DAX verliert Kampf um 6.100 Punkte -- Spaniens Bonität gesenkt -- 135 Mrd. € für Griechenland -- Merck & Infineon heben Prognose an -- SAP, Sprint Nextel, Post, PUMA, Conti, GlaxoSmithKline im Fokus
Termine vom 28.04.10:
- JP: Einzelhandelsumsatz März
- D: DIW Konjunkturbarometer April
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: EIA US-Öllagerbestände Woche
- USA: Federal Reserve Bank Zinsentscheidung
- AdCapital: Quartalszahlen
- Akamai Technologies: Quartalszahlen
- Allstate: Quartalszahlen
- CAT Oil: Jahresabschluss
- China Telecom: Quartalszahlen
- Comcast: Quartalszahlen
- Continental: Hauptversammlung
- Deutsche Post: Hauptversammlung
- Dow Chemical: Quartalszahlen
- Dürr: Quartalszahlen
- ELMOS Semiconductor: Quartalszahlen
- GlaxoSmithKline: Quartalszahlen
- Goodyear: Quartalszahlen
- Honda: Quartalszahlen
- Iberdrola: Quartalszahlen
- Infineon: Quartalszahlen
- Logitech: Quartalszahlen
- Merck: Quartalszahlen
- Münchener Rück: Hauptversammlung
- PUMA: Quartalszahlen
- Renault: Quartalszahlen
- RHÖN-KLINIKUM: Quartalszahlen
- Royal Dutch Shell: Quartalszahlen
- SAP: Quartalszahlen
- SGL Carbon: Quartalszahlen
- Sprint Nextel: Quartalszahlen
- Visa: Quartalszahlen
- Vossloh: Quartalszahlen
- WellPoint: Quartalszahlen
- Wincor Nixdorf: Quartalszahlen
DAX verliert erneut deutlich - Spaniens Bonität gesenkt
Die Schuldenkrise von Griechenland und die Abstufung der Kreditwürdigkeit Portugals hinterließen auch zur Wochenmitte erneut ihre Spuren am deutschen Aktienmarkt. Die deutschen Börsen knüpften an ihre schwache Vortagesentwicklung an und starteten bereits mit Verlusten in den Mittwochshandel. Nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als könnte der deutsche Aktienmarkt die Talfahrt ein wenig abbremsen, wurden die Verluste im weiteren Handelsverlauf deutlich größer. Ein erneuter Kursrutsch setzte ein, der auch durch die durchwachsene Entwicklung der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro begründet wurde. Zudem gingen die Diskussionen über die Hilfszusagen für Griechenland weiter - die Zeit für das Land wird immer knapper, nachdem man offiziell bestätigt hat, dass man am Finanzmarkt keine Kredite mehr bekommt. Am Nachmittag wurde bekannt, dass sich IWF und EU auf ein Dreijahrespaket für Griechenland in Höhe von bis zu 135 Milliarden Euro verständigt haben, womit die Hilfen für Griechenland deutlich erhöht würden. Athen hat unterdessen Lohnkürzungen abgelehnt. Im Verlauf konnte der Markt seine Tagestiefs zwar hinter sich lassen, verblieb aber weiter in der Verlustzone. Kurz vor Handelsschluss sorgte die Herabsenkung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch S&P - der Ausblick ist negativ - für einen weiteren Rutsch nach unten.
Angesichts der angespannten Lage in Südeuropa geriet der heute auf die Parketts prasselnde Quartalszahlenregen fast zur Nebensache. Neben dem Softwareriesen SAP hat auch der Spezialchemiekonzern Merck mit seiner Geschäftsentwicklung im ersten Quartal überzeugt und sogar mit einer deutlichen Anhebung der Gewinnprognose überrascht. Zudem hat Infineon Technologies seine Bilanzen offen gelegt und sich besser als erwartet entwickelt. Auch der Halbleiterhersteller hat seine Jahresziele nach oben korrigiert. Aus der zweiten Reihe kamen ebenfalls Quartalszahlen: So haben unter anderem Vossloh und RHÖN-KLINIKUM ihre Bücher geöffnet.
Von Konjunkturseite kommen voraussichtlich erst am Abend Impulse: Die US-Notenbank kommt zu ihrer Leitzinsentscheidung zusammen.
