Von Flemming Emil Hansen
Nach der Beteiligung an amerikanischen Windparks von E.ON hat der finanzstarke dänische Pensionsfonds PensionDanmark bei Erneuerbaren Energien Blut geleckt. Fondschef Torben Moeger Pedersen sieht die Schleusen für massive Investitionen in Energieprojekte in Nordeuropa weit offen. Dringend benötigtes Kapital dürfte auch in die deutsche Energiewende fließen.
PensionDanmark hat sich die Hälfte an drei US-Windparks von des Energieversorgers E.ON gesichert. Der Fonds hat laut Pedersen "mehrere Hundert Millionen Dollar" investiert. Für PensionDanmark ist das nicht das erste Geschäft dieser Art, wohl aber das erste außerhalb Dänemarks. Und weitere sollen folgen. In den kommenden fünf Jahren will der Pensionsfonds 12 Milliarden Dänische Kronen, umgerechnet 1,6 Milliarden Euro, in Infrastrukturprojekte investieren.
"Wir wollen weiter in den USA und in Nordwesteuropa investieren", sagte Moeger Pedersen. Dort liefen derzeit eine Menge sehr großer Projekte an. Sein Fonds schaue vor allem auf den deutschen Markt, der wegen des beschleunigten Atomausstiegs massive Investitionen in Erneuerbare Energien benötige.
Deutschlands Energiewende braucht Schätzungen zufolge in den kommenden Jahren Kapital in Höhe von 250 Milliarden Euro. "Für uns ist das eine gutes Investitionsmöglichkeit", so Moeger Pedersen. Ein großer Teil des dänischen Pensionssektors habe ebenfalls Interesse bekundet. Die dänischen Pensionsfonds verwalten ein Kapital von rund 3.500 Milliarden Dänischen Kronen, das sind umgerechnet etwa 600 Milliarden Euro.
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October 09, 2012 12:32 ET (16:32 GMT)
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