An einer Podiumsdiskussion an der Brookings Institution haben der
ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Muhtar Kent, der Chairman und CEO
der Coca-Cola Company, und Pat Woertz, Chairman, CEO und President der
Archer Daniels Midland Company, über die Möglichkeiten gesprochen, mit
denen Wirtschaftsunternehmen sowohl für ihre Aktionäre als auch für die
Gesellschaft wertschöpfende Maßnahmen treffen können. Sie betonten dabei
den Einsatz von Kerntätigkeiten der Unternehmen zur Förderung von
Wachstum und Entwicklung in Schwellenländern.
Das System von Coca-Cola mit manuellen Distributionszentren (Manual
Distribution Centers, MDC) in Afrika wurde als Beispiel für eine
innovative Lösung genannt, mit der sowohl Unternehmenszwecke als auch
internationale Entwicklungsziele gefördert werden können. Mit dem Ansatz
von Coca-Cola beim Vertrieb von Produkten in schwer erreichbaren
städtischen und stadtnahen Gebieten in Afrika werden Kleinunternehmen
eingesetzt, die die Produkte von Coca-Cola manuell an lokale
Kleinhändler verteilen. Diese MDCs machen über 80 Prozent des
Unternehmensumsatzes in Ostafrika aus, bieten dabei einer wachsenden
Zahl von Jungunternehmern die Gelegenheit, ihr eigenes kleines Geschäft
zu gründen und schaffen auch Arbeitsplätze für Frauen. Bisher wurden in
Afrika durch das System von Coca-Cola über 2500 MDCs mit mehr als 12.000
Angestellten geschaffen, die einen Jahresertrag von über 500 Millionen
US-Dollar erwirtschaften.
"Für Coca-Cola sind diese manuellen Distributionszentren ein wunderbares
Beispiel dafür, wie ein Unternehmen sich auf die Erfüllung der
Bedürfnisse seiner Verbraucher und Kunden konzentrieren und dabei
gleichzeitig etwas für die Zukunft der lokalen Gemeinschaften tun kann",
sagte Muhtar Kent, Chairman und CEO der Coca-Cola Company. "Unsere
Philosophie beruht schon lange darauf, unser Unternehmenssystem
ganzheitlich zu betrachten und dann zu bestimmen, wo wir wichtige
Maßnahmen ergreifen können, die den größten Einfluss auf örtliche
Gemeinschaften sowie auf unsere Interessengruppen haben, denn wir sind
auf beide angewiesen."
Das Unternehmen setzt sich dafür ein, die Anzahl an MDCs in Afrika zu
erhöhen, seit es dem sogenannten Business Call to Action beigetreten
ist, einer Initiative zur Mobilisierung großer Firmen, die durch
Nutzbarmachung ihrer Kernkompetenzen zum Erreichen der
UN-Millenniumsziele beitragen sollen. Um bestimmen zu können, wie dieses
Modell am besten zu erweitern ist, bat Coca-Cola die Abteilung für
unternehmerische Gesellschaftsverantwortung (Corporate Social
Responsibility Initiative) an der Harvard Kennedy School und die
International Finance Corporation (IFC) um eine Begutachtung des
Ansatzes.
Im Jahr 2008 wurde eine Untersuchung der gegenwärtigen Betriebsabläufe
im Rahmen des MDC-Modells in der tansanischen Hauptstadt Dar es Salaam
und in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba durchgeführt.
"Wirtschaftskreise und internationale Entwicklungshelfer erkennen mehr
und mehr, dass der nachhaltigste Beitrag von Unternehmen zur
Armutsminderung darin besteht, ihre Kerntätigkeiten auf gewinnbringende,
verantwortliche und integrierende Weise auszuüben", sagte Jane Nelson
von der Harvard Kennedy School.
"Unsere Untersuchung der manuellen Distributionszentren in Tansania und
Äthiopien deutet auf das Potenzial hin, das für große Konzerne beim
Aufbau von Geschäftsverbindungen mit Kleinunternehmen innerhalb ihrer
Wertschöpfungskette besteht, was auch für die wirtschaftliche
Entwicklung vorteilhaft sein kann", sagte der Leiter der IFC, Toshiya
Masuoka.
Die Forschungsstudie ermittelte auch eine Reihe von Möglichkeiten zur
Vertiefung des MDC-Ansatzes. Dazu gehören: 1.) Investitionen in die
stetige Verbesserung des Geschäftsmodells durch bessere
Finanzierungsgelegenheiten sowie mehr und bessere
Ausbildungsmöglichkeiten; 2.) Verbesserung des sozioökonomischen Status
von MDC-Inhabern durch Vermittlung von Sozialkompetenzen und
Weiterbildungsmöglichkeiten; 3.) Förderung der Entwicklung von
Kleinunternehmen und Unternehmertum durch Unterstützung von
unternehmerischen Ausbildungen und Eintreten für die Weiterentwicklung
von Kleinunternehmen; 4.) Untersuchung von Möglichkeiten zur Verbreitung
von sozialen Produkten und Botschaften über das Geschäftsmodell; und 5.)
Durchführung von partizipativer Evaluation und aktionsorientierten
Lernmethoden.
Die Studie ist verfügbar unter http://www.hks.harvard.edu/m-rcbg/CSRI/publications/other_10_MDC_report.pdf.
Coca-Cola führt gegenwärtig Gespräche mit potenziellen
Entwicklungspartnern, mit denen einige dieser Möglichkeiten zur Stärkung
des Modells gemeinsam verfolgt werden sollen.
Die Coca-Cola Company ist der weltweit größte Getränkehersteller und
bietet den Verbrauchern beinahe 500 erfrischende Marken mit oder ohne
Kohlensäure. Neben Coca-Cola, die als wertvollste Marke der Welt gilt,
enthält das Portfolio des Unternehmens zwölf weitere Milliardenmarken,
zu denen unter anderen Coca-Cola light, Fanta, Sprite, Coca-Cola Zero,
vitaminwater, POWERADE, Minute Maid und Georgia Coffee gehören. Wir sind
weltweiter Anbieter Nummer eins von kohlensäurehaltigen
Erfrischungsgetränken, Fruchtsäften und Fruchtsaftgetränken sowie
trinkfertigen Tee- und Kaffeegetränken. Über das weltweit größte
Getränkeverteilsystem kommen Verbraucher in über 200 Ländern täglich in
den Genuss von knapp 1,6 Milliarden Getränkeportionen von unserem
Unternehmen. Mit unserem anhaltenden Einsatz für die Entwicklung von
nachhaltigen Gemeinschaften setzen wir uns für Maßnahmen zum Schutz der
Umwelt, zur Schonung von natürlichen Ressourcen und zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Gemeinschaften in unserem Einflussgebiet ein. Weitere
Informationen über unser Unternehmen entnehmen Sie bitte unserer Website
unter www.thecoca-colacompany.com.
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist
die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur
besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im
Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb
Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.