Der DAX gab zum Handelsstart am Mittwoch 0,31 Prozent auf 6.141,01 Zähler nach. Am Vormittag setzte ein erneuter Kursrutsch ein - die 6.100er-Marke wurde deutlich nach unten durchbrochen, der Leitindex befand sich zeitweise im freien Fall. Später setzten Stabilisierungstendenzen ein, dennoch blieb der Markt rot - nach dem Beschluss eines Dreijahresplans für Griechenland hat Athen bereits Lohnkürzungen abgelehnt. S&P senkte zudem das Bonitäts-Rating für Spanien, was die Märkte erneut abwärts zog. Die Finanzsituation in Südeuropa brachte insbesondere Finanztitel deutlich unter Druck. Der DAX ging mit einem Abschlag von 1,2 Prozent bei 6.084 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX verzeichnete unterdessen zunächst einen Abschlag von 0,9 Prozent und stieg bei 814 Zählern in den Handel ein. Auch hier setzte am Vormittag ein kräftiger Kursrutsch ein, zwischenzeitlich betrug das Minus bei den Techwerten mehr als vier Prozent. Letztlich verlor der Index 2,6 Prozent auf 800 Punkte.
17:35 Uhr: S&P senkt Rating von Spanien
Nach Spanien und Griechenland hat nun die Ratingagentur Standard & Poor’s auch das Rating der Kreditwürdigkeit von Spanien gesenkt. Das Rating wurde auf „AA“ zurückgenommen und der Ausblick als „negativ“ eingestuft.
17:12 Uhr: Athen will keine Lohnkürzungen
Griechenland hat Forderungen der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF im Kampf gegen die Schuldenkrise zurückgewiesen. Arbeitsminister Andreas Loverdos teilte mit, dass "weder der Staat noch die Sozialpartner" die vorgeschlagenen Kürzungen akzeptierten. Streichungen des 13. und des 14. Monatsgehalt im privaten Sektor hätten einen "desaströsen Effekt" auf das kränkelnde Rentensystem des Landes, so Loverdos.
16:46 Uhr: Portugal beschleunigt Sanierungsplan
Das hoch verschuldete Portugal hat eine zieht sein Sanierungsprogramm vor. Man wolle verschiedene Maßnahmen, die nach dem "Programm für Stabilisierung und Wachstum" erst in den nächsten Jahren vorgesehen waren, schon in diesem Jahr in Kraft setzen, erklärte der sozialistische Ministerpräsident José Sócrates nach einem Krisentreffen.
16:34 Uhr: US-Öllagerbestände steigen
Die EIA ermittelte für die vergangene Woche einen Anstieg der US-Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 1,9 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Minus von 2,9 Millionen Barrel verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 1,2 Millionen Barrel ausgewiesen.
16:11 Uhr: Goodyear schmälert Verlust
Der US-Reifenhersteller Goodyear konnte seinen Verlust im ersten Quartal angesichts klarer Umsatzzuwächse deutlich verringern. Der Nettoverlust belief sich auf 47 Millionen Dollar oder 19 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 21 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar.
- JP: Einzelhandelsumsatz März
- D: DIW Konjunkturbarometer April
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: EIA US-Öllagerbestände Woche
- USA: Federal Reserve Bank Zinsentscheidung
- AdCapital: Quartalszahlen
- Akamai Technologies: Quartalszahlen
- Allstate: Quartalszahlen
- CAT Oil: Jahresabschluss
- China Telecom: Quartalszahlen
- Comcast: Quartalszahlen
- Continental: Hauptversammlung
- Deutsche Post: Hauptversammlung
- Dow Chemical: Quartalszahlen
- Dürr: Quartalszahlen
- ELMOS Semiconductor: Quartalszahlen
- GlaxoSmithKline: Quartalszahlen
- Goodyear: Quartalszahlen
- Honda: Quartalszahlen
- Iberdrola: Quartalszahlen
- Infineon: Quartalszahlen
- Logitech: Quartalszahlen
- Merck: Quartalszahlen
- Münchener Rück: Hauptversammlung
- PUMA: Quartalszahlen
- Renault: Quartalszahlen
- RHÖN-KLINIKUM: Quartalszahlen
- Royal Dutch Shell: Quartalszahlen
- SAP: Quartalszahlen
- SGL Carbon: Quartalszahlen
- Sprint Nextel: Quartalszahlen
- Visa: Quartalszahlen
- Vossloh: Quartalszahlen
- WellPoint: Quartalszahlen
- Wincor Nixdorf: Quartalszahlen
DAX verliert erneut deutlich - Spaniens Bonität gesenktDie Schuldenkrise von Griechenland und die Abstufung der Kreditwürdigkeit Portugals hinterließen auch zur Wochenmitte erneut ihre Spuren am deutschen Aktienmarkt. Die deutschen Börsen knüpften an ihre schwache Vortagesentwicklung an und starteten bereits mit Verlusten in den Mittwochshandel. Nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als könnte der deutsche Aktienmarkt die Talfahrt ein wenig abbremsen, wurden die Verluste im weiteren Handelsverlauf deutlich größer. Ein erneuter Kursrutsch setzte ein, der auch durch die durchwachsene Entwicklung der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro begründet wurde. Zudem gingen die Diskussionen über die Hilfszusagen für Griechenland weiter - die Zeit für das Land wird immer knapper, nachdem man offiziell bestätigt hat, dass man am Finanzmarkt keine Kredite mehr bekommt. Am Nachmittag wurde bekannt, dass sich IWF und EU auf ein Dreijahrespaket für Griechenland in Höhe von bis zu 135 Milliarden Euro verständigt haben, womit die Hilfen für Griechenland deutlich erhöht würden. Athen hat unterdessen Lohnkürzungen abgelehnt. Im Verlauf konnte der Markt seine Tagestiefs zwar hinter sich lassen, verblieb aber weiter in der Verlustzone. Kurz vor Handelsschluss sorgte die Herabsenkung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch S&P - der Ausblick ist negativ - für einen weiteren Rutsch nach unten.
