DGAP-Adhoc:
BASF SE: BASF und Gazprom vereinbaren Asset-Tausch
BASF SE / Schlagwort(e): Sonstiges
14.11.2012 08:27
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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BASF und Gazprom vereinbaren Asset-Tausch
- BASF will Öl- und Gasförderung weiter ausbauen und sich von Gashandels-
und Speichergeschäft trennen
- BASF-Gruppengesellschaft Wintershall erhält 25 % plus einen Anteil an
den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes in
Westsibirien
- Gazprom erhält das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandels- und
Speichergeschäft zu 100 % sowie 50 % der Wintershall Noordzee B.V.
Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, und Alexej Miller,
Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, haben heute (14. November 2012) eine
rechtsverbindliche Basisvereinbarung zum Tausch von wertgleichen
Unternehmensteilen unterzeichnet. Durch den Tausch will BASF die Öl- und
Gasförderung weiter ausbauen und sich vom Gashandels- und Speichergeschäft
trennen. Die Transaktion soll - vorbehaltlich der Zustimmung der
zuständigen Behörden - zum Jahresende 2013 mit wirtschaftlicher Rückwirkung
zum 1. April 2013 vollzogen werden.
Die Vereinbarung sieht die gemeinsame Erschließung von zwei weiteren
Blöcken der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und -Kondensatfeldes in
Westsibirien vor. Wintershall, eine 100-%ige Gruppengesellschaft der BASF
SE, erhält 25 % plus einen Anteil an den Blöcken IV und V der
Achimov-Formation verbunden mit der Option, den Anteil an den beiden
Erdgas- und Kondensatlagerstätten auf 50 % aufzustocken. Die Blöcke IV und
V verfügen nach dem von der russischen Bergbehörde bestätigten
Entwicklungsplan insgesamt über Kohlenwasserstoffvorkommen in Höhe von 274
Milliarden Kubikmeter Erdgas und 74 Millionen Tonnen Kondensat. Dies
entspricht insgesamt 2,4 Milliarden Barrel Öläquivalent. Im Plateau sollen
aus den beiden Blöcken insgesamt mindestens 8 Milliarden Kubikmeter Gas pro
Jahr gefördert werden. Der Start der Produktion ist für das Jahr 2016
vorgesehen.
Im Gegenzug wird Wintershall das bislang gemeinsam betriebene
Erdgashandels- und Speichergeschäft vollständig an den langjährigen Partner
Gazprom übertragen. Hierzu zählen die 50 %-Beteiligungen an den
Erdgashandelsgesellschaften WINGAS, WIEH (Wintershall Erdgashandelshaus
Berlin) und WIEE (Wintershall Erdgashandelshaus Zug) einschließlich der
Beteiligungen an den Erdgasspeichern Rehden und Jemgum/Deutschland sowie
Haidach/Österreich und die Speichergesellschaft astora. Gazprom wird sich
zudem mit 50 % an der Wintershall Noordzee B.V. beteiligen, die in der
Erdöl- und Erdgassuche sowie -förderung in der südlichen Nordsee
(Niederlande, UK, Dänemark) tätig ist. Die abgehenden Aktivitäten trugen im
Jahr 2011 insgesamt 8,6 Milliarden EUR zum Umsatz und 350 Millionen EUR zum
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) der BASF-Gruppe bei. Die
Zusammenarbeit bei Bau, Betrieb und Vermarktung von Erdgaspipelines wird
unverändert fortgesetzt.
Der Asset-Tausch steht in Einklang mit der Strategie der BASF, die
Exploration und Produktion von
Öl und Gas durch organisches Wachstum und
gezielte Akquisitionen auszubauen. Das Erdgashandelsgeschäft bietet
hingegen für BASF nur geringe Differenzierungsmöglichkeiten.
Wintershall ist seit mehreren Jahren der bevorzugte Partner der Gazprom bei
der Erdgasproduktion in Russland. Mit den Förderprojekten Juschno Russkoje
und Achimgaz verfügen Wintershall und Gazprom bereits über gemeinsame
Gasproduktionen. Seit dem Jahr 2000 ist die Förderung von Erdöl und Erdgas
der Wintershall von 80 Millionen Barrel Öläquivalent (boe) auf
voraussichtlich etwa 140 Millionen boe im Jahr 2012 gewachsen - dies
entspricht einer durchschnittlichen Steigerung um rund 5 % pro Jahr. Bis
2015 plant das Unternehmen die Produktion auf mindestens 160 Millionen boe
zu steigern. Insbesondere die Förderung von Öl und Gas in Russland und der
nördlichen Nordsee sollen noch stärker ausgebaut werden.
Juliana Ernst
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