DAX verteidigt dank VW Vortagesplus -- HRE: HV winkt Kapitalerhöhung durch -- GM verkauft Hummer -- IPIC-Anteilsverkauf drückt Barclays-Aktie -- LEONI streicht weiter Stellen
Heute anstehende Termine:
- USA: Anstehende Hausverkäufe April
- HRE: Hauptversammlung
- Kingfisher: Quartalszahlen
DAX behauptet sich dank VW
Nach der Feiertagsrallye vom Vortag hatten die deutschen Börsen im frühen Handel zunächst mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen. Im weiteren Verlauf drehte die Stimmung allerdings, die Verluste schmolzen. Positive Stimmung herrschte unter Autowerteanlegern, nachdem die unsichere Situation rund um General Motors durch den am Vortag eingereichten Insolvenzantrag aufgelöst wurde. Der Konzern verlor unterdessen keine Zeit und hat seine Geländewagenmarke Hummer verkauft. Der Tochter Opel gingen indes erste Teile des Überbrückungskredits zu. Die außerordentliche Hauptversammlung bei der angeschlagenen Hypothekenbank Hypo Real Estate verlief unterdessen turbulent: Der Bund konnte die Kapitalerhöhung, die zur Verstaatlichung des Instituts nötig ist, durchsetzen.
Der DAX war zunächst mit einem Abschlag von 0,6 Prozent in den Handel gestartet, hielt sich aber deutlich über der 5.100-Punkte-Marke. Zwischenzeitlich markierte der Leitindex ein neues Jahreshoch, verteidigte schlussendlich aber seine Vortagesgewinne und ging unverändert bei 5.144 Punkten aus dem Handel. Zweistellige Aufschläge bei der Aktie von Volkswagen stützten den Gesamtmarkt.
Der TecDAX startete ebenfalls mit Verlusten, konnte diese aber ausgleichen und ging 0,5 Prozent fester bei 652 Zählern aus dem Handel.
17:27 Uhr: Euro auf neuem Jahreshoch
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat zum Dollar am Dienstag ein neues Jahreshoch markiert. Die Währung sprang bis auf 1,4295 Dollar. Angesichts weitgehend freundlicher Aktienmärkte geben die Anleger den Greenback als "sicheren Hafen" auf. Zudem waren in den vergangenen Tagen mehrheitlich positive Meldungen von Konjunkturseite gekommmen - heute etwa Daten vom US-Häusermarkt.
16:06 Uhr: Zahl der anstehenden Häuserverkäufe steigt
Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im April 2009 unerwartet angewachsen, teilte die National Association of Realtors am Dienstag mit. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 6,7 Prozent, wogegen Volkswirte ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert hatten.
15:59 Uhr: Frische Milliarden für BoA
Die Bank of America hat sich durch Kapitalmaßnahmen rund 33 Milliarden Dollar an frischem Kapital gesichert. Allein eine Kapitalerhöhung spülte 13,5 Milliarden Dollar in die leeren Kassen, zudem brachte eine Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammpapiere weitere Einkünfte. Nicht zuletzt hatte sich das Unternehmen von einem Teil ihrer Beteiligung an der China Construction Bank getrennt.
15:35 Uhr: Wall Street leicht rot
Die US-Börsen steigen nach der positiven Vortagesentwicklung mit leichten Verlusten in den Dienstagshandel ein. Von Konjunkturseite ist heute kaum Bewegung zu erwarten, es stehen lediglich die ausstehenden Hausverkäufe zur Veröffentlichung an. Auch einen Tag nach dem Insolvenzantrag steht der Autobauer General Motors weiter im Fokus. Das Unternehmen setzt seine Restrukturierung umgehend um und hat sich von seiner Geländewagenmarke Hummer getrennt - ohne aber den Käufer zu nennen. American Express und JPMorgan haben am Vorabend Kapitalerhöhungen angekündigt, um die Staatshilfen schnellstmöglich zurückzahlen zu können.
Der Dow Jones steigt mit einem leichten Minus in den Handel ein. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls leichter erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones mit leichtem Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem leichten Abschlag von 0,1 Prozent in den Handel ein.
14:54 Uhr: Arcandor: Hilfsentscheidung kommende Woche
Die Entscheidung über Staatshilfen für den Handels- und Touristikkonzern Arcandor soll in der kommenden Woche fallen. Am Montag soll der Lenkungsausschuss zusammenkommen und eine Entscheidung darüber treffen, ob das Unternehmen die beantragten Bürgschaften über 650 Millionen Euro sowie den geforderten Kredit über 200 Millionen Euro bekommt. Der Konzern ist von der Wirtschaftskrise stark gebeutelt. Politiker hatten sich aber immer wieder skeptisch gezeigt, ob Arcandor die Voraussetzung für staatliche Hilfen erfüllt.