Angesichts der angespannten Lage in Südeuropa geriet der heute auf die Parketts prasselnde Quartalszahlenregen fast zur Nebensache. Neben dem Softwareriesen SAP hat auch der Spezialchemiekonzern Merck mit seiner Geschäftsentwicklung im ersten Quartal überzeugt und sogar mit einer deutlichen Anhebung der Gewinnprognose überrascht. Zudem hat Infineon Technologies seine Bilanzen offen gelegt und sich besser als erwartet entwickelt. Auch der Halbleiterhersteller hat seine Jahresziele nach oben korrigiert. Aus der zweiten Reihe kamen ebenfalls Quartalszahlen: So haben unter anderem Vossloh und RHÖN-KLINIKUM ihre Bücher geöffnet.
Von Konjunkturseite kommen voraussichtlich erst am Abend Impulse: Die US-Notenbank kommt zu ihrer Leitzinsentscheidung zusammen.
Der DAX gab zum Handelsstart am Mittwoch 0,31 Prozent auf 6.141,01 Zähler nach. Am Vormittag setzte ein erneuter Kursrutsch ein - die 6.100er-Marke wurde deutlich nach unten durchbrochen, der Leitindex befand sich zeitweise im freien Fall. Später setzten Stabilisierungstendenzen ein, dennoch blieb der Markt rot - nach dem Beschluss eines Dreijahresplans für Griechenland hat Athen bereits Lohnkürzungen abgelehnt. S&P senkte zudem das Bonitäts-Rating für Spanien, was die Märkte erneut abwärts zog. Die Finanzsituation in Südeuropa brachte insbesondere Finanztitel deutlich unter Druck. Der DAX ging mit einem Abschlag von 1,2 Prozent bei 6.084 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX verzeichnete unterdessen zunächst einen Abschlag von 0,9 Prozent und stieg bei 814 Zählern in den Handel ein. Auch hier setzte am Vormittag ein kräftiger Kursrutsch ein, zwischenzeitlich betrug das Minus bei den Techwerten mehr als vier Prozent. Letztlich verlor der Index 2,6 Prozent auf 800 Punkte.
17:35 Uhr: S&P senkt Rating von Spanien Nach Spanien und Griechenland hat nun die Ratingagentur Standard & Poor’s auch das Rating der Kreditwürdigkeit von Spanien gesenkt. Das Rating wurde auf „AA“ zurückgenommen und der Ausblick als „negativ“ eingestuft.
17:12 Uhr: Athen will keine Lohnkürzungen Griechenland hat Forderungen der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF im Kampf gegen die Schuldenkrise zurückgewiesen. Arbeitsminister Andreas Loverdos teilte mit, dass "weder der Staat noch die Sozialpartner" die vorgeschlagenen Kürzungen akzeptierten. Streichungen des 13. und des 14. Monatsgehalt im privaten Sektor hätten einen "desaströsen Effekt" auf das kränkelnde Rentensystem des Landes, so Loverdos.
16:46 Uhr: Portugal beschleunigt SanierungsplanDas hoch verschuldete Portugal hat eine zieht sein Sanierungsprogramm vor. Man wolle verschiedene Maßnahmen, die nach dem "Programm für Stabilisierung und Wachstum" erst in den nächsten Jahren vorgesehen waren, schon in diesem Jahr in Kraft setzen, erklärte der sozialistische Ministerpräsident José Sócrates nach einem Krisentreffen.
16:34 Uhr: US-Öllagerbestände steigenDie EIA ermittelte für die vergangene Woche einen Anstieg der US-Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 1,9 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Minus von 2,9 Millionen Barrel verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 1,2 Millionen Barrel ausgewiesen.
16:11 Uhr: Goodyear schmälert VerlustDer US-Reifenhersteller Goodyear konnte seinen Verlust im ersten Quartal angesichts klarer Umsatzzuwächse deutlich verringern. Der Nettoverlust belief sich auf 47 Millionen Dollar oder 19 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 21 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar.


