januar geben könnte. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker Cars bemüht sich seit geraumer Zeit um eine Übernahme von Saab.
16:50 Uhr: US-Öllagerbestände gehen zurückDie Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Mittwoch für die Woche zum 25. Dezember 2009 einen Rückgang der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Minus von 1,5 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Rückgang von 2,0 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 300.000 Barrel ausgewiesen.
16:19 Uhr: Merckle-Gruppe sieht sich bei Schuldentilgung voran kommenDie angeschlagene Merckle-Gruppe sieht sich auf gutem Weg, ihren Schuldenberg abbauen zu können. Ludwig Merckle sagte gegenüber der "Südwest Presse", dass man mit der Tilgung und Refinanzierung der Schulden gut voran komme. Dazu habe auch der Verkauf von Anteilen an HeidelbergCement beigetragen, so der Unternehmer weiter.
16:00 Uhr: Chicago-Einkaufsmanager-Index steigt anDie Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Mittwoch für Dezember einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 60,0 Punkte, nach 56,1 Punkten im Vormonat. Damit wurde der höchste Stand seit August 2008 erreicht. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 55,1 Zählern erwartet.


