22.11.2012 14:03
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DZ Bank: Deutsche Wirtschaft wird sich nach schwachem Winter langsam erholen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der DZ Bank nach einem schwachem Winter im Verlauf des kommenden Jahres langsam wieder erholen. "Die Belastungen, die von der Euro-Schuldenkrise ausgehen, werden im Winter das Wirtschaftswachstum wohl gänzlich zum Erliegen bringen", sagte Chefvolkswirt Stefan Bielmeier am Donnerstag in Frankfurt. "Die Konsolidierungsanstrengungen in der Eurozone werden im Jahr 2013 ihren Höhepunkt erreichen und die deutsche Konjunktur belasten." Der Außenhandel, der im Jahr 2012 noch die Konjunktur gestützt habe, dürfte in den kommenden Quartalen die Wirtschaft sogar bremsen.         

 

    Die DZ Bank erwartet im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,4 Prozent, dass sich allerdings im Jahr 2014 auf 2,2 Prozent beschleunigen sollte. Der Konsolidierungsbarf werde im übernächsten Jahr in der Eurozone nachlassen. "Zudem bleibt die Geldpolitik weltweit extrem expansiv und stütze die Konjunktur", sagte Bielmeier. Gleichzeitig erwartet er eine zunehmende Beschleunigung der internationalen Konjunktur im Jahresverlauf 2013. In den USA werde die Erholung am Immobilienmarkt fortschreiten. Dies sollte sich positiv auf die Finanzen der privaten Haushalte auswirken. In China werden laut Bielmeier die expansiven wirtschaftspolitischen Maßnahmen greifen.

 

    In der Euro-Schuldenkrise sieht Bielmeier aber auch Gefahren für die deutsche Konjunktur: "Das größte Risiko geht von Frankreich aus, falls notwendige Reformen nicht umgesetzt werden." Zudem stünden in Italien Wahlen an, die für Unsicherheit sorgen könnten. Bielmeier geht jedoch davon aus, dass die Krise überwunden wird. Die Reformen in Spanien und Italien hätten gute Fortschritte gemacht. Bei einer unerwarteten Zuspitzung der Krise würden Eurobonds eingeführt.

 

    Neben dem sich verbessernden weltpolitischen Umfeld verhindern laut DZ Bank auch binnenwirtschaftliche Faktoren ein Abstürzen der deutschen Konjunktur. So habe sich der private Konsum sehr stabil entwickelt. Gestützt werden der Konsum durch den weiterhin robusten Arbeitsmarkt und steigende Reallöhne. Zudem sollte auch die Bauwirtschaft die Konjunktur stützen./jsl/jkr

 

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