16.02.2013 14:05
Bewerten
 (0)

DIHK fürchtet Nachteile aus Freihandel mit USA - Magazin

   In der deutschen Industrie ruft das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit Blick auf China auch Bedenken hervor. "Protektionismus gegen China wäre genau die verkehrte Stoßrichtung", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, dem Nachrichtenmagazin Focus. Eine Vielzahl der exportorientierten mittelständischen Unternehmen profitiere nicht von bilateralen Abkommen.

   Im deutschen Interesse sei eine breit angelegte Politik des Freihandels, so Treier. "Mit den USA haben wir bereits einen gut florierenden Handel", so der Funktionär. "Wenn aber China das Abkommen als Affront sehen würde, könnte das heimischen Unternehmen schaden."

   Die deutsche Wirtschaft leide unter der Abschottungstendenz einzelner Staaten wie China, Russland, Indien und Brasilien. Es sei darum wichtig, im Schulterschluss mit den USA und durch richtige Kommunikation einen Anreiz für weitere Freihandelsabkommen mit den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) zu schaffen.

   Präsident Barack Obama hatte diese Woche in seiner Rede zur Lage der Nation in Washington gesagt: "Heute gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden." Die Bundesregierung begrüßte die Ankündigung. "Das ist ein wertvoller Beitrag für mehr Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten", hatte Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt. Die Bundesregierung hoffe, dass die "Voraussetzungen für die Verhandlungsaufnahme" noch unter irischer EU-Ratspräsidentschaft geschaffen würden.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/mgo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 16, 2013 07:35 ET (12:35 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 35 AM EST 02-16-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?